ÖBB erhält den Umweltpreis der Stadt Wien 2014

Mit dem Umweltpreis der Stadt Wien 2014 wurden vier Projekte ausgezeichnet. Unter anderem erhielt die ÖBB den Umweltpreis für den neuen Hauptbahnhof, der zum Teil auf und mit altem Baumaterial errichtet und mit neuester Umwelttechnik ausgestattete wurde. Der neue Wiener Hauptbahnhof der ÖBB Holding AG punktet bei der Jury in Sachen Energieeffizienz und nachhaltiger Baustellenabwicklung. Ein Großteil des Baumaterials, das durch den Abriss des vormaligen Südbahnhofs anfiel, wurde direkt vor Ort wiederverwendet bzw. zu einem beträchtlichen Teil mit der Bahn abtransportiert. Lkws, die modernen Emissionsnormen entsprechen, und Partikelfiltersysteme – mit Ausnahme der Diesellokomotiven – sind auf der Baustelle vorgeschrieben. Neben Fernwärme und -kälte wird auch die Erdwärme am neuen Standort zum Heizen und Kühlen genutzt – angetrieben von einer eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Bahnhofsdach. Ein beispielgebendes Projekt für die Errichtung und den Umbau von Bahnhöfen, so die Jury.

Im Umweltverträglichkeitsverfahren (2008) forderte die „Bürgerinitiative Bahnhof Wien“ gemeinsam mit den Grünen den Bau von Photovoltaikanlagen. Dies wurde mit der Begründung “ist nicht Teil des eingereichten Projektes“ und „es rechnet sich nicht“ abgelehnt. Sehr spät, als das Rautendach schon im Bau war, entschloss sich die ÖBB doch noch zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den fünf Bahnsteigdächern. Siehe https://schaffnerin.wordpress.com/2012/07/11/hauptbahnhof-wien-ist-der-erste-bahnhof-osterreichs-mit-solardach-zur-energiegewinnung/

Auch wurde gefordert, die Erdwärme vermehrt zu nutzen, da die Möglichkeiten bei weitem nicht ausgenutzt wurden. Auch dies wurde abgelehnt.

Jetzt erhält die ÖBB den Umweltpreis der Stadt Wien. Für die machhaltige Baustellenabwicklung ist der Preis gerechtfertigt, da hier wirklich Vorbildliches geleistet wurde. Für die Energieeffizienz ist der Preis meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

 

 

Wiese beim Westbahnhof

In einem Kommentar zum Artikel „Nutzung der Flächen unter dem Verbindungsgleis als Freizeiteinrichtung für Jugendliche“  wurde ich gefragt, ob ich „die Klo-Wiese beim Westbahnhof nördlich der U6-Station und den Umstand, dass dort im Sommer campiert wird, kenne?“ Ja ich kannte die Wiese und dass dort campiert wurde. Die Fläche wurde letztes Jahr umgebaut und neu gestaltet. Sie präsentiert sich heute so:

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Ob diese Grünfläche weiterhin von Obdachlosen zum Campieren benützt wird, hängt davon ab, ob entsprechende Räumlichkeiten für den Aufenthalt und zum Schlafen im Bereich Westbahnhof zur Verfügung gestellt werden. Wenn nicht, werden sie sich einen Platz suchen und vielleicht landen sie wieder hier.

Live street-art performance am Wiener Hauptbahnhof

Seit Montag dieser Woche arbeiten die beiden südamerikanische Streetart-Künstler „The Stencil Network“ und „stinkfish“ im Hauptbahnhof. Für ihre farbgewaltige Kunst stehen ihnen 170 m² Rigipswände, die den schon im Betrieb befindliche Teil des Bahnhofes von der Baustelle trennen, zur Verfügung.

Man kann den Künstlern bei ihrer Arbeit an den großflächigen „Bildern“ zusehen. Allerdings nur mehr bis Samstag, 22. März. Dann sollen ihre  ihrer Arbeit fertig gestellt sein.

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Die fertigen Kunstwerke sind bis zum Herbst vor Ort zu bewundern. Dann werden die Rigipswände entfernt. Korrektur: Laut Auskunft der Galerie Hilger werden die ersten Wände noch in der Woche vom 7. bis 13. April abgebaut, der Rest bis Ende Mai.

Alfred-Adler-Straße erhält überbreite Busspur, die auch die RadfahrerInnen benützen können.

Im Artikel „Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten“  wird berichtet, dass die Alfred-Adler-Straße 4-spurig ausgebaut wird, was auch schon teilwiese geschehen ist. (Siehe  Fotos)

Hinter Absperrung ist die rechte Fahrspur zu sehen. Sie ist betoniert und auf ihr wird der Bus fahren. Die linke Spur für die Autos hat einen Asphaltbelag.

Hinter Absperrung ist die rechte Fahrspur zu sehen. Sie ist betoniert und auf ihr wird der Bus fahren. Die linke Spur für die Autos hat einen Asphaltbelag.

Die betonierte Busspur Richtung Landstraße. Im Hintergrund schwer erkennbar, die Unterführung unter der Bahn.

Die betonierte Busspur Richtung Landstraße. Im Hintergrund schwer erkennbar, die Unterführung unter der Bahn.

Nach neuesten Informationen wird in der Alfred-Adler-Straße in jede Richtung eine überbreite Busspur für den Bus 69A gebaut, die auch von den RadfahrerInnen benützt wird. So bleibt nur eine Spur in jede Richtung für den Individualverkehr zur Verfügung. So ist gewährleistet, dass kein Indivualverkehr, sprich Autos, in die Ghegastraße vom 10. Bezirk her gelangen können und für die BewohnerInnen im Arsenal zusätzliche Belastungen bringen.

Für die RadfahrerInnen wird es eine eigene Geradeausspur in der Alfred-Adler-Straße geben, damit sie in die Ghegastraße gelangen können. Somit gibt es ein zusätzliche Möglichkeit mit dem Rad von Favoriten auf die Landstraße zu gelangen.

Eine Uhr für den Eingang des Hauptbahnhofes

Die Dachgleiche der Haupteingangshalle wurde kürzlich erreicht. Allmählich bekommt der Haupteingang Nord ein Gesicht. Der Vorplatz im Süden des Hauptbahnhofes ist schon seit der Teilinbetriebnahme fertiggestellt.

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In der Front der Eingangshalle wurde eine Bahnhofsuhr installiert. Sehr zu meiner Freude. Ich liebe Uhren im öffentlichen Raum.
Am Innenausbau des Bahnhofes wird fleißig gearbeitet, um die Eröffnung der BahnhofsCity im Herbst 2014 sicher zu stellen. Rund 100 Geschäfte und Gastrobetriebe werden dann den Reisenden zur Verfügung stehen.