Für RadfahrerInnen ist der Südtiroler Platz ein echtes Hindernis

Radelt man vom 4. Bezirk in den 10. Bezirk bedarf es  detektivischer Fähigkeiten. Fährt man auf dem Radweg Richtung Favoriten, gibt  es nach der Einfahrt in den Busbahnhof vor dem Zebrastreifen einen Linksabbiegepfeil. Wendet man sich links, dann ist nicht klar erkennbar, wo der  Radweg weiter geht.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen von  Gittern begrenzten Weg, der nicht besonders gekennzeichnet und nicht sehr breit  ist. Auf diesem Weg sind besonders viele Menschen mit Koffern unterwegs, die  zum Busbahnhof wollen. Aber es gibt keinerlei Hinweis, dass der „Radweg“ hier  verläuft.

Die nächste Herausforderung ist schon an der nächsten  „Ecke“. Wo geht es da nach Favoriten: Geradeaus oder rechts. Ganz verschämt  hängt dort schlecht sichtbar das Vorschriftszeichen Geh- und Radweg.

Von dieser Stelle aus ist nicht erkennbar, wo der Geh- und  Radweg genau hinführt. Die Richtung stimmt, dort vorne liegt Favoriten.

Die Überquerung des Südtiroler Platzes ist eine echte  Zumutung für die RadlerInnen.

Wenn man mit dem Rad vom Südtiroler Platz zum Schweizer Garten will, dann kann man den Radweg durch die Schelleingasse und
Argentinierstraße bis zum Gürtel benützen. Eine Weiterfahrt ist nur für Todesmutige über den Gürtel möglich, der zur Zeit eine einzige Baustelle ist. Die Gleise der Straßenbahn sind nicht benützbar, da der Gleiskörper über weite
Strecken noch offen und daher nicht befahrbar ist.

Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Die Grünen haben in der Bezirksvertretung am 15. September den Antrag auf gut gekennzeichnete und sichere Radverbindungen gestellt, der auch von allen Fraktionen befürwortet wurde. Wir erwarten uns nun im Namen der RadlerInnen eine rasche Umsetzung.

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Gestaltungswettbewerb für den Südtiroler Platz von der Bezirksvertretung Wieden beschlossen.

Im September 2007 stellten die GRÜNEN WIEDEN in der Bezirksvertretungssitzung den Antrag auf Erweiterung des Planungsgebietes Hauptbahnhof Wien. Gefordert wurde die Erweiterung des Planungsgebietes im 4. Bezirk bis zum Straßenzug Belvederegasse- Rainergasse – Blechturmgasse. Der Antrag fand keine Unterstützung der anderen Fraktionen. Auch nicht von der SPÖ.

Eine Sitzung später stellten die GRÜNEN WIEDEN eine etwas abgeschwächte Version des Antrages vom September: Gestaltungswettbewerb zur Anbindung des Hauptbahnhofes an die Favoritenstraße. Die Anbindung der Favoritenstraße an den Hauptbahnhof ist eine Überlebensfrage für die Geschäftsleute in der Favoritenstraße. Dieser Antrag wurde der Verkehrs- und Planungskommission zugewiesen, wo er von der VP-Vorsitzführung nie weiter behandelt wurde und vor sich hinschlummert.

In der letzten Bezirksvertretungssitzung am 4. Dezember hat die SPÖ den Antrag auf einen Gestaltungswettbewerb für den Südtiroler Platz gestellt. Spät aber doch hat auch die SPÖ mitbekommen, dass hier unbedingt etwas geschehen muss. Dabei hat die SP im Gemeinderat eine satte Mehrheit und daher von sich aus jede Möglichkeit, tätig zu werden.

Die ÖVP Wieden stellte den Abänderungsantrag, das die Kosten aus dem Zentralbudget zu bedecken seien. Diesem Vorschlag konnten sich auch die GRÜNEN WIEDEN anschließen. Damit ist der Antrag angenommen und hoffentlich werden die entsprechenden Magistratabteilungen bald tätig, noch bevor der Hauptbahnhof 2013 fertiggestellt sein wird.

Passivhausstandards für das Stadtentwicklungsgebiet Hauptbahnhof

Der neue Stadtteil Hauptbahnhof könnte und sollte ein Vorzeigeprojekt für ökologisches Planen und Bauen werden! Im Rahmen der Rechnungsabschlusssitzungen haben wir den Antrag eingebracht, dass der gesamte geförderte Wohnungsneubau am Areal des Stadtentwicklungsgebiets Hauptbahnhof in Passivhausbauweise errichtet werden soll. Um das sicherzustellen, muss die Stadt Wien die wichtigsten Zielsetzungen als Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb und den Kauf von Liegenschaften vorschreiben. Der Antrag würde grundsätzlich zugestimmt und zwar für die Weiterleitung an den zuständigen Ausschuss. In ein paar Wochen erhalten wir eine Antwort und es wird sich herausstellen, in wieweit die Stadt Wien auf zukunftsfähige Energie-Effizienzstandards wert liegt.

(Antrag hier nachlesen: Antrag_Hauptbahnhof_Ökologische Bauweise)

Lärmschutzwände als Sonnenkraftwerk

Ökologie ist natürlich ein Kernthema für uns, hier werden wir immer wieder unsere Ideen und Forderungen bringen und zur Diskussion stellen. Ein wichtiges Thema ist ökologisches Bauen. Wir sind der Meinung, dass ein Projekt dieser Größenordnung, das mit soviel Aufwand entstehen wird, Vorzeigecharakter haben soll!

Schon 2001 wurde von der Asfinag entlang der Südautobahn A2 bei Gleisdorf eine Photovoltaik–Lärmschutzwand gebaut. Auch in Wien wurde 2007 am Margaretengürtel eine Photovoltaik-Anlage, integriert in Lärmschutzwänden in Betrieb genommen.

Entlang der Gleisanlagen des geplanten Hauptbahnhofes sind beidseitig Lärmschutzwände vorgesehen. Durch einen geringen Mehraufwand bei den Kosten könnten die Lärmschutzwände als Photovoltaik–Lärmschutzwand ausgebildet werden. Dies wäre ein Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Angesichts des Klimawandels ist es unerlässlich, jede sich bietende Möglichkeit zu nutzen, um das Kyotoziel zu erreichen.

Die ÖBB ist aufgefordert, ihren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu leisten. Was entlang der Autobahn möglich ist, muss auch entlang der Bahn möglich sein.

Diese Forderung wurde in einem Resolutionsantrag von den GRÜNEN WIEDEN in der Bezirksvertretungssitzung am 6. März 2008 eingebracht. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Resolutionsantrag: Lärmschutzwand – Grüne Wieden

von Manfred Itzinger (Klubobmann der Grünen Wieden)