Fehlender Gleisbogen zwingt die Ersatzstraßenbahn 68 zu einem Umweg

Im Sommer wird die U1 für sieben Wochen für Reparaturarbeiten gesperrt. Als Ersatz soll unter anderem die Linie 68 dienen, die vom 10. Bezirk kommend über den Wiedner Gürtel und die Prinz-Eugen-Straße Richtung Stadt fahren wird. Wie man aus dem Bild erkennen kann, fehlt der Gleisbogen Richtung Prinz-Eugen-Straße. Wie soll da die Straßenbahn Richtung Stadt fahren können?

Letztes Jahr hat man auf dem Kreuzungsplateu die Gleise neu verlegt. Es wurde ein Gleisbogen von der Prinz-Eugen-Straße zum Gleis Richtung Südtiroler Platz verlegt, aber keiner vom Gürtel Richtung Prinz-Eugen-Straße (siehe roter Pfeil). Ein Schildbürgerstreich, der jetzt dazu führt, dass die Linie 68 Richtung Stadt den Umweg über die Arsenalstraße und durch die Endschleife der Linie D nehmen muss. Dieser Umweg führt zu einer erheblichen Verlängerung der Fahrzeit in Richtung Stadt. Dies ist umso schmerzlicher, da die Fahrzeit mit der Ersatzstraßenbahn so wie so schon viel länger dauert. Es ist ein Schildbürgerstreich, dass man diesen Gleisbogen letztes Jahr nicht gebaut hat. Zu diesem Zeitpunkt musste der Plan der Ersatzstraßenbahnlinie 68 bei den Wiener Linien schon bekannt gewesen sein. Von den wiener Linien erwartet man, dass der Planungshorizont länger als ein Jahr ist.

Außerdem eignet sich die Strecke durch den fehlenden Gleisbogen nicht für Umleitungen, wenn es im Liniennetz der Straßenbahn zu Störungen kommt. Ein wahrer Schildbürgerstreich und zeigt von fehlender Vorausplanung der Wiener Linien und Sparen am falschen Platz.

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Bundesdenkmalamt findet eine Untersuchung von Mauerresten des alten Ostbahnhofes in der Canettistraße nicht erforderlich

Bei den Bauarbeiten für die Verlegung der Schienen für die Linie D in der Canettistraße kamen knapp unter der Oberfläche Baureste des alten Ostbahnhofs zum Vorschein.

Die beiden Fotos wurden dem Bundesdenkmalamt übermittelt und Grabungen angeregt, um die Mauerreste zu dokumentieren. Leider lehnt das Bundesdenkmal eine Dokumentation mit der Begründung ab, das der ehemalige Ostbahnhof schon sehr gut dokumentiert sei. 2010 hat man auf dem Areal des Ersten Campus die Baggerarbeiten unterbrochen und die alten Reste noch genau untersucht.

Es drängt sich hier der Verdacht auf, dass man Grabungen ablehnt um den Baufortschritt nicht zu gefährden. Schade, dass man der Dokumentation und Aufarbeitung der „jüngeren“ Geschichte so wenig Bedeutung beimisst.

Spatenstich für die Verbindungsspange zwischen der Ostbahn und der Flughafenschnellbahn

Am Montag, 7. Mai 2012 fand der Spatenstich für die neue Verbindungsspange, die Klederinger Schleife zwischen der Ostbahn und der Flughafenschnellbahn statt. Diese Schleife ist ein wichtiges Verbindungsstück. Ab Ende 2015 gibt es dadurch eine direkte Verbindung vom neuen Hauptbahnhof zum Flughafen. Für viele Fahrgäste aus ganz Österreich wird eine bequemere, raschere und umweltfreundlichere Anreisemöglichkeit zum Flughafen Wien möglich.

Die von den Grünen immer wieder geforderte direkte Verbindung zwischen Flughafen und dem neuen Hauptbahnhof wird in naher Zukunft Realität. Wünschenswert wäre eine in gleichzeitige Inbetriebnahme mit dem Hauptbahnhof Ende 2014 gewesen. Aber besser die Klederinger Schleife kommt später als gar nicht.

 

 

 

Die Bauarbeiten für die Verlängerung der Linie D Richtung 10. Bezirk haben begonnen.

In der Arsenalstraße haben die Bauarbeiten für den Gleiskörper für die Linie D begonnen. Sie wird bis zur Schweizergartenstraße geführt und biegt dort rechts ab und fährt unter dem neuen Hauptbahnhof durch und wird nach dem Hauptbahnhof eine provisorische Endschleife haben.

Am 9. Dezember 2012 wird der Hauptbahnhof teilweise eröffnet. Dann wird für die PendlerInnen der Ostbahn das Umsteigen zur Linie D einfacher und bequemer, da die Wege wesentlich kürzer sind. Der provisorische Südbahnhof (Ost) wird dann abgerissen und einem Wohnbau weichen.