Unterwerfung Hauptbahnhof

Um von einer Seite eines Gleises auf die andere Seite zu gelangen, ohne den Betrieb auf dem Gleis zu stören gibt es zwei Möglichkeiten: oben drüber oder unten durch. Bei einer Unterwerfung wird das Gleis in einem Tunnel unter dem Gleis durchgeführt. Bei  einer Überwerfung wird das Gleis mit einer Brücke über das Gleis geführt.
Beim neuen Hauptbahnhof gibt es beides: Eine Überwerfung zwischen Matzleinsdorfer Platz und Hauptbahnhof.  Eine Unterwerfung war auf Grund der geringen Distanz nicht möglich. Da die Unterwerfung die Unterführung Landgutgasse unterfahren müsste, war zu wenig Längenentwicklung für die Steigungen vorhanden. Östlich vom Hauptbahnhof muss man nur die Gleise unterfahren und es war genügend Platz für eine Unterwerfung vorhanden.
Fast bei der Geiselbergstraße beginnt die Rampe für die Unterwerfung.

Die Rampe der Unterwerfung beginnt bei der Geiselbergstraße. Blickrichtung Hauptbahnhof. Der schwarze Fleck im Hintergrund ist der Beginn des Tunnels der Unterwerfung.

Die Rampe der Unterwerfung beginnt bei der Geiselbergstraße. Blickrichtung Hauptbahnhof. Der schwarze Fleck im Hintergrund ist der Beginn des Tunnels der Unterwerfung.

Da die Stützmauer entlang der Arsenalstraße in einem Teilbereich noch nicht fertig ist, kann man noch die Tunneleinfahrt der Unterwerfung von der Arsenalstraße aus sehen. In wenigen Tagen, wenn die Stützwand betoniert ist, ist der Blick nicht mehr möglich

Die Tunneleinfahrt in die Unterwerfung von der Arsenalstraße aus gesehen.

Die Tunneleinfahrt in die Unterwerfung von der Arsenalstraße aus gesehen.

Einige Tage später wird die Einfahrt durch die Bewehrung der Stützwand fast verdeckt. In einigen Tagen ist die Stützmauer betoniert und verhindert den Blick auf die Tunneleinfahrt.

Einige Tage später wird die Einfahrt durch die Bewehrung der Stützwand fast verdeckt. In einigen Tagen ist die Stützmauer betoniert und verhindert den Blick auf die Tunneleinfahrt.

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Fortsetzung des Baus der Überwerfung Richtung Hauptbahnhof

Seit Herbst 2012 wird an der Fortsetzung der Überwerfung Richtung Hauptbahnhof weitergebaut. Beim Matzleinsdorfer Platz beginnt der Anstieg der Rampe, überquert die Gleise. Die Überwerfung ist zur Zeit bis zur Unterführung Landgutgasse fertig gestellt. Den Fortschritt zeigen die nachfolgenden Fotos von der Baustelle.

Vom Matzleinsdorfer Platz aus ist die Überwerfung schwer zu sehen. In Bildmitte ist das Tragwerk über ein Gleis zu erkennen.

Vom Matzleinsdorfer Platz aus ist die Überwerfung schwer zu sehen. In Bildmitte ist das

Tragwerk über ein Gleis zu erkennen.

Entlang dem Margaretengürtel ist das Bauwerk durch Bauten und Bäume verdeckt. Zwischen den Bäumen ist das Tragwerk der Überwerfung zu erkennen.

Entlang dem Margaretengürtel ist das Bauwerk durch Bauten und Bäume verdeckt. Zwischen den Bäumen ist das Tragwerk der Überwerfung zu erkennen.

Eine Gebäudelücke gibt den Blick frei auf das Tragwerk über ein Gleis.

Eine Gebäudelücke gibt den Blick frei auf das Tragwerk über ein Gleis.

Die Überwerfung von der Kliebergasse aus. Bis hier her ist das Bauwerk im Rohbau fertig gestellt.

Die Überwerfung von der Kliebergasse aus. Bis hier her ist das Bauwerk im Rohbau fertig gestellt.

Die Überwerfung Richtung Matzsleinsdorfer Platz fotografiert. Deutlich zu erkennen, wie die Gleise unter der Überwerfung durchführen.

Die Überwerfung Richtung Matzsleinsdorfer Platz fotografiert. Deutlich zu erkennen, wie die Gleise unter der Überwerfung durchführen.

Ein Pfeiler, der die Überwerfung tragen wird von der Unterführung Landgutgasse aus fotografiert. Rechts das neue Betontragwerk über die Landgutgasse. Links noch das alte Eisentragwerk, über das noch die Schnellbahn fährt.

Ein Pfeiler, der die Überwerfung tragen wird von der Unterführung Landgutgasse aus fotografiert. Rechts das neue Betontragwerk über die Landgutgasse. Links noch das alte Eisentragwerk, über das noch die Schnellbahn fährt.

Bericht vom ÖBB-Bezirksforum am 29. Oktober 2012 im Amtshaus Wieden

Durch die Umlegung der durchgehenden Gleise ist es möglich die Arbeiten im nördlichen Bahnbereich fortzuführen:

Die Brücke über die Favoritenstraße/Laxenburgerstraße wurde schon abgetragen und die Bauarbeiten für die neue Brücke sind im Gange.

Der Abbruch der Brücke Landgutgasse wird fortgesetzt und das neue Brückentragwerk wird errichtet.

Der zweite Teil der Unterführung der Geiselbergstraße wird nach der Sperre des provisorischen Ostbahnhofes in Angriff genommen.

An der Überwerfung und Unterwerfung wird weiter gearbeitet. Von den Bauarbeiten der Unterwerfung ist wenig zu sehen, da die Bauarbeiten größtenteils unter Niveau stattfinden.

Der Bau des nördlichen Teils des Hauptbahnhofes (Link ….) geht zügig voran. Die Baugrube ist ausgehoben und die Bodenplatte der Garage wurde schon betoniert.

Neben der Schnellbahn beim Busparkplatz wird an einem Grauwasserspeicher für Regenwasser gearbeitet. Der Speicher dient dazu, das Kanalnetz zu entlasten. Das Wasser wird für verschiedene Zwecke verwendet. Über die Verwendung wurden keine Angaben gemacht.

Nach Schließung des Ostbahnhofes (9. Dezember) wird dieser in fünf Monaten abgetragen und die Baufelder für die Verbauung frei gemacht.

Teilinbetriebnahme Hauptbahnhof: Die Bahnsteige 9 bis 12 werden am 9. Dezember in Betrieb  gehen. Alle Züge, die jetzt noch den Ostbahnhof anfahren, werden dann auf den Bahnsteigen des Hauptbahnhofs halten. Die internationalen Züge werden, so wie jetzt, durchfahren. Um den Betrieb aller Züge des Ostbahnhofes, der zwölf Gleise hat, auf vier Gleisen unterzubringen, müssen die Zügen durchgebunden (was bedeutet durchbinden???? weiß der laie nicht) werden. So wird die S 60 (Bruck/Leitha) bis nach Hütteldorf verlängert. Die S 80 von Hirschstetten fährt via Pottendorfer Linie nach Wiener Neustadt. (Anmerkung: die bauliche Unterdimensionierung zwingt die ÖBB Züge durchzubinden, was für viele Fahrgäste vorteilhaft ist, da sie nicht so oft umsteigen müssen!)

Im Reise-Zentrum, das in der zukünftigen Radgarage untergebracht ist, wird es vier Fahrkartenschalter geben, die bis 18 Uhr geöffnet sind. Bei den Aufgängen beim D-Wagen (östliche Bahnhofshalle) befinden sich nur Automaten. Man setzt vermehrt auf online-Fahrkartenverkauf. Dieser wurde wesentlich verbessert und vereinfacht. Das WC ist nur bis 18 Uhr geöffnet, solange die Kassen besetzt sind. Das Einkaufszentrum wird erst mit dem Vollbetrieb des Bahnhofes geöffnet.

Der Bebauungsplan für das Baufeld A.10 (Hochhaus am Südtiroler Platz)wird am Beginn des nächsten Jahres in die Beschlussphase kommen.

Es gibt eine Entscheidung, dass die Schnellbahnstation Südbahnhof bleibt, sie wird umbenannt in Quartier Belvedere! Die Erneuerung der S-Bahnstation erfolgt erst nach der Fertigstellung des Hauptbahnhofes.

Der verlängerte D-Wagen hat seine Endstation in der Unterführung. Danach ist nur die Endschleife.

Eine Schnellbahn zum Flughafen wird es ab 2014 (Inbetriebnahme des Hauptbahnhofes) geben. Ob es einen Bus geben wird, wird noch überprüft.

Bildungscampus: geht 2014/15 in Betrieb. Es wird dies eine gemeinsame Bildungsstätte für Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren. Geplant ist die Errichtung eines elf-gruppigen Kindergartens, einer 17-klassigen Volksschule und einer 16-klassigen Hauptschule.

Erste Campus: Es wird 4.500 Arbeitsplätze geben und nur 600 Garagenplätze, 300 Radabstellplätze und 50 für Motorräder für alle Angestellten und BesucherInnen. Zugang der Garage direkt über die Lifte. Auf der Gürtelseite wird es einen Kindergarten geben. Ab 2015 wird das Gebäude genutzt.

Die Gertraude-Fröhlich-Sandner-Straße wird bis zur Teileröffnung des Hauptbahnhofes fertig gestellt. Dadurch ist eine direkte Verbindung für RadfahrerInnen zum Radweg in der Argentinierstraße gegeben.

Die Canetti-Straße wird im März 2013 bis zur Arsenalstraße fertiggestellt.

Radständer gibt es in drei Gruppen: neben dem Eingang, vor der Unterführung Karl-Popper-Straße auf der Seite des 10. Bezirks und neben der City-Bik-Station am Südtiroler Platz.

Überwerfung

Im August wurde der durchgehende Güter- und Personenverkehr auf die südliche Seite des Bahngeländes verlegt. Dadurch ist es möglich, die Überwerfung Richtung Hauptbahnhof weiter zu bauen.

Letztes Jahr wurde das Bauwerk „Überwerfung“  bis zu den bis August in Betrieb befindlichen Gleisen gebaut. Jetzt wird an der Weiterführung gearbeitet.

Im Vordergrund die Überwerfung. Rechts im Hintergrund sind die Baukräne für die Verlängerung der Überwerfung mehr zu erahnen, als zu sehen.

Brücke über die Triester Straße und die Überwerfung*

Der südliche Teil der Brücke über die Triesterstraße ist schon fertiggestellt, ein Teil der Leitungsmasten steht schon. Wenn die Gleise fertig verlegt sein werden, wird der Fahrbetrieb über die südlichen Gleise abgewickelt und dann kann der nördliche Teil des Brückentragwerkes saniert werden.

Das südliche Brückentragwerk über die Triester Straße

Die Überwerfung* im Bereich Matzleinsdorfer Platz ist im Rohbau fertig und zeigt die gewaltigen Ausmaße des Bauwerkes. Zum Teil sind die Lärmschutzwände schon installiert.

In der Bildmitte ist die Überwerfung sichtbar

Hinter dem Brückentragwerk ist die ansteigende Rampe der Überwerfung zu sehen. Die Lärmschutzwand auf der Überwerfung ist fast bis zum rechten Bildrand fertig.

Die Überwerfung von der Gudrunstraße aus

* Die Überwerfung ist ein Bauwerk, in dem die Überkreuzung von zwei Fahrwegen (Gleisen) in zwei verschieden Ebenen erfolgt. Ein Fahrweg überquert den zweiten. So ist es möglich, dass ein Zug auf die andere Seite des Gleises gelangt, ohne das zu überquerende Gleis zu blockieren. Da die Eisenbahnzüge nur eine geringe Steigung bewältigen können, sind die Auffahrtsrampen sehr lang. Es muss eine Höhe von fast 6 Meter überwunden werden.

Bei einer Unterwerfung unterquert ein Fahrweg den anderen. Da zwischen Matzleindorfer Platz und Unterführung Landgutgasse der Abstand nicht ausreichend war ist es nicht möglich, eine Unterwerfung zu bauen. Es musste die Lösung einer Überwerfung gewählt werden. Sie erreicht die Höhe eines zweigeschossigen Hauses und beeinträchtigt das Stadtbild sehr stark. Auf die architektonische Ausgestaltung kann man schon gespannt sein.