Schleppende Abwicklung des Einbaus von Lärmschutzfenster – EigentümerInnen und Hausverwaltungen zeigen wenig Engagement

Laut Umweltverträglichkeitsprüfung ist die ÖBB verpflichtet bei genau aufgelisteten Wohnhäusern Lärmschutzfenster zu finanzieren. Das Gesetz sieht als Ansprechpartner die EigentümerInnen vor und nicht die MieterInnen, die die leidtragenden sind. Die ÖBB hat 2.950 EigentümerInnen angeschrieben und sie auf die Möglichkeit der Förderung von Lärmschutzfenster hingewiesen. Bis jetzt zeigten nur 180 ihr Interesse und 24 Verträge wurden unterzeichnet.

Besonders lärmgeplagt sind die BewohnerInnen des Arsenals durch die Güterzüge, die über das neue errichtete Verbindungsgleis geführt werden und die auch in der Nacht verkehren. Der Lärm breitet sich ungehindert von den Gleisen bis in die Wohnungen aus. Die Lärmschutzfenster wären jetzt dringend notwendig und nicht erst, wenn der Bahnhof fertiggestellt wurde. Leider erhalten die Mieterinnen und Mieter geringe Unterstützung durch die Hausverwaltungen. Auf der Strecke bleiben die vom Lärm betroffenen MieterInnen.

Für die Zukunft sollte eine Regelung überlegt werden, die die MieterInnen als AnsprechpartnerInnen vorsieht und nicht die EigentümerInnen.