Neuer Zebrastreifen überraschend gesperrt

Vorgestern (24.03.10) wurde der erst vor einigen Wochen errichtete Zebrastreifen über die Arsenalstraße zur Haltestelleninsel der Linie D gesperrt.

Wieder werden die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen auf ihrem Weg zum D-Wagen gezwungen große Umwege auf sich zu nehmen, Laut Informationstafel ist die Sperre für ein Pumpwerk notwendig und wird zwei Monate dauern.

Hier stellen sich schon einige Fragen: Warum wird das Pumpwerk gerade jetzt gebaut und nicht schon vor der Inbetriebnahme der provisorischen Schnellbahnstation im vergangenen Dezember? Kann das Pumpwerk nicht einige Meter neben dem Zebrastreifen errichtet werden? Es stellt sich schon die Frage ob es eine langfristige Planung gibt, oder ob man sich so von Woche zu Woche wurstelt? Gibt es wirklich keine Möglichkeit, dass die FußgängerInnen auf kurzem Weg zur Haltstelleninsel der Linie D kommen können?

Wenn man mehr Menschen zum Umsteigen auf das öffentliche Verkehrsmittel bringen will, muss auch das Umsteigen möglichst bequem und die Wege möglichst kurz sein.

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Wohin fährt die Schnellbahn? Floridsdorf oder Meidling?

Kleinigkeiten machen das Leben oft schwer. In der neuen Schnellbahnstation Südbahnhof gibt es sogenannte Überkopfhinweistafeln. Beim rechten Abgang steht nur zu lesen: Bahnsteig 21. Die Fahrgäste fragen sich und andere zu recht: Fahren hier die Züge Richtung Floridsdorf oder Richtung Meidling?

Überkopfhinweistafel beiim Abgang

Ein Hinweis beim Zugang zum Bahnsteig in welche Richtung die Züge fahren, wär sehr hilfreich. Aber die ÖBB weigern sich beharrlich, so ein Zusatzschild anzubringen. Sie begründen ihre Weigerung damit, dass beim Betrieb nur eines Gleises (z. B. bei Reparaturen oder Unfällen) von einem Bahnsteig die Züge in beiden Richtungen fahren würden. Das ist zwar ein Sonderfall, aber auch dieses Problem ließe sich leicht lösen, wie das die Wiener Linien bei eingleisigem U-Bahnbetrieb auch schon des öfteren umgesetzt haben.

Derzeit gibt es am Vorplatzes bei den beiden Abgängen zwar ein Schild, auf dem Pfeile und Richtungsangaben angeführt sind, aber für die Fahrgäste, die ohnedies viele Neuerungen im Zuge des Umbaus zu bewältigen haben, nicht eindeutig klar sind.

Hinweistafel in der Mitte des Vorplatzes

Zusätzliche Verwirrung stiftet die Tatsache. dass die Schnellbahn links fährt, und nicht wie die Straßenbahnen und U-Bahn rechts.

 

Auch Kleinigkeiten sind ärgerlich, wie das Fehlen von Radständern.

Im Bereich der S-Bahnhaltestelle Südbahnhof fehlen Radständer. Dass ein Bedarf vorhanden ist, davon kann man sich täglich überzeugen. Zu jeder Tageszeit sind Räder am Absperrgitter befestigt.

Situation am 03.03. um 18:30 Uhr

Situation am 09.03. um 12:30 Uhr

Eigentlich sollten Radständer zur Standardausstattung jeder Haltestelle gehören. Aber das hat sich zu den PlanerInnen noch nicht durchgesprochen.

Die Grünen fordern daher die sofortige Errichtung von Radständern, damit die Räder sicher und ordentlich abgestellt werden können.

Grüne fordern die Verlegung der Haltestellen der Linie D und 13A in die Endschleife im Schweizer Garten. Das schafft gesicherte Fußwege.

Die Grünen fordern einen Gehsteig entlang der Arsenalstraße, da immer wieder die Fahrgäste der Linien D und 69A den kürzeren Weg zum provisorischen Ostbahnhof wählen. (Siehe Artikel „Abstimmung mit den Füssen“ weiter unten.)

Diesen Vorschlag haben wir vorgebracht, doch jetzt wurde der Gemeinderätin Ingird Puller und dem Klubobmann der Grünen Wieden mitgeteilt, dass für die Errichtung eines Gehsteiges entlang der Arsenalstraße nicht genug Platz zur Vefügung stünde, da die Baugrube der zukünftigen Hochhäuser bis an den jetzigen Bauzaun reichen würde.

Eine Verbesserung brächte die Verlegung  der Haltestelle der Linie D und 13A in die Wendeschleife im Schweizer Garten. Dies hätte den Vorteil, dass die Fahrgäste den Gehweg entlang vom Schweizer Garten benützen würden, um zum provisorischen Ostbahnhof zu gelangen.

In der letzten Gemeinderatssitzung hat die Grüne Gemeinderätin Ingrid Puller den Antrag auf vorübergehende Haltestellenverlegung der Linie D und 13A gestellt. Für die Sicherheit der Pendlerinnen und Pendler hoffen wir Grüne auf eine rasche Umsetzung dieses Antrages.