Neuestes von der Südbahnhofbrücke und Arsenalsteg

Südbahnhofbrücke:

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Sie ist eine kombinierte Brücke für den Autoverkehr und für Fußgänger- und Radfahrer_innen. Für die Autos stehen 8,00 m Fahrbahn zuzüglich beidseitig je 1,00 m Seitenstreifen inkl. Randbalken bzw. Stützmauer zur Verfügung. Die Rampenneigung beträgt teilweise 9% und führt zur Franz-Grill-Straße, die den Anschluss an den Gürtel, bzw. die Süd-Ost-Tangente bildet. Es gibt keinen direkten Anschluss an die Arsenalstraße.

Der kombinierte Geh- und Radweg weist eine Breite von 4,85 – 5,00 m auf. Die Anbindung an die Arsenalstraße erfolgt über eine Rampe. Die Wendel weist eine Breite von 6,00 m und eine Steigung von 4% auf. Die Fertigstellung der gesamten Südbahnhofbrücke ist für Ende 2016 geplant.

https://schaffnerin.wordpress.com/2013/04/28/zweiter-bogen-der-sudbahnhofbrucke-wurde-montiert/

 

Arsenalsteg:

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Die Brücke ist eine reine Fußgänger_innen und Radfahrer_innen Brücke. Bedingt durch die Tatsache, dass sich die Brücke 13,50 m über dem Niveau befindet und eine normgerechte Rampe eine Länge von ca. 350 m aufweisen würde, werden auf der Seite des Arsenals anstatt der Wendel zwei Doppelkabinenaufzüge und eine 2,50 m breite Stiegenanlage errichtet. Die Aufzüge öffnen sich unten auf beiden Seiten. Zum Helmut-Zilk-Park hin gibt es eine Rampe mit 4%. Der kombinierte Geh- und Radweg weist eine Breite von mind. 4,50 m auf. Die Fertigstellung des gesamten Arsenalsteges ist für Ende 2018 geplant. https://schaffnerin.wordpress.com/2013/05/08/arsenalsteg/

(Fotos sind ca. 1 Jahr alt, daher nicht gerade die neuesten!)

 

 

 

Wiener Hauptbahnhof: Einkaufszentrum mit Bahnanschluss

In die Jubelmeldungen über den neuen Hauptbahnhof mischen sich auch einige kritische Stimmen. Welche Wertigkeit dem Einkaufszentrum beigemessen wurde zeigt sich daran, dass die offizielle Eröffnung am 10. Oktober eigentlich die Eröffnung des BahnhofsCity Wien Hauptbahnhof war https://schaffnerin.wordpress.com/2014/10/15/das-war-die-eroffnung/ und nicht die der Verkehrsstation. Die fand still und heimlich mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember statt. Ab diesem Zeitpunkt waren alle Bahnsteige in Betrieb. Damit ist das Projekt abgeschlossen.

Städtebaulich erfüllt das Projekt leider nicht alle Möglichkeiten. Gab es früher zwischen Südtiroler Patz und Unterführung Geiselberg Straße keine Verbindung zwischen den Bezirken, so gibt es jetzt 4 Straßenverbindungen und eine für Fußgänger_innen und Radfahrer_innen. https://schaffnerin.wordpress.com/2014/01/16/der-neue-hauptbahnhof-bringt-bessere-durchlassigkeit-des-bahnhofsgelandes/

Trotzdem gibt es noch immer eine starke Trennwirkung durch das Bahngelände.

Eine der Straßenverbindungen, die Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße ist städtebaulich eine negative Glanzleistung. Ein doppelter kahler Straßentunnel und das mitten in der Stadt.

https://schaffnerin.wordpress.com/2013/11/26/unterfuhrung-gertrud-frohlich-sandner-strase/

Wenig Platz gibt es auch auf den viel zu schmalen Bahnsteigen. Es ist sehr zweifelhaft, dass ein hoher Servicelevel für die Reisenden erreicht werden kann. Sobald mehr als zwei voll besetzte Fernreisezüge ankommen, ist mit großem Gedränge und Staus bei den Abgängen zu rechnen. Weitere Probleme, die durch die schmalen Bahnsteige verursacht werden, siehe:

https://schaffnerin.wordpress.com/2009/02/16/im-neuen-hauptbahnhof-sind-die-bahnsteige-viel-zu-schmal/

Sollte sich das Verkehrsaufkommen der Bahn vergrößern, was eigentlich das große Ziel, auch der ÖBB sein sollte, dann gibt es keinen Platz für eine Erweiterung des Bahnhofs. Viel zu groß war die Versuchung, aus dem großflächigen Gelände, ein möglichst großes, lukratives Immobilienprojekt zu entwickeln. Die Fläche des Bahnhofes wurde mit fortschreitenden Planungsphasen immer kleiner. Übrig blieb ein Gebäude, das lieblos zu einem Einkaufszentrum mit Haltestellenfunktion gestaltet wurde.

Das vielzitierte Rautendach wirkte vom der Plattform des bahnoramas aus spektakulär. Das bahnorama ist seit 31. Dezember 2014 geschlossen und wird abgebaut. Der Blick von oben bleibt daher den Vögeln vorbehalten. Von den Bahnhofsvorplätzen aus ist das Rautendach kaum sichtbar. Einzig von den Bahnsteigen aus gibt es interessante Eindrücke.

Vertan wurde auch die Chance, den Bahnhof fußläufig an die Stadt anzubinden. Will man in die Innenstadt, so muss den erst vor kurzem umgebauten Südtiroler Platz überqueren. Ein Eldorado für Autos, aber nicht für Fußgänger_innen. Will man in der anderen Richtung zur Fußgänger_innenzone Favoritenstraße ist der fußgänger_innenläufige Anschluss auch nicht viel besser. Zum einem muss man die Sonnwendgasse überwinden und zum anderem versteckt hinter einem ganzen Häuserblock und von ortsunkundige Reisende schwer zu finden.

Siehe auch: Die Nebensache von Bernd Vasari http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/unterwegs/722496_Die-Nebensache.html

Start des Baugruppenverfahrens am Hauptbahnhof war am 12.1.2015!

Seit dem 12. Jänner 2015 läuft die erste Stufe des Baugruppenverfahrens für das Gebiet Leben am Helmut-Zilk-Park im Areal des Wiener Hauptbahnhofs. Über die Website www.hauptbahnhof-wien.at/lahzp sind die Ausschreibungsunterlagen zugänglich. Voraussetzung für den Zugang zu allen Unterlagen ist die Abgabe eines Teilnahmeantrags.
In diesem Verfahren werden 4 Grundstücke speziell für Baugruppen verkauft, und zwar zum Fixpreis im Konzeptwettbewerb. Das heißt, interessierte Gruppen arbeiten jeweils ihr Konzept aus und eine Jury (Quartiersentwicklungsgremium) wählt anhand dieser Konzepte die am besten geeignete Gruppe für jedes Grundstück aus.
Das Verfahren läuft in zwei Stufen bis Frühjahr 2016. Die Abgabefrist für die erste Stufe ist der 29. Mai 2015, Teilnahmeanträge können bis 30. April gestellt werden.
Einige der Gruppen, die  sich bewerben wollen, siehe

https://schaffnerin.wordpress.com/2015/02/07/baugruppe-zehnerhaus-am-hauptbahnhof/

https://schaffnerin.wordpress.com/2015/02/02/baugruppenprojekt-am-hauptbahnhof-sucht-mitbewohnerinnen/

https://schaffnerin.wordpress.com/2015/01/25/baugruppe-compactgardenliving/

 

Neue Wege für die Entwicklung des neuen Stadtviertels „Leben am Helmut-Zilk-Park“

In einem zweistufigen Verfahren werden geeignete Investor_innen für fünf Grundstücke gesucht. Die Auswahl der Käufer_innen erfolgt anhand von genau vorgegebenen Qualitätskriterien. Das Quartiersentwicklungsgremium wählt für jedes zu verkaufende Grundstück maximal drei geeignete Teilnehmer_innen für die zweite Stufe des Verfahrens aus. Darüber hinaus werden für jedes Grundstück Nachrücker_innen bestimmt. Alle ausgewählten Teilnehmer_innen bzw. Nachrücker_innen erhalten am 13.05.2015 die Ausschreibungsunterlagen der zweiten Stufe und können, wenn sie rechtzeitig die Bankgarantie beigebracht haben, an der zweiten Stufe teilnehmen. Anhand der eingereichten Nutzungs- und Architekturkonzepte spricht das Quartierentwicklungsgremium für jedes zu verkaufende Grundstück eine Kaufempfehlung aus.

Ein Jahr später sollen fünf weitere Grundstücke nach demselben Verkaufsverfahren vergeben werden.

 

Ausschreibung siehe http://www.oebb-immobilien.at/de/Projektentwicklung/Hauptbahnhof_Wien/__Datenraum/Ausschreibung_QH_1Phase_1Tranche.pdf

Weitere Informationen: www.hauptbahnhof-wien.at/lahzp

Baugruppe Zehnerhaus am Hauptbahnhof

Wir freuen uns über jedes Interesse. Bitte rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine E-Mail oder kommen Sie gleich zu unserem nächsten Treffen. Sie sind herzlich eingeladen.

Nächster Termin: 16. Februar 2015 – 18:30 Uhr – Baugruppe 10er Haus

Informationen zu unseren nächsten Treffen finden Sie im Internet unter: www.morgen-wohnen.at/kalender.
T 0664 7357 8356
E zehnerhaus@morgen-wohnen.at
I http://www.morgen-wohnen.at/zehnerhaus

Baugruppenprojekt am Hauptbahnhof sucht MitbewohnerInnen!

Gemeinsam mit der Initiativgruppe BIKES AND RAILS möchte wohnbund:consult als Prozessbegleitung ein Baugruppenprojekt auf Schiene bringen. Weitere Kooperationspartner und Mitglieder der Initiative sind Architekt Georg Reinberg und der Verein „United in Cycling“ als gewerblicher Nutzer für ein Rad Café (Werkstatt & Café).
Allgemeines Leitbild der Initiativgruppe ist umweltbewusstes Wohnen & Arbeiten in der Stadt sowie ideologische Vielfalt. Ziel ist es, einen solidarischen Wohn- und Lebensraum für alle Generationen zu schaffen!
Sind Sie interessiert? Dann besuchen Sie unsere Homepage www.wohnbund.at oder senden Sie eine E-Mail an bikesandrails@wohnbund.at.