Hauptbahnhof – In ökologischer Hinsicht eine vertane Chance!

Der Hauptbahnhof als den umweltfreundlichsten Bahnhof Europas (der Welt!) zu planen, dass wäre ein Imagegewinn für die ÖBB und vor allem ein Gewinn für die Umwelt. Leider ist das rasche Geld für die ÖBB wichtiger, als nachhaltige Investitionen, die sich bei heutigen Energiepreisen erst in 20 oder 25 Jahren rechnen.

Mit einem energieautarken Bahnhof durch den Einsatz von Photovoltaik und die Nutzung von Erdwärme, mit einem umfassenden Regenwassermanagement, dass das Regenwasser unter anderem als Brauchwasser nutzt, könnte die ÖBB neue Maßstäbe beim Bau eines Bahnhofes setzen. Leider ist weder Photovoltaik noch Regenwassermanagement vorgesehen, und die Nutzung der Erdwärme ist nur in geringem Ausmaß geplant. Weil zukunftsorientierte nachhaltige Planung beim neuen Hauptbahnhof Wien fehlen, ist er weit davon entfernt, ein umweltfreundlicher Bahnhof zu werden.

Es ist auch eine vertane Chance, durch den Einsatz von Photovoltaik und durch Nutzung der Erdwärme die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren.

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Moderne Leuchten am Hauptbahnhof oder die Ideenlosigkeit der Stadt?

Dass alle die neuen Lampen für die Wiener Kärntner Straße von ‚eher unpassend‘ bis ‚extrem hässlich‘ finden, ist inzwischen allen bekannt! Was wundert ist aber, der Vorschlag der Wiener Bezirksvorsteherin der Inneren-Stadt Frau Stenzel, die Lampen in den neuen Hauptbahnhof abzuschieben. Genauso wie die Zustimmung ihrer Parteikollegin die Bezirksvorsteherin von Wieden Frau Reichard. Mag sein, dass sie dort passen könnten. Was ist das aber für ein Umgang und eine Einstellung gegenüber dem öffentlichen Raum, der dort neu entstehen soll? Macht sich dann seitens der Bezirksvertretung von Wieden keineR Gedanken über die Qualität und den Charakter des öffentlichen Raums? Anderseits kein wunder, die Frau Reichard wünscht sich ja sogar schon Gondeln für den Hauptbahnhof!

Update: Infos unter:

http://wieden.gruene.at/gruenfreiraum/artikel/lesen/37471/

ÖBB – 4. Bezirksforum am 10.11.2008 auf der Wieden

Das Bezirksforum wird von der ÖBB veranstaltet und dient dazu, wichtige MultiplikatorInnen des Bezirks über den aktuellen Stand des Projektes „Hauptbahnhof“ zu Informieren.

Zu den einzelnen Teilprojekten gab es folgende Informationen:

Gleisbau:

Die Radgarage wird auf Grund von Einwendungen nur eingeschossig ausgeführt. Es sind 1.164 Stellplätze vorgesehen.

Das neue Stellwerk geht Dezember 2009 in Betrieb.

Ostbahnhof kurz: Es wurde ein Plan vom provisorischen Vorplatz gezeigt.

Für die gesamte Bauzeit sind provisorische Auf- und Abgänge (Stiegen und Aufzüge) im Schweizer Garten (Ecke Arsenalstraße/Gürtel) geplant.

Städtebau:

In der Höhen der Hochhäuser gibt es eine Entwicklung nach unten wegen den Bestimmungen des Weltkulturerbes zu entsprechen.

Abbruch der Postgebäude ist schon im Laufen. 75 % des Abbruchmaterials wird vor Ort verwendet, 20 % ist wiederverwertbares Material. 5 % wird auf Deponie gebracht. Abtransport erfolgt durch den Posttunnel.

Die ÖBB wird in das Hochhaus südlich des Bahnhofes einziehen (Block B.01. Für das Hochhaus nördlich sucht man einen Partner.

C.01 – C.03 wurden an Wohnfonds Wien vergeben.

Straßenbau:

Sonnwendgasse wird tiefergelegt. FußgängerInnenströme werden umgeleitet.

Publikumsfragen:

APM: es laufen Gespräche, im Frühjahr steht fest, ob dieses Thema weiter verfolgt wird.

Immobilienkrise: Es gibt Auswirkungen. Ein paar Anbieter sind ausgefallen, aber es gibt genügend Nachfrage.

Fahrgastbeirat: Für die Bauphase wird diese Anregung der Grünen weiterverfolgt. Für die Betriebsphase ist eine andere Gesellschaft zuständig, nicht die Infra-Struktur. Wird weitergeleitet.

Förderbänder: Sind ebenfalls angedacht.

Schalldämmung in Straßentunnel: Die Antwort ist wage. Wird in der Unterwerfung angeordnet.

Die Glaubwürdigkeit der ÖBB ist erschüttert, da beim Westbahnhof trotz Versicherung, dass einige Bäume stehen bleiben, alle Bäume umgeschnitten wurde. Nochmalige Versicherung, dass möglichst schonend umgegangen wird.

Bäume im Schweizergarten: Die Detailplanung noch nicht abgeschlossen. Auch hier wurde ein möglichst schonender Umgang mit den Bäumen versprochen.

Parkgarage: Der Betreiber berichtet, dass es Gespräche mit anderen Garagen im 4. Bezirk gibt. So wie es aussieht, werden alle Dauerparker der Parkgarage im Bezirk unterkommen.

Höhendifferenz: Die Oberkante der neuen Treppe der S-Bahn bei Argentinierstraße liegt ca. 50 cm über Gelände. Wird überprüft werden. Durch die Baustelle kann es sich um optische Täuschung handeln.

S-Station Südbahnhof: Es gibt zur Zeit keine Pläne, sie auch nach Fertigstellung zu schließen.