Bezirksgrenze verschoben – Stellungnahme dazu

Grüne Wieden zu Verschiebung der Bezirksgrenze: „Chance vergeben“

Utl.: Neuroth: „Für Wieden ist Hauptbahnhof verloren“ Wien (OTS) –

Scharfe Kritik kommt von den Grünen Wieden zur geplanten Verschiebung der Bezirksgrenze zugunsten Favoritens im Zusammenhang mit dem neuen Hauptbahnhof. „Nun ist der Gürtel als Barriere einzementiert. Warum die ÖVP-Bezirksvorsteherin hier großzügig Bezirksgebiet verschenkt, ist nicht nachvollziehbar. Wir hätten uns erwartet, dass aus dem Bezirk engagierte Einflussnahme zum Projekt Hauptbahnhof kommt. Stattdessen wird mit der SPÖ zu ungunsten des Bezirks gepackelt – der Grund dafür bleibt ein Rätsel“, so die Sprecherin der Grünen Wieden, Barbara Neuroth. Sich hier nur auf Informationen durch den Planungsstadtrat und die SPÖ Bezirksvorstehung Favoritens zu beschränken, bedeutet eine starke Vernachlässgiung der Interessen der Bevölkerung Wiedens. „Das Hauptbahnhofareal würde die Möglichkeit bieten, Defizite des Bezirks wie etwa notwendige Sozialräume oder Kindergärten und kulturelle Einrichtungen abzudecken. Diese Chance ist nun vertan“, so Neuroth abschließend.

Rückfragehinweis: Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 – 81814, presse.wien@gruene.at

Aus für das Postamt 1103 am Südbahnhof

Um den Bau des neuen Hauptbahnhofes möglichst unbehindert durchführen zu können, wird der Südbahnhof mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 gesperrt und abgerissen. Mit ihm das Postamt 1103 am Wiedner Gürtel. Postamt 1103 Und wie die ÖBB in einer Informationsveranstaltung im Arsenal mitteilte, ist für die Bauzeit, immerhin vier Jahre, kein Ersatzpostamt, geplant. Und ob es im neuen Hauptbahnhof ein Postamt geben wird, steht noch nicht fest.

Hier wird auf Kosten der Bevölkerung gespart, um für die AktionärInnen höhere Dividenden zu erzielen. Eine Sperre des Postamtes 1103 bringt eine wesentliche Verschlechterung für die BewohnerInnen der angrenzenden Bezirke 3, 4 und 10. Dies bedeutet eine Verlängerung der Wege, da sich die nächst gelegenen Postämter in größerer Entfernung befinden. Das ist, besonders für ältere, gehbehinderte Personen oder Eltern mit Kindern, eine Zumutung. Die Sperre des Postamtes bringt eine eindeutige Verschlechterung der Nahversorgung mit sich.

DIE GRÜNEN verlangen daher ein leicht erreichbares Ersatzpostamt in der Nähe des alten Standortes am Wiedner Gürtel

Warum es noch immer keine Zusicherung über eine Neuerrichtung eines Postamtes nach Fertigstellung des Hauptbahnhofes gibt ist ja völlig absurd. Da plant man ein neues Stadtviertel mit Büros und Wohnungen und glaubt auf einen wichtigen Teil der Infrastruktur, ein Postamt, verzichten zu können. Wo hat man schon je den Hauptbahnhof einer Weltstadt gesehen, der über kein Postamt verfügte!

Die Post AG wird hoffentlich einsehen, dass sie ein so großes neues Stadtviertel nicht der Konkurrenz überlassen sollte, das ist vermutlich auch im Sinne ihrer AktionärInnen.

Und die ÖBB-Immobilien sollte wissen, das durch eine gute Infrastruktur der Wert ihrer Grundstücke erheblich steigen wird.

Mit einem Postamt mit Standort Hauptbahnhof profitieren alle: Die Bevölkerung, da sie ein Postamt in der Nähe hat, die Post-AG durch ein kundennahes Angebot und die ÖBB-Immobilien, durch den höheren infrastrukturellen Wert ihrer Liegenschaften.

DIE GRÜNEN fordern im oder in der Nähe des Hauptbahnhofes die Errichtung eines Postamtes, auch während der Bauzeit.

‚Gondeln am Grütel…‘

Eine fast unauffällige Meldung in der News Ausgabe von 28.8.08….

PDF Version: news_apm_aug08

….sehr eigenartig, dass die Bezirksvorsteherin von Wieden die Errichtung eines Cable-Liners bzw. eines APM (Automated People Mover) fordert!

Es werden Machbarkeitsstudien erstellt, potenzielle Geschäfte in Verträgen festgehalten, während der öffentliche Meinung völlig ausgeschlossen bleibt !