Bescheide für UVP Städte- und Straßenbau liegen bis 20. November öffentlich auf!

Zur Info, die beiden Bescheide zur Genehmigung für das Straßenbau- und Städtebauvorhaben liegen vom 25.9.08 bis 20.11.08 zur Einsichtnahme auf und zwar in der Magistratsabteilung 22 (wien 20, Dresdner Straße, 45)!

Infos hier (edikt_uvp-stadtebau)

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Umweltverträglich!

Die Wiener Landesregierung hat heute die Genehmigung für das Städtebauvorhaben und das Straßenprojekt Hauptbahnhof erteilt. Unsere Meinung und Kritik in der folgende Presseaussendung:

Grüne Wien zu Hauptbahnhof: Bürgerbeteiligung droht zur Farce zu werden

Utl.: BürgerInnen-Einwendungen blieben unberücksichtigt –
Drüberfahren durch die Landesregierung

Wien (OTS) – Als „unverständliches Drüberfahren“ wertet der
Umweltsprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch, den heutigen
Beschluss des Projekts „Hauptbahnhof Wien“ durch die Wiener
Landesregierung, ohne dass Einwendungen von BürgerInnen
berücksichtigt oder diese vom Ergebnis vorab informiert worden
sind.
„Die ÖBB hat bisher mit den BIs und den AnrainerInnen sehr gut
zusammengearbeitet. Es ist daher völlig unverständlich, warum
die Betroffenen das Ergebnis via Beschluss der Wiener
Landesregierung erfahren. Warum ihre Einwendungen unberücksichtigt
blieben,erfahren sie auf diese Weise im Nachhinein. Offensichtlich
ist es mit der versprochenen BürgerInnenbeteiligung nicht allzu
weit her“,so Maresch.

Auch dem Wiener Arbeitsinspektorat ist es nicht anders ergangen.
Einrichtungen für einen Notarzt auf der Riesenbaustelle wurden
abgelehnt, genauso wie ein Sicherungszaun für die Arbeiter
gegenüber den Gleisanlagen. „Dass auch schadstoffarme Baumaschinen
von der Behörde und damit von der Stadt abgelehnt werden, ist völlig
unverständlich, da die Umweltstadträtin Maßnahmenpakete zur Reduktion
von Dieselruss und PM10 erlassen hat“, so Maresch. „Bei der Umsetzung
ist das alles offenbar wieder vergessen, Hauptsache die Baufirmen
dürfen ihre Uralt-Feinstaubschleudern weiter verwenden. Der
Gesundheitsschutz für die Bauarbeiter und natürlich auch für die
WienerInnen bleibt auf der Strecke“.

Eine besonders unrühmliche Rolle in Sachen Bürgerbeteiligung an
der Planung des neuen Hauptbahnhofs spielt die ÖVP. Sie versuchte mit
einer ÖVP-Bürgerinitiative zu reüssieren, was aber nicht gelang. Die
ÖVP Wien war nicht in der Lage, die 200 Unterschriften für eine
Bürgerinitiative mit Parteienstellung beizubringen. „Damit zeigt die
ÖVP Wien einmal mehr, dass ihr vielmehr um Ankündigungen geht und
nicht um echte BürgerInnenbeteiligung“, so Maresch.

Hauptbahnhof-Kunden brauchen keinen Cable-Liner, sondern effiziente Öffis

OTS heute als Replik auf die wiederholte Forderung seitens der VP-Bezirkschefin von Wieden nach der Errichtung eines Cable-Liner am Hauptbahnhof. Mehr darüber lesen hier und hier

Wien (OTS) – Als teuren Wahlkampfschmäh bezeichnet Grün-Gemeinderätin Ingrid Puller die Forderung von VP-Bezirkschefin Susanne Reichard nach einem Cable-Liner zum Hauptbahnhof. „Die Wiener Linien sind ohnehin überfordert mit den drei bestehenden Betriebssystemen Straßenbahn, Bus und U-Bahn, ausgedehnte Intervalle und unzureichende Wartungsarbeiten sind Alltag bei den Wiener Linien. Ein weiteres kostenaufwändiges Verkehrsmittel mit neuem Betriebssystem würde zu Lasten der bestehenden Verkehrsmittel gehen“, so Puller. Sinnvoll wäre es hingegen, die bestehenden Verbindungen Straßenbahn und Bus zu verstärken und damit einen attraktiven Anschluss an den zukünftigen Hauptbahnhof bzw. den neuen Stadtteil zu schaffen. Hier ist es die Aufgabe der Stadt Wien, Mittel zur Verfügung zu stellen, um das bestehende Netz zu verbessern. Puller schlägt eine praktischere und weitaus kostengünstigere Verbindung vom Hauptbahnhof zu der U Bahn Station vor: Beförderungsbänder (Runway Escalators), ähnlich jenen, die auf Flughäfen eingesetzt werden.

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Wiens morbide Liebe für Geisterstädte….

…..so der Titel eines interessanten Kommentars in der heutigen Presse (hier lesen) über die neuen Stadtteile in Wien: Aspern, Donau City und eben der neue Stadtteil um den Hauptbahnhof. In so einem neuen Stadtteil, wo künftig 13,000 Menschen wohnen und weitere 20,000 arbeiten werden, spielen soziale Interaktionen und Prozesse selbstverständlich eine wesentliche Rolle, ob ein Stadtteil funktioniert oder zu einer Geisterstadt mutieren wird. Deshalb sollten diese sozialen Aspekten bei der Planungen mehr Platz finden und da reichen die klassischen Planungsmethoden, in denen Volumen festgelegt und Straßenprofile definiert werden, nicht.

Viel Dialog, interaktive Planungsprozesse und Teilhabe in der Planung helfen soziale Prozesse zu verstehen, identitätsstiftente Merkmale zu erkennen und somit Stadtteile als lebendige Räume zu gestalten…..

Jetzt wird es lustig

Die Firma Doppelmayr dreht an allen Hebeln, damit Wien endlich einen Automated People Mover bekommt. Die Millionen sollen fließen und ob wir diese Disneygondeln brauchen oder nicht ist völlig egal.

Die ÖVP will vor  lauter PR Gier für diese Seilbahn gar den Gürtel lahmlegen. Die Millionen für so eine Gondelbahn sind aber besser in der Ausstattung des Bahnhofs angelegt. Der Bahnhof ist nämlich auf jeden Fall zu eng, die Immobilienkaiser haben sich ja leider durchgesetzt. Da hat wohl die ehemalige schwarzblau/orange und dann die rotschwarze Regierung dem Herrn Huber samt Gattin zu sehr vertraut.

Also liebe ÖVP lassen sie sich nicht aufhalten, wenn sie die Werbetrommel für die Firma Doppelmayr rühren wollen. Besser ist es aber sich dafür einzusetzen, dass der verursachte Autoverkehr geringer wird und der Bahnhof so ausgestattet wird, dass er auch noch in 30 Jahren nicht an der Kapazitätsgrenze ist.

Rüdiger Maresch

‚Gondeln am Grütel…‘

Eine fast unauffällige Meldung in der News Ausgabe von 28.8.08….

PDF Version: news_apm_aug08

….sehr eigenartig, dass die Bezirksvorsteherin von Wieden die Errichtung eines Cable-Liners bzw. eines APM (Automated People Mover) fordert!

Es werden Machbarkeitsstudien erstellt, potenzielle Geschäfte in Verträgen festgehalten, während der öffentliche Meinung völlig ausgeschlossen bleibt !