Ausbau der Schnellbahn

In Wien gibt es ein Eisenbahnnetz, dass zum Großteil ungenützt dahin schlummert. Durch den Ausbau des Streckennetzes und der Stationen kann gegenüber der U-Bahn ein kostengünstiges Massenverkehrsmittel geschaffen werden. Gestritten wir seit Jahren über die Kostenaufteilung zwischen Bund und der Gemeinde Wien.

Jetzt kommt endlich etwas Bewegung in die Sache. Über die Schnellbahn-Verbindung zwischen Hütteldorf und Aspern (S 80) gab es eine Einigung der Kosten zwischen der Stadt Wien und der ÖBB. Bis 2015 sollen 450 Millionen Euro investiert werden. Davon übernimmt der Bund 380 und die Stadt Wien 70 Millionen Euro.

Die gesamte Strecke wird zweigleisig ausgebaut und so die Möglichkeit für den 15-Minuten-Takt gelegt. Die Station Speising wird erneuert und barrierefrei ausgebaut. Drei neue Stationen werden gebaut: Strazenbergbrücke, Hietzinger Hauptstraße und Aspern-Nord.

Durch diese baulichen Maßnahmen sollen bis zu 15.000 Pendlerinnen und Pendler aus dem Westen Wiens das Umsteigen auf die Bahn schmackhaft gemacht werden.

Erreichbarkeit des Wiener Hauptbahnhofes mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Wien ist mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahn erreichbar. Neben der U1 fahren die Buslinien 13A und 69A, die Straßenbahnlinien 18, D und O zum Bahnhof. Die Straßenbahnlinie D fährt direkt zum Ostausgang des Hauptbahnhofes.

Mit der U1 ist man vom Hauptbahnhof in nur fünf Minuten am Stephansplatz oder in 12 Minuten bei der UNO-City. Im Schnitt fährt tagsüber unter der Woche alle drei bis vier Minuten eine U-Bahn den Hauptbahnhof an.

Weiters ist der Hauptbahnhof mit zwölf Schnellbahn-, Regionalzug- und REX-Verbindungen an ein zweites hochrangiges Verkehrssystem angeschlossen. Die Station liegt direkt neben dem Bahnhof. Mit diesen Verbindungen geht es dank dichter Intervalle binnen weniger Minuten zum Beispiel nach Floridsdorf, Praterstern, Meidling oder Landstraße/Wien Mitte, das am Rande der Innenstadt liegt.

Anlässlich der Eröffnung des Wiener Hauptbahnhofes, eigentlich wurde die BahnhofCity mit Einkaufszentrum eröffnet, wurde wieder die Kritik laut, dass er sehr schlecht an die U1 angebunden ist. Es stimmt, die Entfernung vom Bahnsteig der U1 zu den Bahnsteigen der Bahn ist groß. Aber auf Grund des Bestandes der Gürtelunterführung, (Straße und Straßenbahn) und des Schnellbahnstation war ein näheres Heranführen an die U-Bahn nicht möglich. Der Weg vom U1-Bahnsteig in den Hauptbahnhof entspricht etwa jener Entfernung, die von den U-Bahn-Linien U3 und U6 am Westbahnhof in das Bahnhofsareal zurückzulegen sind.

Fehlende Radständer beim Abgang zur Schnellbahn bei der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße

Beim Abgang zur Schnellbahn hängen Räder am Absperrgeländer. Es gibt erfreulicherweise einige RadfahrerInnen, die für ihren Weg zur Schnellbahn das Rad benützen, aber dann in der Nähe des Abganges keine Möglichkeit finden, ihr Rad abzustellen und es in Ermangelung eines Radständers an das Geländer anhängen.

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Der Radweg führt hier direkt vorbei und der Standort ist ideal für RadfahrerInnen, die mit der Schnellbahn weiter fahren wollen. In der Nähe des Abgangs sollten Radständer montiert werden. Der Platz zwischen den beiden Baumscheiben ist nahezu ideal dafür.

Einen entsprechenden Antrag werden die Grünen im 10. Bezirk in der Bezirksvertretung stellen und ich hoffe, ich kann in Kürze über die Montage neuer Radständer berichten.

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50 Jahre Schnellbahn in Wien

Einige Wiener Bezirksmuseen entlang der Schnellbahnstrecke haben sich zusammengeschlossen und zeigen eine Ausstellung über die Entstehung und Entwicklung der Wiener Schnellbahn, sowie der einzelnen Stationen in den letzten 50 Jahren ihres Bestehens. Dabei zeigt jedes Museum seinen Streckenabschnitt im Bezirk und teilweise noch zusätzlich ein spezielles Thema aus dem Eisenbahnbetrieb.

Näheres siehe www.bezirksmuseum.at