Für RadfahrerInnen ist der Südtiroler Platz ein echtes Hindernis

Radelt man vom 4. Bezirk in den 10. Bezirk bedarf es  detektivischer Fähigkeiten. Fährt man auf dem Radweg Richtung Favoriten, gibt  es nach der Einfahrt in den Busbahnhof vor dem Zebrastreifen einen Linksabbiegepfeil. Wendet man sich links, dann ist nicht klar erkennbar, wo der  Radweg weiter geht.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen von  Gittern begrenzten Weg, der nicht besonders gekennzeichnet und nicht sehr breit  ist. Auf diesem Weg sind besonders viele Menschen mit Koffern unterwegs, die  zum Busbahnhof wollen. Aber es gibt keinerlei Hinweis, dass der „Radweg“ hier  verläuft.

Die nächste Herausforderung ist schon an der nächsten  „Ecke“. Wo geht es da nach Favoriten: Geradeaus oder rechts. Ganz verschämt  hängt dort schlecht sichtbar das Vorschriftszeichen Geh- und Radweg.

Von dieser Stelle aus ist nicht erkennbar, wo der Geh- und  Radweg genau hinführt. Die Richtung stimmt, dort vorne liegt Favoriten.

Die Überquerung des Südtiroler Platzes ist eine echte  Zumutung für die RadlerInnen.

Wenn man mit dem Rad vom Südtiroler Platz zum Schweizer Garten will, dann kann man den Radweg durch die Schelleingasse und
Argentinierstraße bis zum Gürtel benützen. Eine Weiterfahrt ist nur für Todesmutige über den Gürtel möglich, der zur Zeit eine einzige Baustelle ist. Die Gleise der Straßenbahn sind nicht benützbar, da der Gleiskörper über weite
Strecken noch offen und daher nicht befahrbar ist.

Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Die Grünen haben in der Bezirksvertretung am 15. September den Antrag auf gut gekennzeichnete und sichere Radverbindungen gestellt, der auch von allen Fraktionen befürwortet wurde. Wir erwarten uns nun im Namen der RadlerInnen eine rasche Umsetzung.

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Besichtigung der Baustelle Hauptbahnhof für die Bürgerinitiativen

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Am Freitag, 26. August fand bei tropischen Temperaturen eine Baustellenführung, veranstaltet von der ÖBB für die Bürgerinitiativen, am Hauptbahnhof unter der fachkundigen Leitung vom ÖBB-Gesamtprojektleiter Hauptbahnhof
Wien Dr. Karl-Johann Hartig statt.

Die Besichtigung führte vom Brückentragwerk bei der Geiselbergstraße, dem östlichen Ende der Baustelle über den zukünftigen Bahnhof,  durch das Bahnhofsgebäude  und endete am Turm des bahnoramas.

Blick vom Gleisniveau in die Unterführung der
Geiselbergstraße. Rechts im Bild die Stützmauer der Unterführung, Diese Stützmauer muss der Verbreiterung der Geiselbergstraße weichen.

Blick von der zukünftigen Trasse Richtung Bahnhofgebäude (Nordwesten). Im intergrund ein Feld des Brückentragwerkes der Südbahnhofbrücke. Rechts davon wird 2014, wenn der provisorische Ostbahnhof geschlossen wurde, ein zweiter Brückenbogen errichtet.

Auf diesem Gelände wird das Gewerbegebiet entstehen. Dieses soll die rechts davon liegenden Wohngebäude vom Bahnlärm abschirmen.

Die südliche Begrenzung des Bahnhofes. Am Ende der Böschung sieht man einen Teil der Unterführung zur Ghegagasse. In der Mitte kann man die Unterführung der Karl-Popper-Straße (Verlängerung der Mommsengasse) sehen, durch die die Linie D fahren wird. Dort befinden sich auch Aufgänge zu den Bahnsteigen.

Blick Richtung Gürtel in die Unterführung der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße (verlängerte Argentinierstraße). Dies ist nur
die Hälfte des Brückentragwerkes für die Fahrbahn Richtung Gürtel, links anschließend ist der Teil für die Richtungsfahrbahn in den 10. Bezirk.

Ein Ausblick, der in Zukunft von den Gebäuden des Intercity-Projektes verstellt wird: aus der Unterführung der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße durch die provisorische Brücke der Umfahrungsgleise auf den Gürtel.

Noch fahren die Züge auf den Umfahrungsgleisen. Diese werden im August 2012 stillgelegt. Dann werden sie abgetragen und der nördliche Teil des Bahnhofes gebaut.

Blick in die Tiefe bis auf das Niveau der Tiefgarage. Rechts die Stützmauer für das Umfahrungsgleis. Bevor der nördliche Teil des
Bahnhofes gebaut werden kann, müssen die Gleise entfernt werden.

Ein Wald von Stützen tragen die Schalungen. Die Tragfähigkeit jeder einzelnen Stütze muss berechnet werden, was einen riesigen Aufwand bedeutet.

Bis zu dieser Wand wird der Bahnhof im Dezember 2012 teilweise eröffnet. Bis zur endgültigen Fertigstellung wird der neue Bahnhof nur vom 10. Bezirk aus zugänglich sein. Vom Verteilergeschoss ging es auf den Bahnsteig hinauf.

Vom Bahnsteig aus ist die komplizierte Tragkonstruktion des Rautendaches  zu sehen.

Die Tragkonstruktion muss auf Verlangen der Behörde brandsicher  verkleidet werden. Darauf sieht man die Tragschienen für die Metallverkleidung. Damit der Bahnsteig auch genügend Tageslicht erhält, gibt es Lichtöffnungen im Dach.

An der Stütze ist schon die endgültige Verkleidung zu sehen. Das ganze Dach erhält eine silbergraue Verkleidung. Vom Bahnsteig ging es in den Untergrund.

Auf der Ebene -01: rechts die Zufahrt zur Lieferzone für das Einkaufszentrum, links geht es hinab zur Ebene -02 auf der sich die
Parkgarage befindet. Zum Abschluss der Besichtigung  ging es zur Aussichtplattform des bahnoramas.

Blick von bahnorama auf die zukünftige Baustelle der ÖBB-Zentrale

In der Mitte des Bildes die Einfahrt in die Parkgarage. Links ein Teil des Rautendaches.

andere Baustelle….

…..nette Fotogeschichte hier im ‚Standardonline‘

Westbahnhof-Halle

Halle-Westbahnhof 2

mehr Bilder hier

Die Halle vom Südbahnhof hat ähnliche räumliche Qualitäten, aber sie wird ab Dezember 09 abgetragen. Ich finde es Schade, dass die einfachste Lösung meistens bedeutet zerstören und neu bauen. Wäre es nicht spannend, die alte halle mit ihren fantastischen Räumlichkeiten im neuen Stadtteil zu integrieren?

Südbahnhof

Südbahnhof

Abbruch der Postgebäude auf dem Hauptbahnhofgelände schreitet zügig voran

Die von der Post AG an die ÖBB verkauften Gebäude werden vorzeitig abgerissen. Vandalismus und Diebstähle, unter anderem von Buntmetallen, haben die ÖBB veranlasst, die Gebäude vorzeitig abzureißen.

Abbruch eines der Postgebäude

Dies bringt für die AnrainerInnen auch einige Vorteile mit sich. Durch die feuchte Witterung ist die Staubentwicklung wesentlich geringer und der Lärm durch den Abriss der Gebäude wird nicht so wahrgenommen, da im Winter die Fenster der Wohnungen die meiste Zeit geschlossen bleiben.

Abbruch Postgebäude 2

Durch die Vorverlegung des Abrisses wird die Verkehrsbelastung durch den Abtransport des Abbruchmaterials auf einen längeren Zeitraum verteilt, was eine geringere Beanspruchung des Straßenraumes mit sich bringt, die Staugefahr, Lärmbelastung und die Luftverschmutzung wird vermindert.

Abbruch Postgebäude 3

Feinstaubarmer Bahnhof

Der Abriss des alten Süd und Ostbahnhofs muss eine Musterbaustelle werden. Die ÖBB müssen Vorbild für alle Großbaustellen werden. Baustellen sind nicht nur in Wien ein Ärgernis, sie sind manchmal auch Feinstaubquellen erster Ordnung. Die Leopoldstadt kann da mit dem Abbruch des Uniquagebäudes ein Lied singen. Der U-Bahnbau verschlechtert die Situation zusätzlich. Die Feinstaubmessstelle in der Taborstrasse war Rekordhalterin in Österreich.

Und weil mensch aus Erfahrungen lernen kann, brauchen wir eine Befeuchtung der Baustelle, Reifenwaschanlagen, damit der Dreck dort bleibt, wo er hingehört und Partikelfilter bei allen Baumaschinen verpflichtend wie in der Schweiz und vor allem brauchen wir EURO IV – LKWs und keine anderen, weil die gibt es längst. Die ÖBB sollte dabei nicht sparen sondern eher beim zusätzlichen Geld für den abgehenden Herrn Huber.