Die Immobilien auf der Oberen Wieden werden durch den Hauptbahnhof zu begehrten Objekten

Durch den neuen Hauptbahnhof wird die Obere Wieden aufgewertet und der Immobilien“druck“ steigt. Die ersten Auswirkungen zeigen sich am Wiedner Gürtel, wo in der nächsten Zeit zwei Objekte umgebaut, bzw. neu gebaut werden.

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Der monumentaler Eckbau Wiedner Gürtel 12/Ecke Mommsengasse mit Riesenpilastergliederung, hoher Attika am Mittelrisalit und Eisenbahnemblem an der Fassade; errichtet 1906 bis 1907 nach Plänen von Ferdinand Pichler, erhält einen Dachgeschoßaufbau. Siehe (http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/zielgebiete/westguertel/guertel2002-2007/bestand-suedguertel.html#wiedner) Die schöne Fassade und die Erdgeschoßzone mit ihren Lokalen und Geschäften bleiben erhalten. Ein weiterer Pluspunkt, es bleibt ein Wohnhaus und wird nicht in ein Bürohaus umfunktioniert.

SANYO DIGITAL CAMERADas zweite Projekt Wiedner Gürtel 16 gestaltet sich schon wesentlich problematischer. Der Verband Wiener Arbeiterheime* verkaufte die Liegenschaft. Durch den Verkauf ohne jegliche Auflagen wurde jede Einflussnahme auf das zukünftige Projekt aus der Hand gegeben. Der neue Eigentümer reißt das Gebäude ab und bebaut das Grundstück neu. Positiv anzumerken ist, dass hier Wohnungen und keine Büros errichtet werden. In der Erdgeschoßzone an der Gürtelfront ist im Mittelbereich ein Canyon, der den Durchblick in den dahinter liegenden Minigarten frei gibt, geplant. Links davon die Erdgeschosszone als leere Wand mit Oberlichte, hinter der Nebenräume liegen. Rechts davon gibt es eine Garageneinfahrt. Beides trägt nicht zur Belebung bei, ist unattraktiv und führt zur Verödung. Eine Umplanung der Erdgeschoßzone mit Geschäften und/oder Restaurants wäre sicher ein Gewinn und ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Attraktivität in diesem sensiblen Gürtelbereich.

* „Hinter dem Verband Wiener Arbeiterheime verbirgt sich die mächtigste politische Unternehmensholding Österreichs. Der Nostalgieverein mit 16 Mitarbeitern verwaltet das Imperium der Wiener SPÖ: Bauträger, Verlage, Agenturen, Immo-Business. Einer der wichtigsten Kunden des roten Mischkonzerns ist pikanterweise die Gemeinde Wien.“ (Zitat aus profilonline 28.06.2010)

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Der neue Hauptbahnhof bringt bessere Durchlässigkeit des Bahnhofsgeländes

Vor dem Bau des Hauptbahnhofs bildete das Bahnhofgelände des Süd-Ostbahnhofes eine Barriere zwischen den Bezirken Favoriten und Wieden, bzw. Landstraße. Zwischen dem Südtiroler Platz und der Unterführung der Geiselbergstraße unter der Ostbahn gab es keine Verbindung zwischen dem zehnten und dritten Bezirk bzw. dem vierten Bezirk. Durch den Abbruch des Süd-Ost-Bahnhofes und dem Neubau des Hauptbahnhofes wird die Durchlässigkeit wesentlich verbessert.

Direkt unter den Bahnsteigen gibt es zwei Unterführungen. Die Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße (Verlängerung der Argentinierstraße) führt vom Wiedner Gürtel in den zehnten Bezirk. Die Straße besteht aus vier Fahrspuren und auf beiden Seiten mit Einrichtungs-Radwegen und breiten Gehwegen. Die Karl-Popper-Straße führt ebenfalls vom Wiedner Gürtel nach Favoriten. In der einen Hälfte der Unterführung befindet sich der Gleiskörper der Straßenbahnlinie D, mit Haltestellen direkt unter den Bahnsteigen. In der anderen Hälfte der Unterführung befinden sich vier Fahrspuren, eine Richtung Favoriten und drei Richtung Landstraße . Auf beiden Seiten gibt es einen Einrichtungs-Radweg. Auf der östlichen Seite gibt es zusätzlich noch einen Gehweg. Sowohl die Straßenbahn als auch die Fahrbahnen biegen in die Canetti-Straße ein, die zur Schweizergarten-Straße im dritten Bezirk führt.

Die Alfred-Adler-Straße (Verlängerung der Ghegastraße) ist die nächste Verbindung zwischen der Landstraße mit Favoriten. Hier gibt es fünf Fahrbahnen, zwei Richtung Favoriten, drei Richtung Landstraße und auf beiden Seiten Einrichtungs-Radweg und Gehsteige. Diese Unterführung unter der Ostbahn wird in Zukunft von der Linie 69A benützt.

Als nächstes verbindet der Arsenalsteg eine Brücke über die Ostbahn für FüßgängerInnen und RadfahrerInnen, die Landstraße mit Favoriten.

Die Südbahnhofbrücke besitzt zwei Fahrspuren mit einen Zweirichtungsradweg und Gehweg auf einer Seite. Die beiden Fahrspuren münden in die Franz-Grill-Straße, die ihrerseits bei der Kreuzung des Landstraßer Gürtels mit der Landstraßer Hauptstraße einen Anschluss an die Süd-Ost-Tangente hat.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die FußgängerInnen vom südlichen Bahnhofsvorplatz durch den Bahnhof und die anschließende Mall des Hochhauses direkt zum Wiedner Gürtel gelangen können.

Für die FußgängerInnen gibt es sechs Möglichkeiten, das Bahnhofsgelände zu queren. Vor allem für die BewohnerInnen von Favoriten ist der Schweizer Garten bequem zu erreichen. Mit dem noch zu errichtenden Helmut-Zilk-Park wird es zwei gut und rasch erreichbare Naherholungsgebiete geben.

Unterführung Gertrude–Fröhlich-Sandner-Straße: Die Unterführung unter dem Hauptbahnhof im Verlauf der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße. In jede Richtung gibt es zwei Fahrspuren, einen Einrichtungs-Radweg und einen Gehweg. Von dieser Unterführung gibt es keine Zugänge zu den Bahnsteigen.

Unterführung Gertrude–Fröhlich-Sandner-Straße: Die Unterführung unter dem Hauptbahnhof im Verlauf der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße. In jede Richtung gibt es zwei Fahrspuren, einen Einrichtungs-Radweg und einen Gehweg. Von dieser Unterführung gibt es keine Zugänge zu den Bahnsteigen.

Unterführung  Karl-Popper-Straße: Zu sehen ist der Teil, in dem die Straßenbahnlinie D den Hauptbahnhof unter den Gleisen quert. Links sind die Eingänge zur kleinen Bahnhofshalle Ost mit den Zugängen zu den Bahnsteigen. Rechts hinter der Betonwand befindet sich der zweite Teil der Unterführung mit vier Fahrspuren, zwei Einrichtungs-Radwegen und einen Gehweg auf der östlichen Seite.

Unterführung Karl-Popper-Straße: Zu sehen ist der Teil, in dem die Straßenbahnlinie D den Hauptbahnhof unter den Gleisen quert. Links sind die Eingänge zur kleinen Bahnhofshalle Ost mit den Zugängen zu den Bahnsteigen. Rechts hinter der Betonwand befindet sich der zweite Teil der Unterführung mit vier Fahrspuren, zwei Einrichtungs-Radwegen und einen Gehweg auf der östlichen Seite.

- Unterführung Alfred-Adler-Straße vom Favoriten aus gesehen. Im Hintergrund sieht man die Brücke bei der Arsenalstraße, die aus zwei Feldern besteht

– Unterführung Alfred-Adler-Straße vom Favoriten aus gesehen. Im Hintergrund sieht man die Brücke bei der Arsenalstraße, die aus zwei Feldern besteht

Unterführung Alfred-Adler-Straße vom dritten Bezirk aus gesehen. Hier spannt die Brücke über zwei Felder. Durch die Abbiegespuren in die Arsenalstraße ist die Spannweite für ein Feld zu groß. Es musste daher ein Mittelpfeiler angeordnet werden.

Unterführung Alfred-Adler-Straße vom dritten Bezirk aus gesehen. Hier spannt die Brücke über zwei Felder. Durch die Abbiegespuren in die Arsenalstraße ist die Spannweite für ein Feld zu groß. Es musste daher ein Mittelpfeiler angeordnet werden.

Arsenalsteg – Eine Brücke nur für FußgängerInnen und RadfahrerInnen

Arsenalsteg – Eine Brücke nur für FußgängerInnen und RadfahrerInnen

Südbahnhofbrücke Eine Brücke für Autos, RadfahrerInnen und FußgeherInnen.

Südbahnhofbrücke Eine Brücke für Autos, RadfahrerInnen und FußgeherInnen.

Bauplatz für das Hochhaus am Südtiroler Platz

Direkt neben der Bahnhofshalle des Hauptbahnhofes ist ein Hochhaus geplant. Der Wettbewerb für das Baufeld A.01 wurde im Sommer entschieden. Das Siegerprojekt sieht einen direkten Zugang von der Bahnhofshalle in die Mall des Hochhauses vor. Von dieser aus gibt es Ausgänge zum Wiedner Gürtel und zur Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße.

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Ein Teil der zukünftigen Baugrube für das Hochhaus ist auf dem Foto oben zu erkennen. Die Betonwand ist die Rückwand der Bahnhofshalle, die direkt an das Hochhaus angrenzt. In Bildmitte sind die zukünftigen Durchgänge zwischen den beiden Gebäuden sichtbar. Auf der Mauerkrone sind die Stahlträger für das Hallendach sichtbar.

Nutzung der Flächen unter dem Verbindungsgleis beim Busparkplatz

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Neben dem Busparkplatz (Waldmann-Gründe) wird zur Zeit ein Verbindungsgleis  zur Schnellbahn gebaut. Laut Auskunft der ÖBB im letzten Bezirksforum gibt es noch keine Pläne für eine Nutzung nach der Fertigstellung der Brückenkonstruktion.

Im 4. Bezirk gibt es ein Defizit an Plätzen für Jugendliche. Daher haben die Wiedner Grünen den Antrag gestellt (Link) die Fläche den Jugendlichen als Sportfläche (Skaten, Ballspiele, ….) oder als Aufenthaltsplatz zur Verfügung zu stellen. Ein großer Vorteil ist, dass die Flächen durch die Brücke überdacht sind und daher auch bei schlechtem Wetter genutzt werden können.

Da in diesem Bereich die Bezirksgrenze nicht eindeutig feststeht und der 4. Bezirk zuständig ist und daher überhaupt Vorschläge für diesen Bereich machen kann, wurde die Zuweisung in die Verkehrs- und Planungskommission eingebracht, die einstimmig angenommen wurde.

ÖBB-Zentrale

Der Neubau der ÖBB-Zentrale hat am 29. November die Dachgleiche erreicht. Sie liegt direkt am südlichen Vorplatz des Hauptbahnhofes. Ein Großteil der Fassade ist schon montiert und lässt schon das zukünftige Erscheinungsbild erkennen. Das Gebäude wird ab August 2014 besiedelt. Alle über die gesamte Stadt verstreuten Büros, werden dann an dieser Adresse vereint sein.

Das Hochhaus von der Sonnwendgasse aus fotografiert.

Das Hochhaus von der Sonnwendgasse aus fotografiert.