Das Stellwerk des Südbahnhofes

Noch ist es zu bewundern. Nicht mehr lang, dann gehört es der Vergangenheit an.

Noch steht das ehemalige Stellwerk des Südbahnhofes am Südtiroler Platz. Leider gibt es keinen Denkmalschutz für dieses Gebäude und kann daher jederzeit abgerissen werden. Als Stellwerk hat es schon längere Zeit ausgedient. Zur Zeit hat es noch die Fuktion einer Stützmauer für die Umfahrungsgleise und konnte daher noch nicht entfernt werden.

Ab 6. August fahren die Züge durch den schon teilweise fertig gestellten Hauptbahnhof. Dann werden die Umfahrungsgleise abgebaut und das Stellwerk kann abgerissen werden.

Nur noch wenige Tage und dann fahren die Bagger auf und demolieren das Gebäude um Platz zu machen für den neuen Hauptbahnhof.

Nostalgiker sollten noch schnell die wenigen Tage nutzen um den Südtiroler Platz mit dem für ihn für so lange Zeit typischen Ambiente noch einmal mit Wehmut anzuschauen.

Straßenbahnhaltestelle der Linie 18 am Südtiroler Platz

Die Haltestelle der Linie 18 am Südtiroler Platz wird seit mehr als 5 Jahren umgebaut. Immer wieder wurden die Fahrgäste durch die Bauarbeiten belästigt und die Haltestelle war über all die Jahre ein Provisorium. Im Dezember 2010 wurde der Durchgang von der U-Bahn zur Schnellbahn feierlich eröffnet. Die Haltestelle der Linie 18 blieb weiterhin ein Provisorium und Baustelle. Aber ein Ende der Arbeiten ist in Sicht.

Die Rolltreppe zur Obefläche

Zur Zeit wird die Rolltreppe zur Oberfläche eingebaut, der Bahnsteig erhält seine volle Breite und die Wandverkleidung wird montiert.

Die Wandverkleidung im Haltestellenbereich wird montiert

Jahre lang mussten die Fahrgäste auf beiden Bahnsteigen auf den Komfort einer Sitzgelegenheiten verzichten. Jetzt endlich hat man auf jeden Bahnsteig provisorisch eine aufgestellt. Bleibt zu hoffen, dass nach endgültiger Fertigstellung der Haltestelle mehrere Sitzbänke pro Bahnsteig zur Bequemlichkeit der Fahrgäste beitragen.

Leider haben es die Wiener Linien bis heute noch nicht geschafft in der Haltestelle der Linie O und 69A Sitzbänke aufzustellen. Es ist dies eine Kleinigkeit, trägt aber sicher zum Komfort für die Fahrgäste, sprich KundenInnen  der Wiener Linien bei.

Die Verlängerung der Linie D schreitet voran

Seit dem Beginn der Bauarbeiten  Ende April schreiten die Bauarbeiten zügig voran.

Anschließend einige Fotos vom Baufortschritt.  Laut Newsletter Hauptbahnhof Nr. 14 liegen auch schon die Gleise in der Unterführung des Hauptbahnhofes in der Karl-Popper-Straße (verlängerte Mommsengasse).

Arsenalstraße Stand 10.05.2012

Arsenalstraße Stand 07.06.2012

Canettestraße Stnd 07.06.2012

Gleisbogen von der Arsenalstraße in die Canettistraße Stand 08.07.2012

Neue Radwege im Zuge des Gürtelumbaus

Grundsätzlich ist die Planung des Radwegenetzes rund um den Hauptbahnhof gut. Leider gibt es einige Schwachstellen im Netz.

Auf der nördlichen Seite des Gürtels gibt es vom Südtiroler Platz bis zur Arsenalstraße einen Zweirichtungsradweg, der durch den Schweizergarten bis zur Schweizergarten Straße verlängert wird. Siehe auch Zweirichtungsradweg

Hier quert der Radweg den Gehweg

Sehr problematisch wird die Querung des stark frequentierten Gehwegs vor der Schnellbahnstation Südbahnhof. Hier sind neben vielen UmsteigerInnen auch viele TouristInnen unterwegs, die das Belvedere oder das 21er-Haus besuchen.

Auf der südlichen Seite des Gürtels, auf der Seite des 4. Bezirks, gibt es einen Einrichtungsradweg von der Prinz-Eugen-Straße bis zur Argentinierstraße. Wer weiter in den Westen will, der muss über die Argentinierstraße in die Schelleingasse ausweichen. Hier verlangen die Grünen eine Verlängerung des Radweges von der Argentinierstraße bis zum Südtiroler Platz.

RadfahrerInnen, die vom Südtiroler Platz kommen, ist es unmöglich, legal in die Jaquingasse zu gelangen. Hier verlangen die Grünen einen Radweg von der Prinz-Eugen-Straße zur Jaquingasse, da es keine Möglichkeit auf Höhe der Jaquingasse gibt vom Schweizergarten den Gürtel zu queren um in die Jaquingasse zu gelangen.

Hauptbahnhof Wien ist der erste Bahnhof Österreichs mit Solardach zur Energiegewinnung

In einer Pressekonferenz teilte die Infrastrukturministerin Doris Bures mit, dass auf den fünf Bahnsteigdächern des Hauptbahnhofes in Wien eine 1.200 m2 umfassende Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung errichtet wird. Die Grünen begrüßen den Sinneswandel bei der ÖBB, wurde doch in der Umweltverträglichkeitsprüfung die Installation von Photovoltaikpanelen auf dem Dach aus finanziellen Gründen strikt abgelehnt.

Auch die Forderung, in die Lärmschutzwände Photovoltaikplatten zu integrieren und so Strom zu erzeugen, wurde abgelehnt. Gerade im Bereich des Hauptbahnhofes sind fast alle Lärmschutzwände nach Süden ausgerichtet. Hier wurde eine Chance vertan, die so schnell nicht wiederkehrt.

Siehe auch Lärmschutzwände als Sonnenkraftwerk

Auch Geothermie kommt beim Hauptbahnhof zum Einsatz, betont die Ministerin. Leider wurde auch hier das Potential bei weitem nicht ausgeschöpft.

Abschließend noch folgende Anmerkung: Im UVP-Verfahren war der Satz „Das ist nicht Teil des eingereichten Projektes und nicht Teil der Verhandlung und wir können nur das vorgelegte Projekt einer Beurteilung unterziehen.“ einer der meist verwendeten. Es wurde immer so getan, dass keinerlei Abweichungen möglich sind. Dass dem aber nicht so ist, sieht man am Beispiel der Photovoltaik am Rautendach. Abweichungen sind doch möglich.

Zweirichtungsradweg am Wiedner Gürtel wird Ende September fertig.

Im Bezirksforum 21. Mai wurde von der MA 28 mitgeteilt, dass der Radweg auf der Seite des Hauptbahnhofes am 28.09.2012, damals in 4 Monaten, fertig sein wird. Da beim Erste Campus zu diesem Zeitpunkt noch ein großes Loch klaffte, zog ich den Termin in Zweifel und fragte nochmals nach.

Das Foto wurde am 27.04.2012 aufgenommen und zeigt den Beginn der Arbeiten am Fundament

Der Termin wurde bestätigt. Der Bau des Erste Campus schreitet zügig voran. Es zeigt sich jetzt, dass die Baugrube in diesem Bereich viel zu groß ist, wie im Februar vermutet. Siehe Artikel vom 15. Februar.

Foto vom 2.06. Die im Foto in Bildmitte links sichtbare Kante ist die Außenkante des Schnellbahntunnels.

Deutlich erkennbar auf dem Foto ist die nördliche Außenwand des Erste Campus. Es bleibt genügend Platz für den Radweg und den Gehweg.

Foto vom 08.07.: die Kelleraußenwand hat die Höhe der Kellerdecke erreicht. Der Raum zwischen Kelleraußenwand und Schnellbahntunnel ist schon zum Teil verfüllt.

Im September soll auch der Zweirichtungsradweg durch den Schweizer Garten bis zur Schweizergartenstraße fertig gestellt sein und dort in den bestehenden Radweg münden.

Neben dem Abgang zur Schnellbahn wird der Radweg in den Schweizergarten gebaut

ÖBB stellt am 6. August im Raum Wien von Links- auf Rechtsverkehr um

Derzeit gibt es auf der West- und Ostbahn Rechtsverkehr und auf der Nord- und Südbahn Linksverkehr. Im neuen Hauptbahnhof werden alle Strecken verknüpft. Die Beibehaltung von Links- und Rechtsverkehr würde im Betrieb Schwierigkeiten und einen Kapazitätsverlust von rund 30 % für den zentralen Verkehrsknotenpunkt Hauptbahnhof bringen.

Um die Betriebsabläufe zu verbessern, werden alle Strecken der Nord- und Südbahn am Montag, 6. August auf Rechtsverkehr umgestellt. Auch die Schnellbahn in Wien ist von dieser Umstellung betroffen.

Daher Achtung am Montag, 6. August, der Zug der Nord- und Südbahn und der Wiener Schnellbahn fährt vom anderen Bahnsteig ab. Wichtig ist dies vor allem für Haltestellen mit Randbahnsteigen. Hier warnt die ÖBB eindringlich davor, die Gleise zu überqueren.