Konzept Einkaufen am Hauptbahnhof erfüllt nicht die Erwartungen

Medien berichten davon, dass das prestigeträchtige Einkaufszentrum im Wiener Hauptbahnhof zu einem Desaster zu werden droht. Mehrere Geschäfte haben geschlossen, zwei Betreiber stellten die Pachtzahlungen ein. Kritisiert werden zu hohe Mieten (bis zu € 100/m²) und langfristige Verträge (Knebelverträge).

Strittig sind auch die Besucherzahlen. Es geht darum, wie viele Personen tatsächlich im Hauptbahnhof sind und wie viele davon an den Geschäften vorbeigehen. Laut den ÖBB frequentieren täglich 120.000 Passagiere und Passagierinnen den Bahnhof. Die Pächter sprechen von 80.000. Die meisten Fahrgäste, die von den Öffis kommen und zu den Bahnsteigen wollen, nehmen nicht den Umweg durch die untere Verkaufsebene, sondern gehen direkt über die Halle zum Verbindungsgang und weiter zu den Aufgängen auf die Bahnsteige.

Weiteres Ungemach droht durch Geschäfte im Nachbargebäude, das im Bau ist. Diese Geschäfte sind direkt von der Bahnhofshalle erreichbar.

Advertisements

Auszeichnung für das bahnorama

Der hölzerne Aussichtsturm bahnorama, der zweithöchste begehbare Holzturm, wurde von „wienwood 2015“ ausgezeichnet.

Jury: Als mächtiges Signal, weithin sichtbar und intensiv genutzt, stand der 64 m hohe Aussichtsturm neben der Baustelle für den Wiener Hauptbahnhof. Die Idee, das geplante Informationsgebäude mit einem Panorama-Turm zu kombinieren und alles aus Holz zu errichten, war schon im Wettbewerb einzigartig und für den Erfolg entscheidend. Besondere Eleganz zeigte hier die Knotenausbildung des Fachwerks mit Stahlgelenken und die auftstrebende Dynamik der nach oben aufgelösten, sukzessive schlanker dimensionierten Struktur. Geschoßweise Vorfertigung erleichterte die Errichtung und ist nun auch beim Abbau von Vorteil. Denn der Turm wurde verkauft und wird an anderer Stelle neu genutzt. Gerade für temporäre Zwecke bietet avancierte Holzbaukunst im urbanen Raum herausragende Potentiale, – was in diesem Fall auch wortwörtlich demonstriert wurde.

Schon 2012 erhielt der Turm den Holzbaupreis der NÖ Landesregierung.

ÖBB sind eine wichtige nachhaltige Stütze für Österreichs Umwelt

Die Bahn ist das mit Abstand umweltfreundlichste Verkehrsmittel: Die Bahn liefert mit klimafreundlichen Technologien einen großen Beitrag zur CO2-Bilanz Österreichs. Sie spart insgesamt durch ihre Verkehrsleistungen auf der Schiene in Österreich jährlich rund 3 Mio. Tonnen CO2-Emissionen.
Alleine in Österreich werden durch die ÖBB 201 Mio.-PKW Fahrten und ca. 2,1 Mio. LKW-Fahrten eingespart. Die Bahn ist das umweltfreundlichste Transportmittel: mit 14g CO2 Emission pro gefahrenem Personenkilometer lässt sie PKW und Flugzeug deutlich hinter sich (Bahn emittiert 12mal weniger CO2 als ein Pkw und 13 mal weniger als ein Flugzeug).

Die ÖBB erzeugen Energie für das Bahnfahren vor allem aus den 8 eigenen Wasserkraftwerken und treiben Innovationen an, um den Anteil der erneuerbaren Energien auszuweiten: Im Jahr 2012 wurde der Feldbacher Bahnhof (Steiermark) mit einer 600 m² großen Photovoltaikanlage zum ersten Nullenergiebahnhof Österreichs. Über das gesamte Jahr betrachtet produziert er seine benötigte Energie selbst.

Auf dem Dach der Bahnsteige liefern 1.000 m² Solarzellen 128 MWh pro Jahr bei einer maximalen Leistung von 141,2 kWp.

Die Photovoltaikanlage Wilfleinsdorf reiht sich in diese erfolgreichen Projekte ein und ist das neueste Pilotprojekt in den Umweltschutzaktivitäten der ÖBB.

Weiters nutzt der Wiener Hauptbahnhof Geothermie und erzeugt damit pro Jahr 1.880 MWh Wärme und 475 MWh Kälte. Damit spart alleine der Wiener Hauptbahnhof mit der Photovoltaikanlage pro Jahr 467 Tonnen CO2 ein.

Um die Umwelt zu entlasten wurde ein 1,5 Millionen Liter fassender Regenwasserspeicher installiert, um Zugwaschanlagen und die WC-Tanks der Waggons umweltfreundlich versorgen zu können.

Um Energie zu sparen, wurden die Tausur- und Talent Loks mit Rückspeisebremsen ausgestattet, die die gewonnene Energie ins Netz einspeisen.
Quelle ÖBB 2015

Pressekonferenz: Wien Hauptbahnhof – Neue Mobilität im Zentrum Wiens

Am 10. Juni 2014 luden Doris Bures, Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie und Christian Kern, Vorstandsmitglied der ÖBB Holding AG zur Pressenkonferenz ein.

SANYO DIGITAL CAMERA

Doris Bures: Der Hauptbahnhof Wien ist eines unsere größten Infrastrukturprojekte. Im Vollbetrieb halten 1.100 Züge täglich und er bringt die umweltfreundlichste Art zu reisen.
Christian Kern: Unsere Kunden werden enorm von besseren und noch schnelleren Verbindungen profitieren.

Der Wiener Hauptbahnhof bietet kürzere Fahrzeiten, mehr Verbindungen, bequemeres Umsteigen, ein Einkaufszentrum und ansprechende Architektur.
Im Oktober öffnet die BahnhofCity (Einkaufszentrum). Am 14. Dezember 2014 (zum Fahrplanwechsel) werden auch die ersten Fernverkehrszüge am Wiener Hauptbahnhof halten. Als ersten Vorgeschmack auf die spätere Drehscheibenfunktion werden die railjets Graz-Prag und München-Budapest im Zweistundentakt am Hauptbahnhof halten. Erstmals wird es alle zwei Stunden eine Fernverkehrsverbindung mit dem ICE via Passau, Linz und St. Pölten ohne Umsteigen zum Flughafen geben.
Bei vielen Fernverkehrsverbindungen entfällt das Umsteigen bzw. es muss nur mehr einmal umgestiegen werden, was den Komfort wesentlich steigert. So muss man z. B. von St. Pölten nach Mödling nicht mehr zweimal , sondern nur noch einmal umsteigen.
Im Dezember 2015 erfolgt die Vollinbetriebnahme: Ab diesem Zeitpunkt wird der gesamte Fernverkehr über das neue Bahnhofssystem Wien Meidling/Wien Hauptbahnhof führen.
Mit dem Wiener Hauptbahnhof sparen Kunden Zeit. In der Ostregion sind das pro Jahr 3,05 Millionen Fahrgaststunden.
Für einige wenige rund um den Westbahnhof bringt es eine Verschlechterung mit sich. Die Verlegung der Fernreisezüge nach Meidling, bzw. Hauptbahnhof bringt eine Verlängerung der Reisezeiten in den Westen von bis zu 10 Minuten.

Ungemach auf der neuen Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten

Die neue Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten ist mit dem neuen European Train ControlSystem (ETCS) ausgestattet. Nur Züge, die dieses Software-System installiert haben, dürfen die Strecke benützen. Die ICE-Züge der Deutschen Bahn sind es (noch) nicht und die müssen die alte Westbahnstrecke benützen. Dies bringt nicht nur Verspätungen für diese Züge, sondern auch den Fahrplan gewaltig durcheinander. Da der Termin der Eröffnung der neuen Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten schon sehr lange bekannt ist, stellt sich die Frage, warum die Deutsche Bahn es nicht rechtzeitig geschafft hat, die ICE-Züge umzustellen. Bis Jahresende soll dieses Problem gelöst werden.

Einige Züge der Firma „westbahn“ hatten Schwierigkeiten mit den Türen. Durch die Druckwelle, die bei sich begegnenden Zügen im Tunnel entsteht, wurden zwei Türen aus der unteren Verankerung gerissen, obwohl die Züge für solche Zugbegegnungen zertifiziert sind. Die Züge der „westbahn“ wurden mit neuen Schließvorrichtungen ausgerüstet.

Weitere Auszeichnung für das „bahnorama“

Der Holzbaupreis des Landes Niederösterreich in der Kategorie „Außer Landes“ ging an die Firma Graf-Holztechnik für den Aussichtsturm „bahnorama“, der am Rand der Baustelle des neuen Wiener Hauptbahnhofes steht.

Das besondere an dem Bauwerk ist die Konstruktion: der Turm wurde in Holz-Modulen im Waldviertel vorgefertigt und in vier Arbeitsschritten in Wien zusammen gebaut. Der Turm hat eine Gesamthöhe von ca. 67 Meter, wobei die Aussichtplattform auf einer Höhe von ca. 41 Meter liegt.

Schon 2011 wurde die Firma Graf-Holztechnik mit dem internationalen „Brunel Award“ ausgezeichnet. Siehe Designpreis.

Tag der offenen Baustelle

Am Freitag, 23. November von 9:30 bis 18:00 Uhr veranstaltet die ÖBB-Ifrastruktur am Hauptbahnhof Wien wieder einen Tag der offenen Baustelle.

  • Spannender Einblick in die Baustellenentwicklung
  • Fotoausstellung „Die Menschen auf der Baustelle“
  • Infos zum Stadtentwicklungsgebiet und der Investoren am Areal
  • Gratis Infra-Schnupperfahrten zum Fertigstellungsfest (begrenztes Ticketangebot)
  • Gratis Lifttickets auf die bahnorame Aussichtsplattform

www.hauptbahnhof-wien.at