Verbindungsgleis von Hauptbahnhof zur Schnellbahntrasse

Letzte Woche war ich unterwegs um Fotos von der Überwerfung zu schießen und sah neben der Schnellbahntrasse ein neu verlegtes Gleis. Bekommt das Autohaus am Gürtel einen eigenen Gleisanschluss? Das war mein erster Gedanke. Das konnte ich mir nicht gut vorstellen. Wozu dann dieses rätselhafte Gleisstück?

Ich ging weiter in Richtung Südtiroler Platz. Der Busbahnhof war teilweise für Bauarbeiten abgesperrt. Innerhalb der Absperrung befindet sich eine Baugrube mit Bohrpfählen. Das könnten Fundamente für eine Stütze werden. In einem Abstand Richtung Südtiroler Platz liegt ein massiver Bewehrungskorb, der ebenfalls für das Fundament einer Stütze dienen könnte. Wofür Stützen am Rand des Busbahnhofes?

Noch näher am Südtiroler Platz steht eine mächtige Betonwand, die wie ein Widerlager für eine Brücke aussieht und sie steht in Verlängerung des Brückentragwerkes über die Laxenburger Straße. Wird hier eine Brücke gebaut und wofür? Für ein Gleis, das in das Gleis beim Autohaus mündet?

Zu Hause wälzte ich Pläne von der Umweltverträglichkeitsprüfung. Ich habe damals viele Fotos gemacht, was sich jetzt manchmal als sehr nützlich erweist. Tatsächlich fand ich Pläne, auf denen ein Verbindungsgleis eingezeichnet ist, dass vom Hauptbahnhof vom Gleis 3 zum Gleis der Schnellbahn Richtung Matzleinsdorfer Platz führt. Das war für mich neu.

Neu verlegtes Gleis neben der Schnellbahntrasse. Quo vadis?

Neu verlegtes Gleis neben der Schnellbahntrasse. Quo vadis?

Für Bauarbeiten ist der Busbahnhof teilweise gesperrt. In diesem Bereich wird das Verbindungsgleis über eine Rampe geführt.

Für Bauarbeiten ist der Busbahnhof teilweise gesperrt. In diesem Bereich wird das Verbindungsgleis über eine Rampe geführt.

Vorarbeiten für ein Stützenfundament

Vorarbeiten für ein Stützenfundament

Massiver Bewehrungskorb, der für ein Stützenfundament dient. Im Hintergrund das Wiederlager für eine Brücke.

Massiver Bewehrungskorb, der für ein Stützenfundament dient. Im Hintergrund das Wiederlager für eine Brücke.

Widerlager für eine Brücke

Widerlager für eine Brücke

Foto des Plans, auf dem das Verbindungsgleis ersichtlich ist. Das Verbindungsgleis liegt oberhalb der Gleise und reicht wie ein Finger nach links (das ist Richtung Matzleinsdorfer Platz). Dazwischen die schmale weiße Fläche ist der Luftraum der Schnellbahngleise, in die weiter links das Verbindungsgleis mündet.

Foto des Plans, auf dem das Verbindungsgleis ersichtlich ist. Das Verbindungsgleis liegt oberhalb der Gleise und reicht wie ein Finger nach links (das ist Richtung Matzleinsdorfer Platz). Dazwischen die schmale weiße Fläche ist der Luftraum der Schnellbahngleise, in die weiter links das Verbindungsgleis mündet.

Montage der Glasfassade beim Erste-Campus hat begonnen

In der letzten Woche wurde mit der Montage der Glasfassade im Erste Campus begonnen.

Während oben noch an weiteren Geschoßen gearbeitet wird, hat man unten schon mit der Montage der Glas-Fassade begonnen. Sowohl am Bauteil entlang des Wiedner Gürtels, als auch entlang der Canettistraße (verlängerte Schweizer-Garten Straße) wurden die ersten Teile der Glasfassade im 3 Obergeschoß montiert.

Bauteil Ecke Gürtel/Karl-Popper-Straße

Bauteil Ecke Gürtel/Karl-Popper-Straße

Bauteil Ecke Gürtel/Arsenalstraße

Bauteil Ecke Gürtel/Arsenalstraße

Front in der Canettistraße (verlängerte Schweizer-Garten-Straße)

Front in der Canettistraße (verlängerte Schweizer-Garten-Straße)

Gefährliche Ampelschaltung

In der Unterführung Karl-Popper-Straße unter dem Hauptbahnhof befindet sich die Haltestelle der Linie D. Der Übergang für die Fußgängerinnen und Fußgänger zwischen den beiden Haltestellen wird durch eine Ampel geregelt. Diese Ampel soll das gefahrlose überqueren der Straßenbahngleise ermöglichen. Sie soll dann auf rot schalten, wenn die Straßenbahn den Übergang quert, sonst gelb blinken.

Zwischen den Haltestellen befindet sich der „geregelte“ Übergang

Zwischen den Haltestellen befindet sich der „geregelte“ Übergang

Tatsächlich schaltet sie sinnloser weise auf rot, wenn weit und breit keine Straßenbahn zu sehen ist. Anderseits schaltet sie manchmal NICHT auf rot wenn die Straßenbahn quert, was die Fußgänerinnen und Fußgänger gefährdet. Es ist kein Schema der Ampelschaltung zu erkennen.

Es wäre so einfach die Ampel so zu regeln, dass sie auf rot umspringt kurz bevor die Straßenbahn los fährt. Zum Schutz der Fußgängerinnen und Fußgänger ist die Funktion der Ampel sofort zu überprüfen und die Ampelschaltung zu ändern.

Wo ist der Südtiroler-Platz?

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Ein Wald von Lüftungsbauwerken nimmt einem die Sicht auf den dahinterliegenden Südtiroler Platz. Besonders hübsch war der Südtiroler Platz ja auch nicht vor dem Umbau. Aber der Wald an Lüftungsbauten trägt sicher nicht zu einer Verbesserung der Platzgestaltung bei. Es gibt kaum ein Fleckerl, wo nicht eines dieser Bauwerke aus dem Boden gewachsen ist.

Wenn Kritik an diesem Wildwuchs an Bauwerken geübt wird, kommt immer die Ausrede, dass die Bauwerke auf Grund von gesetzlichen Bestimmungen (Brandschutz, Lüftungsbedarf) unbedingt erforderlich sind. Es erhebt sich nur die Frage, ob soviele erforderlich sind. Ob man nicht ein paar zusammenfassen hätte können. Es gibt auch in anderen Städten U-Bahnen mit ähnlichen gesetzlichen Bestimmungen. Mir ist aber keine Stadt bekannt, wo es so einen Wildwuchs an Lüftungsbauten gibt.

Wenn man nur ein bischen ein Gefühl für Platzgestaltung hätte, wäre so eine Planung nicht möglich. Es ist ein Skandal, was man hier dem Südtiroler Platz, der Oberflächen-Verbindung zwischen Hauptbahnhof und der Wieden angetan hat.  Eine optische Aufwertung tut dringend Not, ob durch Begrünung, Nutzung als Infowände, etc. (link dazu), auch wenn das nachträglich nur mehr mit einem finanziellen Mehraufwand möglich sein wird.

Bautätigkeiten entlang der Arsenalstraße

Das Niveau der Gleise fällt von der Ghegastraße bis zur Unterführung Gudrunstraße. Daher ist neben der Arsenalstraße bei der Ghegastraße eine hohe Stützmauer erforderlich, die bis zur Unterführung Gudrunstraße auf Null ausläuft. Hinter dieser Stützmauer befindet sich auch die Einfahrt in die Unterwerfung. Sowohl vom Arsenalsteg als auch von der Südbahnhofbrücke wurden jeweils der zweite Brückenbogen montiert.

Im Bereich der Südbahnhofbrücke entstehen auch die Anlagen für den Autoreisezug.

Stand der Bauarbeiten im April 3013

Stand der Bauarbeiten im April 3013

Im Juli war die Stützmauer durchgehen errichtet.

Im Juli war die Stützmauer durchgehen errichtet.

Der zweite Bogen des Arsenalstegs ist auch schon montiert.

Der zweite Bogen des Arsenalstegs ist auch schon montiert.

Im Hintergrund der Rohbau der Gebäude für die Infrastruktur der Anlage „Auto im Reisezug“

Im Hintergrund der Rohbau der Gebäude für die Infrastruktur der Anlage „Auto im Reisezug“

Die Unterführung für die Zufahrt zum Verladegleis für den „Auto im Reisezug“. Stand der Bauarbeiten im April 2013

Die Unterführung für die Zufahrt zum Verladegleis für den „Auto im Reisezug“. Stand der Bauarbeiten im April 2013

Sonnwendgasse erhält auch vier Fahrspuren

Die Sonnwendgasse wird seit einigen Wochen umgebaut. Laut Plänen wird in beiden Richtungen je ein Gehweg, ein Einrichtungsradweg, ein Parkstreifen und zwei Fahrbahnen gebaut. Eine breite Straße, die das „alte“ Favoriten von neuen Sonnwendviertel trennt.

Die Straße wird rechtzeitig zum Einzug der ersten MieterInnen fertig gestellt sein. Im Gegensatz dazu lässt die Erschließung mit dem Öffentlichen Verkehr zu wünschen übrig. Die Verlängerung der Linie D durch das Sonnwendviertel bis zur bis zur Absberggasse lässt noch einige Zeit auf sich warten.

Es ist weiterhin unverständlich, warum auf beiden Seiten eine durchgehende Parkspur errichtet wird. In den Neubauten gibt es für jede Wohnung einen Stellplatz, der aus Wohnbaumittel gefördert wird. Zusätzlich schafft man im öffentlichen Straßenraum Stellplätze, die auch aus Steuergelder finanziert werden. Hier wird der motorisierte Individualverkehr eindeutig bevorzugt.

Eine breite Straßenschneise (vier Fahrspuren) teilt Favoriten in alt und neu!

Eine breite Straßenschneise (vier Fahrspuren) teilt Favoriten in alt und neu!

Die neue Sonnwendgasse ist eine Barriere für FußgängerInnen.

Die neue Sonnwendgasse ist eine Barriere für FußgängerInnen.

Das Sonnwendviertel wird durch vierspurige Straßen, sowohl die Sonnwendgasse als auch die Gudrunstraße werden vierspurig ausgebaut, vom „alten“ Favoriten abgetrennt. Diese beiden Straßen bilden eine Barriere zwischen den beiden Bezirksteilen. Stadtplanerisch wurde überhaupt nichts Verbindendes geplant. Für FußgängerInnen wird die Straße zu einer schwer zu überwindenden Barriere.

Verödung – Schlechtes Beispiel für Stadtplanung

Ein Straße direkt neben dem Salzburger Hauptbahnhof: Ein- und Ausfahrten für eine Tiefgarage,, Warenzulieferungen für ein Warenhaus, Müllcontainer und Abstellplätze. Hier hat man sich keine Überlegung über die Nutzung der Erdgeschoßzone gemacht.

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Ein abschreckendes Beispiel für eine schlechte Stadtplanung und Versagen der Architektur. Diese Straße bietet keine Aufenthaltsqualität und keinerlei Anreiz durch zu gehen und zu verweilen. Sie wird vor allem in den Abend- und Nachtstunden total verödet und eine Problemzone für die Stadt sein und das direkt neben dem Hauptbahnhof. Dies ist reine Verschwendung von der wertvollen Ressource Grund und Boden.

Bleibt zu hoffen, dass rund um den Wiener Hauptbahnhof besser geplant wird und mehr Wert auf eine bessere Gestaltung der Erdgeschoßzonen und der Straßen gelegt wird.