Blühende Vielfalt auf ehemaligem Gleiskörper

Auf Grund des Artikels Gleisanschluss hat ein Leser Fotos zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind so beeindruckenden, dass ich sie hier veröffentliche.
Bewunderswert, wie schnell die Natur genutzte Flächen zurück erobert, ohne Zutun des Menschen.
Ich habe bei der MA 22 angefragt, ob dieses Biotop unter Schutz gestellt werden kann.

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Gleisanschluss der Druckerei Herold

Ehemaliger Gleisanschluss des Arsenals, der unter anderem das Bundesheer beliefern konnte und auch die Druckerei Herold. Nachdem das Gleis entfernt wurde, liegt das Grundstück brach.

Ein Gleisanschluss führte von der Ostbahn bis zum Bundesheergelände. Das Bundesheer hat die Reparaturwerkstätte aufgelassen und siedelte ab. Das Heer benötigte den Anschluss nicht mehr.

Die Druckerei Herold aber wollte auch in Zukunft ihre großen Papierlieferungen weiterhin mit der Bahn abwickeln. So wurde der Bahnanschluss gebaut, wenn er auch einige technischen Schwierigkeiten bereitete. Um das Höhenniveau des Hauptbahnhofes zu erreichen, beginnt die Steigung der Bahn schon vor der Bücke über die Gudrunstraße. Durch das Niveau der Arsenalstraße ist die Höhenlage des Gleises in diesem Bereich festgelegt. Es wurde eine Lösung gefunden und der Gleisanschluss wurde gebaut.

Durch die langen Bauarbeiten der Gleisanlagen für den Hauptbahnhof, war die Firma Herold mehr als 5 Jahre vom Gleisnetz getrennt. In dieser Zeit wurde der Transport auf LKW umgestellt. Als der Anschluss an das Gleisnetz wieder hergestellt war, ging es daran, die Sicherung der Straßenüberfahrt über die Arsenalstraße zu klären.

Neue Bestimmungen machten das ganze kompliziert und teuer. Man einigte sich nicht mit der ÖBB und die Firma blieb dabei, die Transporte mit LKWs abzuwickeln. Sehr zum Nachteil der Anrainer_innen und des Klimaschutzes.

Warum man die Sicherungsfragen nicht vor dem Bau geklärt hat, ist nicht mehr zu eruieren. Vielleicht war diese Detailfrage nicht wichtig genug und man hatte andere Sorgen. Man hätte sich aber einiges Geld sparen können: zuerst die sehr komplizierte Planung, den Bau, die Verhandlungen und zum Schluss den Abbau des Gleises.

Jetzt liegt das Grundstück brach. Was mit dem Grundstück geschieht, ist offen. Das Bauhaus soll Interesse zeigen: für zusätzliche Parkplätze und Lagerfläche.

Vor 10 Jahren startete Wien Energie mit der ersten Fernkältezentrale.

Wien Energie startete vor 10 Jahren mit der ersten Fernkältezentrale. Heute sind es 13 Zentralen. Eine davon versorgt das Gebiet rund um den Hauptbahnhof mit Fernkälte und bietet Großabnehmern eine einfache Lösung zur Gebäude-Klimatisierung. Immer mehr Hitzetage über 30 Grad haben die Nachfrage nach umweltfreundlichen Methoden zur Gebäude-Klimatisierung in den letzten Jahren stark steigen lassen.

Fernkälte entsteht umweltfreundlich. Die Produktion von Fernkälte verbraucht gegenüber konventioneller Klimatechniken fünf- bis zehnmal weniger Primärenergie und weist eine ebenso hohe Ersparnis an Kohlendioxid (CO2) auf. Bei der Stromerzeugung und in den Müllverbrennungsanlagen entsteht unweigerlich Wärme als Nebenprodukt. Während diese in der kalten Jahreszeit als Fernwärme zur Beheizung und Warmwassererzeugung genutzt wird, kann die Abwärme in der warmen Jahreshälfte für die Fernkälteproduktion verwendet werden.

Die Erzeugung der Fernkälte erfolgt zum größten Teil in sogenannten Absorptionskältemaschinen, für deren Antrieb anstelle von Strom Wärme verwendet wird. Von den Fernkältezentralen gelangt das etwa 6 Grad kalte Wasser über ein separates Kältenetz zu großen Abnehmern in der Stadt und wird schließlich dort in die eigenen Kühlsysteme eingespeist.

Die nächste große Kältezentrale entsteht derzeit am Austria Campus in der Wiener Leopoldstadt. Bis 2018 werden dort 300.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche mit Geschäften, Büros und Konferenzzentren errichtet. Wien Energie wird hier für 10.000 Menschen an ihren Arbeitsplätzen ein angenehmes Raumklima schaffen und gleichzeitig durch die Entwicklung eines Energie-Gesamtkonzepts für höchstmögliche Energieeffizienz sorgen.

10 Jahre Fernkälte von Wien Energie

  • 13 Fernkälte-Zentralen in Wien
  • 120 Megawatt Gesamtleistung, entspricht der Kühlleistung von 1,2 Millionen Kühlschränken
  • 2.000.000m² klimatisierte Bürofläche, entspricht etwa 200 Fußballfeldern
  • durchschnittlich 15 % Zuwachs (10-20 Megawatt) an Fernkälte-Leistung jährlich

Bauarbeiten im Schweizergarten

Entlang der Arsenalstraße gegenüber des Ersten Campus wird im Schweizergarten gearbeitet. Die Erste Bank wünscht sich schon seit Langem, das der Schweizergarten gegenüber des Erste Campus schöner gestaltet wird. Jetzt dürfte der Wunsch der Erste Bank in Erfüllung gehen. Zwischen der S-Bahnstation und der Gleisschleife wird umgestaltet. Die Gleisschleife selbst wird ebenfalls umgestaltet.

Bauarbeiten im Schweizergarten entlang der Arsenalstraße

Von der S-Bahnstation wurde ein neuer Zugangsweg in den Schweizergarten angelegt.

Neues von Schweizergarten

In der alten Endstellenschleife der Linie D im Schweizergarten waren drei Gleise erforderlich für das Abstellen von Straßenbahngarnituren. Ein Gleis musste immer frei sein um den laufenden Betrieb aufrecht erhalten zu können. In der neuen Endstation bei der Alfred-Adler-Straße gibt es zwei Gleise, daher wird ein Gleis im Schweizergarten überflüssig und abgebaut. Ebenfalls nicht mehr gebraucht wird die ehemalige Haltestelle. Auch sie wird abgebaut. Dadurch wird der Schweizergarten um einige Quadratmeter grünen Rasen größer. Super wäre, wenn die beiden restlichen Gleise als Rasengleise ausgeführt werden würden. Leider wehren sich die Wiener Linien vehement gegen Rasengleise.

Die ehemalige Haltestelle links im Bild wird abgebaut und eins der drei Gleise wird entfernt werden.

Auf der anderen Seite gibt es einen großen gepflasterten Bereich, der entfernt wird.

Im Zentrum der Schleife wurde ein provisorisches Gebäude, der Schauplatz für den Erste Campus errichtet. Dieses diente der Präsentation des Bauvorhaben Erste Campus und es waren auch einige Planungsbüros untergebracht. Es steht nun schon einige Jahre leer und sollte längst abgerissen worden sein. Man versucht es zu erhalten und sucht eine neue Nutzung. Wie heißt es in Wien so schön „Provisorien halten am längsten“.

Der Schauplatz, für den eine neue Verwendung gesucht wird.

Sanierungen im Schweizergarten

Das 20erHaus wurde von 2001 bis 2011 umgebaut und erweitert. Für die Bauphase wurde eine provisorische Baustraße durch den Park zur Baustelle errichtet.  Obwohl die Bauarbeiten schon im November 2011 beendet wurden und das 21er Haus am 11. November 2011 eröffnet wurde, geschah nichts. Im August 2016 hat man die provisorische Befestigung durch die Grünfläche entfernt und begrünt.

Die begrünte Fläche im August 2016. Im Hintergrund die Begrenzungsmauer mit dem Einfahrtstor zum 21er Haus.

Auf dem Parkweg geschah nichts. Mit der Zeit entstanden große Schlaglöcher. Jetzt endlich nach fast sechs Jahren wurde der Parkweg saniert. Bei der Erneuerung hat man aber sehr gespart. Einige Flächen hätte man ebenfalls neu asphaltieren können, da der ursprüngliche Belag schon sehr abgenützt ist und in keinem guten Zustand ist.

Der Parkweg wurde teilweise mit einem Belag ausgebessert.

 

Der Helmut-Zilk-Park ist fertig!

Mit Fertigstellung des zweiten Teils des Parks am 9. Juni wurde Wiens größtes innerstädtisches Parkprojekt seit 40 Jahren, der Helmut-Zilk-Park, eröffnet. Das Datum war nicht zufällig gewählt, es wäre der 90. Geburtstag von Wiens Altbürgermeisters Dr. Helmut Zilk gewesen. Als besonderer Ehrengast war Helmut Zilks Witwe Dagmar Koller zur Eröffnung geladen, die den herrlichen, weitläufigen Park besichtigte.

Die rund 70.000 m² große Parkanlage bringt viel Natur für Erholung und Freizeitvergnügen ins Sonnwendviertel in Favoriten. Diese Parkanlage wurde ökologisch und naturnah gestaltet. Ungefähr die Hälfte des Parks wurde als Blumenwiese angelegt. Die naturnahe Gestaltung ist weniger pflegeintensiv und spart Geld. Es wurden auch 520 neue Bäume gepflanzt. Die wenigen, auf dem Areal vorhandenen Bäume konnten leider nicht erhalten werden, da das Gelände angeschüttet werden musste.

Multifunktionales Parkkonzept

5 Der Rundweg, auf dem man die Rasenfläche umrunden kann.

Das Zentrum der Parkanlage bildet eine weitläufige multifunktionale Rasenfläche, die zum gemütlichen Picknick ebenso genutzt wird wie zum Ballspielen und Austoben. Ein Rundweg um die Rasenfläche wird als Baumallee mit blühenden, kleinkronigen Baumarten angelegt, die nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Sommer blühen.

Das Zentrum der Parkanlage bildet eine weitläufige multifunktionale Rasenfläche, die zum gemütlichen Picknick ebenso genutzt wird wie zum Ballspielen und Austoben. Ein Rundweg um die Rasenfläche wird als Baumallee mit blühenden, kleinkronigen Baumarten angelegt, die nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Sommer blühen.

Der Sonnwendgarten

Dieser bietet auf 870 m2 Platz für 70 Beete. Angelegt wurde der Gemeinschaftsgarten von der MA 42 – Wiener Stadtgärten, ausgestattet mit Wasseranschlüssen und Wegen, der Garten ist mit einem Zaun und Naschhecke umgeben. Die Hochbeete müssen erst angelegt werden. 50 Plätze werden noch heuer vergeben, die restlichen nächstes Jahr. Siehe https://schaffnerin.wordpress.com/2017/06/11/gemeinschaftsgarten/

Hundezone

Die über 540 m2 große Hundezone ist ausgestattet mit Trinkbrunnen, Bänken und Tischen, Dogstations und Pinkelsteinen. Die Hundezone ist mit einem Zaun, an dem ein Sichtschutz angebracht ist, geteilt – so wird das Bellen und damit Lärm reduziert.

 

Eckdaten des Helmut-Zilk-Parks

  • Größe rund 70.000 m2
  • 520 neue Bäume wurden gepflanzt
  • Park mit Blütenhainen
  • großzügigem Sonnendeck
  • Gastronomie
  • Picknickwiesen
  • Kleinkinderspielplatz
  • Motorikpark
  • Gemeinschaftsgarten
  • Hundezone