Ampel für RadfahrerInnen bei der Kreuzung Gürtel mit der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße

In einem Kommentar auf dem wienerhauptbahnhofblog wird auf die Unübersichtlichkeit bei der Kreuzung Wiedner Gürtel mit der Gertrud-Fröhlich-Sandner-Straße hingewiesen:

Kommentar: Ein großes Problem ist die nicht vorhandene Radfahrerampel bei der Abzweigung zur Argentinierstraße. Die Kreuzung ist riesig und unübersichtlich und man muss auf die Fußgängerampel achten, um zu wissen, wann der Radfahrer fahren darf. Das ist unglücklich gelöst und trägt nicht zur Sicherheit bei.

Ich war vor Ort und habe mir die Kreuzung angesehen. Es gibt eine eigene Ampel für den Radweg. Sie ist aber nicht optimal platziert. Wie auf dem Bild unten zu sehen ist, ist sie links vom Radweg montiert. Der Blick wird aber durch die schräge Richtung des Radweges auf die FußgängerInnenampel rechts gerichtet.

Schattenspiele für Reisende – Integrierte Solaranlage im Dach des Turiner Bahnhofes

Die neue Passagierhalle des Turiner Bahnhofes wurde als ein von Stahlbögen getragenes Glasgewölbe entworfen. Um die Helligkeit in der Halle zu regulieren, wurden einzelne Glasplatten verwendet, die je nach Intensität der Sonneneinstrahlung mit einer unterschiedlichen Anzahl von Solarzellen  bestückt wurden, im Scheitel mit 120 Zellen und an den stärker gekrümmten Flanken mit nur 96 Zellen. Die an den Flanken positionierten Gläser lassen 56 Prozent des Tageslichts durch, so sind es in der Gewölbemitte nur noch 40 Prozent. Das Solardach wird jährlich rund 680.000 Kilowatt Strom erzeugt. Die Mehrausgaben von rund zwei Millionen Euro dürften sich nach rund neun Jahren rechnen. (Aus der Zeitschrift Photon – Das Solarstrom- Magazin 8/2012)

In Wien beim Hauptbahnhof wird nachträglich auf das fertige Dach eine Solaranlage installiert, wie im Sommer in einer Pressekonferenz stolz berichtet wurde. Andere Länder machen es, wie man sieht, besser und preiswerter.

Stiller Protest gegen den Gürtelausbau ohne Bäume auf Seite der Wieden

Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich gegen die Erweiterung des Gürtels auf ca. 65 Meter Breite ausgesprochen. Man ist noch mehr davon enttäuscht, dass auf der Seite der Wieden keine Bäume vorgesehen sind, sondern kleine Büsche gepflanzt wurden.
Unbekannte haben auf ihre eigene Art und Weise protestiert: sie legten im „Grünstreifen“ einen kleiner Garten an. Leider blieb der Protest unbemerkt.
Die Unbekannten vor den Vorhang für so viel Engagement.

Wiedner Radtour mit Diskussion am Dienstag, 23. Oktober um 11 Uhr

Alle Rad fahrenden Leserinnen und Leser dieses Blogs möchte ich auf eine Veranstaltung der Bezirksvorstehung Wieden hinweisen.
Nähere Informationen finden Sie unter http://www.wien.gv.at/bezirke/wieden/umwelt/wiedner-radtour.html

Kopfsteinpflaster auf dem Radweg im Schweizergarten

„Anonym“ schrieb am 18. September in einem Kommentar: „Warum sie aber beim neuen Radweg zumindest teilweise ein Kopfstein legen, ist mir nicht klar.“

Ich war gestern vor Ort und habe eine Stelle mit Kopfsteinpflaster gefunden. Sie ist kurz vor der Schnellbahnbrücke.

Hier teilt sich der Radweg und führt an einem Baum links und rechts vorbei.

Zum einem dient das Kopfsteinpflaster als befahrbare Baumscheibe, da durch das Pflaster mehr Wasser in den Boden eindringen kann, während eine Asphaltdecke wasserundurchlässig ist, zum anderen ist es auch als Tempobremse gedacht. Wie auf dem Foto unten ersichtlich, bildet der Radweg eine relative starke Kurve und der Gehweg stößt von rechts direkt an den Radweg. Um Konflikte mit den FußgängerInnen zu vermeiden, sollen die RadfahrerInnen ihr Tempo vermindern.

Gehweg, Radweg oder Geh- und Radweg?

Diese Frage stellt sich beim Weg entlang des Gürtels von der Ghegastraße bis zur Auffahrt zur A23.

Bei der Ghegastraße steht nach dem Schutzstreifen den FußgängerInnen eine Absperrung entgegen. Sie werden durch eine weitere Absperrung zur Haltestelle „geleitet“. Dazwischen ist eine Lücke, durch die die Verlängerung des Radweges führt. Von der baulichen Ausführung klar. Nur beschildert ist nichts. Aber wo bleiben die FußgängerInnen?

Absperrung für FußgängerInnen

Die Absperrung leitet die FußgängerInnen zur Straßenbahnhaltestelle

Zwischen Haltestelle und „Weg“ (Geh-, Rad- oder beides?) gibt es wieder Gitter. Auch hier gibt es wieder eine Lücke dazwischen. Auch hier wird den FußgängerInnen wieder signalisiert: „Halt“. Aber wie kommen zu Fuß gehende zum Beispiel von der Haltestelle in das große Möbelhaus?  Natürlich benützen sie den Weg. Für einen Geh- und Radweg ist er sehr schmal und es fehlt die Beschilderung.

Absperrung bei der Haltestelle

Gemeinsamer Weg für Rad- und FugängerInnen

Es bleibt zu hoffen, wenn der Gürtel in diesem Bereich endgültig fertig gestellt ist, dass Platz für einen getrennten Geh- und Radweg vorhanden ist. Wenn schon so viel Platz für die Autos da ist, sollte es selbstverständlich sein, dass auch Platz für RadfahrerInnen und FußgängerInnen und das baulich getrennt, zur Verfügung gestellt wird und nicht Konfliktbereiche zwischen FußgängerInnen und RadfahrerInnen geschaffen werden.

Lückenloses Radeln vom Südtiroler Platz bis zum Rennweg

Seit letzter Woche ist der Radweg vom Südtiroler Platz bis zum Rennweg durchgehend befahrbar. Es gibt Anbindungen an den Radweg in der Argentinierstraße (4. Bezirk) und die Radverkehrsanlage in der Kleistgasse (3. Bezirk).

Es gab keine feierliche Eröffnung, was vielleicht daran liegt, dass die Verbindung doch noch nicht ganz fertig gestellt ist. So ist das Kreuzungsplateau bei der Auffahrt zur Wiener Südosttangente A23 noch nicht fertig. Dort gibt es ein Provisorium. Über eine schmale Brücke führt ein gemeinsamer Rad- und Gehweg.

Engstelle auf der Brücke

Ebenso ist die Weiterführung über den Südtiroler Platz mit Anschlüssen an das Radwegenetz im 4. Und 10. Bezirk noch nicht fertig, da am Südtiroler Platz noch am Hauptbahnhof und der Eisenbahnbrücke gearbeitet wird.

Trotz aller Schwachstellen, die dieser Radweg aufweist, steht den RadfahrerInnen ab sofort durchgehend ein Zwei-Richtungs-Radweg über den Wiedner Gürtel entlang des Schweizergartens, über den Landstraßer Gürtel, in der Landstraßer Hauptstraße bis zum Rennweg zur Verfügung, wo er allerdings im Nichts endet.