Umweltvorzeigeprojekt ist der neue Hauptbahnhof keines

Der neue Hauptbahnhof ist eines der wichtigsten Projekte der Stadt Wien. Seit Jahrzehnten ist von einer Bündelung des Schienenverkehrs in einem zentralen Bahnhof die Rede. Der neue Hauptbahnhof soll ein Jahrhundertentwurf werden, so wünschen es sich zumindest die Bundesregierung, die Stadt Wien und die ÖBB. Im November 2008 soll der UVP-Bescheid (Umweltverträglichkeitsprüfung) erlassen werden.

Das Ende des Erdölzeitalters bringt mehr Bahnreisende

Der Bahnhof ist eine Zukunftsinvestition und wenn die Erdölpreise weiterhin so rasant steigen, werden mehr Menschen die Bahn benützen als bisher. Erdöl wird knapper und teurer, die Bahn wird damit wieder attraktiver. Wir müssen das Reisen, aber vor allem die Bahnhöfe so attraktiv wie nur möglich gestalten. Es braucht Platz, die Menschen müssen sich bewegen können, statt eingepfercht sich zu drängen. Leider ist der Bahnhof aber zu eng geplant. In dem Teil der UVP Unterlagen, die die Bahnsteige, die Stiegen und Rolltreppen aber auch die Verteilerhalle betreffen, wird der ganze Bahnhof als zu eng, die Stiegen bei Stoßzeiten als zu überfüllt bezeichnet. Die Verteilerhalle erinnert an die am Schwedenplatz zur Hauptverkehrszeit. Schuld daran trägt die Immobilienentwicklung am Bahnhof. Man könnte auch sagen die Immobilieninteressen der Bahn haben gegen die Passagiere die Oberhand gewonnen. Das deutet des ÖBB eigene Papier an. Das ganze ist keineswegs geheim, es ist ein Teil der Öffentlichen Auflage.

Die Stadt muss lenken,

und darf nicht alle Entscheidungen den Investoren überlassen, um für eine  nachhaltige und  sozial verträgliche Entwicklung  zu sorgen!

Hinweis auf einen interessanten Artikel im Standard vom Wojciech Czaja

aus dem Artikel:

„Die Wiener Waterfront ist bisher alles andere als sozial. Viele Stadtentwicklungsprojekte unterliegen mehr dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit denn dem Interesse der Allgemeinheit“

Grüne Wieden sprechen sich für Bezirksgrenze entlang des neuen Hauptbahnhofs aus

unsere Presse Aussendung heute:

Utl.: BürgerInnenbeteiligung bei Gebiet bis zum Bahnhof wichtig =

Wien (OTS) – Es ist eine vernünftige Lösung, wie bisher den Grenzverlauf zwischen Wieden und Favoriten entlang des Gebäudes des zukünftigen Bahnhofs zu ziehen“, betont die Sprecherin der Grünen Wieden, Barbara Neuroth. „Es geht uns im 4.Bezirk um Mitsprache bei diesem großen Verkehrs- und Stadtentwicklungsprojekt, von dem wir auf der Wieden sehr stark betroffen
sein werden.“

Die Grünen Wieden sehen darin auch die Möglichkeit soziale Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, einen Sozialstützpunkt und Freizeiteinrichtungen und konsumfreie Aufenthaltszonen zu errichten. „Wir setzen uns in jedem Fall für eine vernünftige Nutzungsmischung ein. Die Bahnhof-City darf nicht zu einer reinen Schlaf- oder Bürostadt mutieren, wie das schon bei der Donau-Platte passiert ist, so Neuroth.

Im 4. Bezirk existiert ein einstimmigen Beschluss aller Fraktionen der Bezirksvertretung das Areal entlang des Gürtel und der Arsenalstraße und den Gleisen des Hauptbahnhofs der Wieden zuzuschlagen und mit dem Nachbarbezirk Favoriten darüber Verhandlungen zu führen.

„Die SP Favoriten hingegen will mit der neuen Grenzziehung in Gürtelmitte ihren Einflussbereich ausdehnen und den einwohnerInnenstärksten Bezirk Wiens noch weiter vergrößern. Die Verhandlungen werden zeigen, ob die SP Wien ihre Genossinnen und Genossen in Favoriten dabei unterstützt, oder eine politisch vernünftige Lösung zugunsten eines kleinen Bezirks zulässt“, schließt Neuroth.

Parteienrecht für BürgerInneninitiative

heute aus ‚Heute‘

Parteienrecht für Bahnhofs-Nachbarn

Fix: Anrainer der Landstraße, Wieden und Favoriten reden bei der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Hauptbahnhof mit. Die Bürgerinitiative bekam Parteienrecht.

und ganz im Sinne einer ‚qualitativen‘ Berichterstattung steht es nicht, um welchen BürgerInneninitiative es sich handelt! Wie auch immer, auf der Seite von der BI „Verein Initiative Arsenal gibt es diesbezüglich eine Meldung!

Sie können sich bei den nächsten UVP Verfahren anschließen, in dem Sie zum Städtebauvorhaben hier (Unterschriftsliste_städtebauvorhaben) unterschreiben, und zur Straßenbau hier (Unterschriftsliste_strassenbau)

viel mehr infos folgen!

UVP – öffentliche Auflage schon gestartet

Eine Voraussetzung für die Umsetzung des Stadtentwicklungsprojektes Hauptbahnhof ist die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) – für den ‚Straßenbau‘, Städtebauvorhaben‘ und ‚Gleisbau‘ – um die Auswirkungen auf die Menschen und die Umwelt zu bewerten und unerwünschte Folgen auszuschließen.

Seit 9 Mai 08 liegen die Unterlagen zur öffentlichen Einsicht auf. Während dieser Auflagefrist kann jedermann/jederfrau eine persönliche Stellungnahme abgeben oder sich einer unabhängigen Bürgerinitiative anschließen.

Zitiert aus der Kundmachung der MA 22

– Zeit und Ort der möglichen Einsichtnahme

Der Genehmigungsantrag und die Projektsunterlagen inklusive der Umweltverträglichkeitserklärung liegen sechs Wochen lang (ab dem 9. Mai 2008 bis einschließlich 20. Juni 2008 ) beim Amt der Wiener Landesregierung, Magistratsabteilung 22 – Wiener Umweltschutzabteilung, Wien 20, Dresdner Straße 45, UVP-Koordination, 3. Stock, Zimmer 3.24, Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15 Uhr; Donnerstag zusätzlich von 13.30 bis 17 Uhr zur öffentlichen Einsichtnahme auf.

– Hinweise

Zum Vorhaben und zur Umweltverträglichkeitserklärung kann jedermann ab dem 9. Mai 2008 bis einschließlich 20. Juni 2008 eine schriftliche Stellungnahme an die Wiener Landesregierung, p.A. Amt der Wiener Landesregierung, Magistratsabteilung 22 – Wiener Umweltschutzabteilung, Wien 20, Dresdner Straße 45, abgeben. Innerhalb derselben Frist können die Parteien des Verfahrens bei der Wiener Landesregierung, p.A. Amt der Wiener Landesregierung, Magistratsabteilung 22 – Wiener Umweltschutzabteilung, Wien 20, Dresdner Straße 45, schriftlich Einwendungen erheben.

Was ist aber eine UVP?

wir werden hier immer wieder Infos und Meinungen zu diesem Thema bringen. Inzwischen finden Sie eine Antwort auf dieser Frage hier und hier


Lärmschutzwände auch zwischen den Gleisen – Geplanter Lärmschutz völlig unzureichend

Entlang der Gleisanlagen des Hauptbahnhofes sind auf beiden Seiten Lärmschutzwände geplant, maximal zwei Meter hoch. Aber zwischen den Gleisen sind bei dieser mehrgleisigen Anlage keine Lärmschutzwände vorgesehen. Dies hat zur Folge, dass der Schall von den in der Mitte liegenden Gleisen, fast ungeschützt über die niedrigen Lärmschutzwände hinweg in die Wohngebiete ausstrahlen kann. Daher sind auch zwischen den Gleisen Lärmschutzwände erforderlich.

Das es anders geht, zeigt der Ausbau der Westbahn bei der Einfahrt nach St. Pölten (siehe Foto) Lärmschutzwand zwischen den Gleisenund zwischen Melk und Amstetten. Dort gibt es bei der viergleisigen Strecke auch eine Lärmschutzwand in der Mitte, um die Bevölkerung besser vor dem Lärm zu schützen.

Die GRÜNEN fordern einen besseren Schutz der Bevölkerung vor dem Lärm der Bahn durch die Anordnung von Lärmschutzwänden auch zwischen den Gleisen im Bereich des Zentralbahnhofes zwischen Meidling und Simmering.

Veranstaltung: NEUER STADTTEIL HAUPTBAHNHOF Was, wie, wann und warum?

Die Veranstaltung am 8.5 war interessant und vor allem informativ. Durch die Diskussion ist klar geworden, wie passiv die Stadt Wien bei der Entwicklung des Projektes agiert. Kein Leitbild und keine Vorstellungen, wie dieser neuer Stadtteil ausschauen und funktionieren soll. Keine BürgerInnenbeteiligungsprozesse durch die Stadt Wien. (die ÖBB bemüht sich, die BürgerInnen ausreichend zu informieren !). Kein politischer Mut InvestorInnen Maßnahmen vorzuschreiben, die sinnvolle und qualitative Stadtentwicklung garantieren können!

Fotos: