Westbahn baut ihre Flotte aus

Die Westbahn investiert 130 Millionen Euro und kauft zehn neue Garnituren von der Schweizer Firma Stadler. Mit diesem Fuhrpark von insgesamt 17 Garnituren wird die Westbahn ab dem Fahrplanwechsel im Dezember halbstündlich zwischen Wien und Salzburg unterwegs sein. Zusätzlich wird dann neben dem Westbahnhof auch der Hauptbahnhof angefahren.

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Regionalbahnhof Westbahnhof

Seit Sonntag, 13. Dezember fahren alle internationalen Reisezüge der ÖBB über Meidling zum Hauptbahnhof, dann wäre der Westbahnhof nur mehr ein Regionalbahnhof. Wäre da nicht die WESTbahn. Ihre Züge fahren weiterhin den Westbahnhof an, bis zu 19 Abfahrten oder Ankünften pro Tag.
Ursprünglich plante die ÖBB nur einen Teil der internationalen Zügen zum Hauptbahnhof zu führen, die alle keinen Halt in Meidling haben sollten. Dann änderte sie ihre Strategie: Meidling wurde zum Vorbahnhof und alle Internationalen Züge fahren zum Hauptbahnhof mit Halt in Meidling. Zum Westbahnhof werden von der ÖBB nur mehr Regionalzüge geführt.
Erst vor wenigen Jahren wurde unter dem Westbahnhof eine zusätzliche Ebene für Geschäfte mit einem sehr hohen technischen Aufwand und hohen Kosten eingebaut.
Obwohl die ÖBB wissen mussten, das mit Fertigstellung des Hauptbahnhofes ein Großteil der Reisenden in Meidling, bzw. am Hauptbahnhof ankommen oder abreisen, investierten sie noch sehr viel Geld in ein großes Einkaufszentrum am Westbahnhof.
Die WESTbahn hat sich entschlossen, ihre Züge weiterhin zum Westbahnhof zu führen. Ob dadurch genügend Käufer_innen in das Einkaufszentrum kommen werden, bleibt zu hoffen.

 

Massive Kritik der ÖBB PendlerInnen an den neuen Fahrplänen

Trotz Eröffnung des Wiener Tunnels und der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofes gibt es laut AK massive Kritik an den, seit Dezember 2013 gültigen Fahrplänen der ÖBB.

Positive Auswirkungen hatte die Eröffnung des Wiener Tunnels. Die Fahrzeit aus St. Pölten nach Wien hat sich um 15 Minuten verkürzt. Ebenso brachte die teilweise Inbetriebnahme des Hauptbahnhofes viele neue Umsteigmöglichkeiten zu den Wiener Linien und so Verbesserung für die Fahrgäste.

Trotzdem gibt es viele Beschwerden. So klagen PendlerInnen aus Richtung Marchegg über die Ausdünnung des Fahrplanes auf der Marchegger Ostbahn. Am Nachmittag und Abend gibt es zu wenige Züge.

Auch vermissen die PendlerInnen auf der Westbahnstrecke ein vermehrtes Angebot. Dies wird aber erst im Dezember 2014 möglich sein, wenn die internationalen Züge den Hauptbahnhof anfahren. Zur Zeit gibt es einen Engpass in Hütteldorf, da die internationalen Züge noch durch den Bahnhof Hütteldorf zum Westbahnhof fahren müssen, ebenso wie die S-Bahnen aus Richtung Rekawinkel.

Klagen gibt es auch sehr oft über zu wenig Platz in den Zügen. Oft herrscht Gedränge und Platzmangel. Hier soll durch 100 neue Nahverkehrszüge, die der Bund bestellt hat, Abhilfe geschaffen werden. Aber auch hier kommen Schwierigkeiten auf die ÖBB zu. Bei den Desiro-Zügen, die nach Belgien geliefert wurden, meldeten die Belgischen Staatsbahnen 1.500 Mängel. So könnte es bei der Auslieferung der Desiro-Züge an die ÖBB zu Verzögerungen kommen und die Fahrgäste müssen weiter auf ein vermehrtes Platzangebot warten.

Ungemach auf der neuen Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten

Die neue Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten ist mit dem neuen European Train ControlSystem (ETCS) ausgestattet. Nur Züge, die dieses Software-System installiert haben, dürfen die Strecke benützen. Die ICE-Züge der Deutschen Bahn sind es (noch) nicht und die müssen die alte Westbahnstrecke benützen. Dies bringt nicht nur Verspätungen für diese Züge, sondern auch den Fahrplan gewaltig durcheinander. Da der Termin der Eröffnung der neuen Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten schon sehr lange bekannt ist, stellt sich die Frage, warum die Deutsche Bahn es nicht rechtzeitig geschafft hat, die ICE-Züge umzustellen. Bis Jahresende soll dieses Problem gelöst werden.

Einige Züge der Firma „westbahn“ hatten Schwierigkeiten mit den Türen. Durch die Druckwelle, die bei sich begegnenden Zügen im Tunnel entsteht, wurden zwei Türen aus der unteren Verankerung gerissen, obwohl die Züge für solche Zugbegegnungen zertifiziert sind. Die Züge der „westbahn“ wurden mit neuen Schließvorrichtungen ausgerüstet.