Arsenal als Zukunftsviertel?

Lese-tip (hier klicken)

wird in den nächsten 10 Jahren das Zentrum der Stadt leicht nach Süden verlagert werden?

Suedbahnhof_Wien

andere Baustelle….

…..nette Fotogeschichte hier im ‚Standardonline‘

Westbahnhof-Halle

Halle-Westbahnhof 2

mehr Bilder hier

Die Halle vom Südbahnhof hat ähnliche räumliche Qualitäten, aber sie wird ab Dezember 09 abgetragen. Ich finde es Schade, dass die einfachste Lösung meistens bedeutet zerstören und neu bauen. Wäre es nicht spannend, die alte halle mit ihren fantastischen Räumlichkeiten im neuen Stadtteil zu integrieren?

Südbahnhof

Südbahnhof

‚Ein Plan allein macht noch keine Stadt‘

Spannende Diskussion über die Entstehung von neuen Stadtteilen, die den neuen Stadtteil am Hauptbahnhof auch betrifft. Ein interessantes Beispiel aus Graz. Alleine ein Vergleich der Präsentationsart für beide Projekte ‚Hauptbahnhof Wien‚ und ‚Graz- Reininghaus‘ sagt schon wahnsinnig viel aus!

privates Entreé

entree_jan09Im März 2008 hat das Bundesvergabeamt den bereits gelaufenen Wettbewerb für die Bahnhofcity, wo die neue ÖBB Zentrale entstehen sollte, kurz vor der Jury Entscheidung gestoppt. Der Grund war die gesetzeswidrige Ausschreibung des Wettbewerbs. Die ausschreibende Stelle, die ÖBB Immobilienmanagement GmbH, ist eine hundertprozentige Tochter der ÖBB. Als öffentliche Stelle hätte sie einen öffentlichen EU-Weiten Wettbewerb durchführen sollen. Stattdessen hatte die ÖBB Immobilienmanagement GmbH in ihrem Selbstverständnis als privater Investor und im Einvernehmen mit der Stadt Wien, nur einen geladener Wettbewerb ausgelobt. Erst nach heftiger Kritik von ArchitektInnen wurde der Wettbewerb vom Bundesvergabeamt gestoppt und als rechtswidrig erklärt.

Seit Freitag ist der Wettbewerb für die ÖBB Zentrale neu ausgeschrieben, allerdings KEIN Wettbewerb für die Bahnhofcity! Denn die neue ÖBB Zentrale soll aus ‚Kostengründen‘ südlich vom Hauptbahnhof auf einem wirtschaftlich ‚weniger‘ wertvollen Grundstück entstehen. Dafür darf die ÖBB höher bauen. Statt einem 60 m hohen Turm, wie im Masterplan vorgesehen, kommt ein 88 Meter hoher Turm, vom Belvedere nicht sichtbar und somit auch für die Weltkulturerbekommission der UNESCO angeblich akzeptabel.

Für die Entwicklung des ‚wirtschaftlich wertvollen‘ Grundstücks, auf dem die ‚Bahnhofcity‘ künftig entstehen soll, ist die ÖBB nun auf InvestorInnensuche. Das Gebäude dort wird den Eingangsbereich zum neuen Bahnhof und den neuen Stadtteil mit definieren und stark beeinflussen. Da soll ein ‚Gestaltungswettbewerb‘ stattfinden, der allerdings nicht mehr öffentlich sein muss! Die Stadt Wien nimmt wieder eine bescheidene Rolle ein. Wichtige Aspekte der Stadtentwicklung des neuen Stadtteils rund um den Wiener Hauptbahnhof bleiben von den Willkür und vom Goodwill der InvestorInnen abhängig.

Bild:ÖBB

Links zu Zeitungsberichten und Infos zum Thema

http://wien.gruene.at/stadtplanung/artikel/lesen/39748/

orf.at

http://wien.orf.at/stories/335498/

der Standard

http://derstandard.at/?id=1231152111804

http://derstandard.at/?id=1231152046686

Wiener Zeitung:

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4103&Alias=wzo&cob=391674

Wiens morbide Liebe für Geisterstädte….

…..so der Titel eines interessanten Kommentars in der heutigen Presse (hier lesen) über die neuen Stadtteile in Wien: Aspern, Donau City und eben der neue Stadtteil um den Hauptbahnhof. In so einem neuen Stadtteil, wo künftig 13,000 Menschen wohnen und weitere 20,000 arbeiten werden, spielen soziale Interaktionen und Prozesse selbstverständlich eine wesentliche Rolle, ob ein Stadtteil funktioniert oder zu einer Geisterstadt mutieren wird. Deshalb sollten diese sozialen Aspekten bei der Planungen mehr Platz finden und da reichen die klassischen Planungsmethoden, in denen Volumen festgelegt und Straßenprofile definiert werden, nicht.

Viel Dialog, interaktive Planungsprozesse und Teilhabe in der Planung helfen soziale Prozesse zu verstehen, identitätsstiftente Merkmale zu erkennen und somit Stadtteile als lebendige Räume zu gestalten…..

(Mate)realisieren

Nicht Alle würden die Halle des jetzigen Südbahnhofs als schön bezeichnen,  sie ist aber eigentlich mit sehr wertvollen und schönen Materialien (Marmor, Terrazzo, Bisazza Steine usw.)  ausgebaut und spiegelt den speziellen Flair der 50er Jahren wider. Heutzutage werden für öffentliche Einrichtungen kaum mehr solche  Materialien eingesetzt. Alles muss ökonomisch und funktional sein = Beton (seihe neue U2 U-Bahnstationen).

Was passiert mit diesen schönen Materialien? werden sie überhaupt verwertet, oder einfach ohne weiteres entsorgt?  Unserer Meinung nach könnten sie im öffentlichen Raum des neuen Stadtteils wieder eingesetzt werden und somit einen identitätsstiftenden Beitrag für den neuen Stadtteil leisten.

UVP – öffentliche Auflage schon gestartet

Eine Voraussetzung für die Umsetzung des Stadtentwicklungsprojektes Hauptbahnhof ist die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) – für den ‚Straßenbau‘, Städtebauvorhaben‘ und ‚Gleisbau‘ – um die Auswirkungen auf die Menschen und die Umwelt zu bewerten und unerwünschte Folgen auszuschließen.

Seit 9 Mai 08 liegen die Unterlagen zur öffentlichen Einsicht auf. Während dieser Auflagefrist kann jedermann/jederfrau eine persönliche Stellungnahme abgeben oder sich einer unabhängigen Bürgerinitiative anschließen.

Zitiert aus der Kundmachung der MA 22

– Zeit und Ort der möglichen Einsichtnahme

Der Genehmigungsantrag und die Projektsunterlagen inklusive der Umweltverträglichkeitserklärung liegen sechs Wochen lang (ab dem 9. Mai 2008 bis einschließlich 20. Juni 2008 ) beim Amt der Wiener Landesregierung, Magistratsabteilung 22 – Wiener Umweltschutzabteilung, Wien 20, Dresdner Straße 45, UVP-Koordination, 3. Stock, Zimmer 3.24, Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 15 Uhr; Donnerstag zusätzlich von 13.30 bis 17 Uhr zur öffentlichen Einsichtnahme auf.

– Hinweise

Zum Vorhaben und zur Umweltverträglichkeitserklärung kann jedermann ab dem 9. Mai 2008 bis einschließlich 20. Juni 2008 eine schriftliche Stellungnahme an die Wiener Landesregierung, p.A. Amt der Wiener Landesregierung, Magistratsabteilung 22 – Wiener Umweltschutzabteilung, Wien 20, Dresdner Straße 45, abgeben. Innerhalb derselben Frist können die Parteien des Verfahrens bei der Wiener Landesregierung, p.A. Amt der Wiener Landesregierung, Magistratsabteilung 22 – Wiener Umweltschutzabteilung, Wien 20, Dresdner Straße 45, schriftlich Einwendungen erheben.

Was ist aber eine UVP?

wir werden hier immer wieder Infos und Meinungen zu diesem Thema bringen. Inzwischen finden Sie eine Antwort auf dieser Frage hier und hier