Nach Änderung der Linienführung des 13A soll die Haltestelle Mommsengasse ersatzlos gestrichen werden

Am 9. Dezember 2012 geht der Hauptbahnhof teilweise in Betrieb. Ab diesem Zeitpunkt planen die Wiener Linien eine neue Streckenführung der Linie 13A. Sie fährt nicht mehr bis zur Arsenalstraße, sondern biegt schon vom Gürtel in die Mommsengasse ab. Am Gürtel wird es eine Haltestelle geben, die neben den Gleisen der Linie 18 und Linie O liegt.

Rechts von den Straßenbahngleisen liegt die Haltestellenbucht

Von hier biegt der Bus über die Gleise der Straßenbahn und dem Gürtel in die Mommsengasse und biegt dort links in die Weyringerstraße ein. Die nächste Haltestelle ist bei der Argentinierstraße. Die jetzt existierende Haltestelle in der Weyringergasse bei der Kreuzung Mommsengasse soll ersatzlos gestrichen werden, das teilten die Wiener Linien im ÖBB-Bezirksforum am 21. Mai mit. Die Wiener Linien wollen die Haltestelle nicht in die Mommsengasse verlegen, da die Haltestelle am Gürtel unbedingt für die Umsteigerelation zum D-Wagen wichtig sei. Die Haltestelle der Linie D liegt in der Arsenalstraße, einen Häuserblock weiter. Außerdem Fahrgäste, die zum D-Wagen wollen, können die Linie O oder den Bus 69A vom Südtiroler Platz benützen. Also ein untaugliches Argument.

Für die BewohnerInnen der oberen Wieden bedeutet dies eine schlechtere Erreichbarkeit der Buslinie, der Anmarschweg wird länger. Entweder muss man zur Haltestelle am Gürtel, doch hier liegt die sehr breite Gürtelfahrbahn dazwischen, die man kaum in einer Grünphase überqueren wird können. Oder man pilgert bis zur Haltestelle bei der Argentinierstraße.

Die Haltestelle auf der Seite des Gürtels vor dem Hauptbahnhof ist kein ausreichender Ersatz für die Wiedner BürgerInnen. Die Wiener Linien sind aufgefordert, ihre Pläne zu überdenken und doch eine Haltestelle in der Mommsengasse für die Bürgerinnen und Bürger der Wieden einzurichten.

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Stationsumbenennungen in Rahmen der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofes

Mit der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofs am 9. Dezember müssen die Fahrgäste umlernen:

  • Die S-Bahn-Station „Südbahnhof“ wird in „Quartier Belvedere“ bzw. die Station  „Südtiroler Platz“ in „Hauptbahnhof Wien“ umbenannt.
  • Die U-Bahn-Station „Südtiroler Platz“ wird in zwei Stufen umbenannt: Im Dezember dieses Jahres erhält sie den Namen „Südtiroler Platz – Hauptbahnhof“. Bei der Vollinbetriebnahme des Hauptbahnhofes im Dezember 2014 wird der Name nochmals geändert. Sie erhält dann die Bezeichnung „Hauptbahnhof“.

Zusätzlicher Verkehr macht die Verbreiterung der Sonnwendgasse erforderlich

Nach Fertigstellung des Hauptbahnhofes wird durch die Sonnwendgasse die Zufahrt zum Busbahnhof erfolgen, der unter dem Tragwerk der ÖBB situiert ist. Dies bedeutet, der Busverkehr erfährt eine enorme Steigerung.

Zusätzlich dient die Sonnwendgasse als Zubringer zum Hauptbahnhof und ins Quartier Belvedere. Dadurch ist eine enorme Steigerung des Individualverkehrs zu erwarten. Dazwischen wird der Bus 69A mehr stauen als fahren, da es nur eine durchgehende Geradeausspur gibt.

Positiv ist anzumerken, dass es auf beiden Seiten Ein-Richtungs-Radwege errichtet werden.

Im Hintergrund die halbseitig gesperrte Sonnwendgasse

Vor kurzen starteten die Bauarbeiten. Für die Baudauer, geplantes Ende ist 30. November, ist die Sonnwendgasse ab Landgutgasse bis zum Südtiroler Platz Einbahn.

Der provisorische Hauptbahnhof ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar

Der Hauptbahnhof geht am 9. Dezember 2012 in Teilbetrieb. Die provisorische Station ist nur von der Südseite, vom 10. Bezirk her erreichbar. Die Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel liegen alle auf der nördlichen Seite des Bahnhofes. Der Weg zum Bahnhof ist ein langer, da der Verbindungsgang zum Hauptbahnhof erst 2014 fertig gestellt wird. Erschwerend kommt dazu, dass der Weg durch eine Baustelle geführt werden muss. Zuerst muss die noch bestehende Brücke abgetragen werden und darauf wird die neue Brücke gebaut. Vertreter der ÖBB meinten im Bezirksforum, dass der Weg nicht weiter ist, als der jetzige von der Schnellbahnstation im Schweizergarten zum provisorischen Ostbahnhof. Ein schwacher Trost für die Fahrgäste, ist doch dieser Weg unzumutbar weit.

Gute Nachrichten gibt es für die Fahrgäste der Linie D. Sie erreichen den Bahnhof auf kürzestem Weg. Die Straßenbahn wird verlängert und hat seine Haltestelle direkt unter dem Hauptbahnhof in der Karl-Popper-Straße. Dies wird hoffentlich wieder einige PendlerInnen aus der Ostregion dazu bringen, auf die Bahn umzusteigen, da sie dann bequemer ohne langen Umsteigweg mit dem D-Wagen in die Stadt gelangen.

Keine Sitzgelegenheiten bei der Haltestelle der Linie O und 69A am Südtiroler Platz

Weit und breit keine einzige Sitzgelegenheit für die Fahrgäste

In der Haltestelle der Linien O und 69A gibt es keine einzige Sitzgelegenheit. Auch wenn noch nicht alles komplett fertig ist, könnten die Wiener Linien doch provisorische Sitzgelegenheiten aufstellen. Es ist nicht besonders kundenfreundlich, die Fahrgäste stehend auf die nächste Straßenbahn oder Bus warten zu lassen. Die Intervalle betragen bis zu 15 Minuten in den Nachtstunden. Auch sind einige Fahrgäste mit Taschen und Gepäck unterwegs und es ist nicht kundenfreundich zu erwarten, das Gepäck auf den Boden, der nass und schmutzig sein kann, zu stellen.

Da die Fertigstellung der Haltestelle noch einige Zeit dauern wird, sollten die Wiener Linien bis zur endgültigen Montage von Sitzgelegenheiten, sofort provisorisch Bänke aufstellen. Dies wäre ein kleiner Beitrag, die Bequemlichkeit für die Fahrgäste zu verbessern. Die Grünen im 10. Bezirk, die Haltestelle liegt in Favoriten, werden einen entsprechenden Antrag in der nächsten Bezirksvertretungssitzung stellen.

150 Radbügel für den Hauptbahnhof sind eindeutig zu wenig!

Ende Februar erreichte das Grüne Dialogbüro die Anfrage, ob die Meldung im Standard richtig sei, dass es am Hauptbahnhof nur kostenpflichtige Abstellplätze für Räder geben soll. Über diese Meldung war ich sehr überrascht, da mein Informationsstand war, dass ein Teil in der Radgarage kostenlos sein wird. Über das genaue Betriebskonzept könne man laut ÖBB noch nichts sagen, da es noch keine Entscheidung über den Betreiber gibt. Das war mein Informationsstand.

Im ÖBB-Bezirksforum am 21. Mai habe ich natürlich die Frage nach den Radabstellplätzen gestellt. Die Antwort war nicht sehr erfreulich. Bei der Teilinbetriebnahme am 9. Dezember 2012 wird es 150 Radständer im Vorfeld des Bahnhofes geben, da zu diesem Zeitpunkt die zukünftige Radgarage für das Reise-Center benützt wird und so der Bahnhof ganz ohne Radabstellplätze dastehen würde. Erst nach der vollen Inbetriebnahme des Hauptbahnhofes 2014 bezieht das Reise-Center seinen Platz in der Bahnhofshalle und der Platz wird frei für die Radgarage.

Die Radgarage ist kostenpflichtig. Die ÖBB ist der Meinung, dass bewachte und trockene Radabstellplätze den RadfahrerInnen sicher etwas wert sein werden. Zu den oben erwähnten 150 Radständern wird es auch nach der Eröffnung des Hauptbahnhofes keine zusätzlichen geben. Das ist eindeutig zu wenig!

Der Hauptbahnhof ist relativ gut durch Radwege erschlossen und es werden hoffentlich viele RadfahrerInnen den Hauptbahnhof ansteuern. Der Hauptbahnhof ist ja nicht nur eine Bahnstation, sondern beherbergt auch ein riesiges Einkaufszentrum und andere Einrichtungen. Er wird daher nicht nur von Menschen angesteuert, die ihr Rad längere Zeit unterbringen wollen, weil sie einige Stunden mit der Bahn unterwegs sind, sondern es wird viele geben, die ihr Rad nur kurzfristig abstellen wollen, da sie einkaufen gehen, auf die Post oder Bank wollen und anderes mehr. Für die ist ein kostenpflichtiger Radabstellplatz eher abschreckend und daher kontraproduktiv.

Die ÖBB will ihren Vorplatz nicht durch Radständer verunstalten, vergisst aber ganz, wenn sie kein Angebot macht, die Räder ordentlich abzustellen, dass die Räder unkontrolliert an jede Möglichkeit angehängt werden. Ob das schöner sein wird, ist die Frage. Die ÖBB ist gut beraten, wenn ein Teil der Radgarage kostenlos zur Verfügung gestellt wird und im öffentlichen Raum mehr Radbügel, zusätzlich zu den 150 vorgesehenen, angeboten werden.

Foto-Schau „Vom Süd-Ost- zum Hauptbahnhof“

Im „Waldmüller-Zentrum“ (Hasengasse 38, 1100 Wien) sind von Mittwoch, 23. Mai bis Donnerstag, 28. Juni, ansprechende Fotoarbeiten zu sehen. Die „Naturfreunde Fotogruppe Favoriten“ präsentiert den Bilder-Zyklus „Vom Süd-Ost- zum Hauptbahnhof“ sowie erfolgreiche Werke aus Fotografie-Wettbewerben. Die frei zugängliche Vernissage am Mittwoch, 23. Mai, beginnt um 19.00 Uhr. Die aufwändige Errichtung des neuen Wiener Hauptbahnhofs wird durch „Naturfreunde“-Lichtbildner fotografisch begleitet. Nun liegt der erste Teil einer mehrjährigen Dokumentation vor, vom Erscheinungsbild des alten Bahnareals mitsamt dem Abbruch bis zur momentanen Bautätigkeit.

Geöffnet ist die Ausstellung jeweils am
Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Auskünfte gibt der Obmann der Fotogruppe, Erich Schwingenschlögl, gerne per E-Mail: erich.schwingenschloegl@chello.at.