Bahnorama

Das bahnorama sperrte Ende 2014 zu, nachdem es kurz zuvor an einen deutschen Investor verkauft wurde. Dieser Investor wollte es weiterverkaufen, blieb aber darauf sitzen. Da der Käufer auch die Kosten für die Abtragung nicht hatte, musste die Gemeinde das bahnorama abreißen. Dieser Abriss erfolgte im November letzten Jahres.
Wiener Wohnen will auf dem Grundstück einen Wohnbau errichten, daher hat sich die Gemeinde bemüht, das Grundstück rasch bestandsfrei zu bekommen. Aber bis heute ist das Grundstück eine asphaltierte Fläche. Wann wird endlich gebaut?

Abbruch des bahnoramas

Nachdem der Käufer des bahnoramas dieses nicht abgetragen hat, erfolgt jetzt die Zwangsvollstreckung durch die Gemeinde. Der Aufbau des Turmes erfolgte in drei Stücken, die angeliefert wurden und vor Ort zusammengebaut wurden. Für den Abbau wird der Turm in kleine Teile zersägt und Stück um Stück abgetragen.

Dieses Bauwerk, ein Beweis der Leistungsfähigkeit und des Könnens der österreichischen Ingenieurskunst hat viele Architektur-Preise erhalten. Jetzt wird es zerstückelt und ist damit für die Nachwelt verloren.

In wenigen Tagen wird nichts mehr an das bahnorama erinnern und der Platz ist frei für die Errichtung eines Wohnhauses durch Wiener Wohnen.

Zwei riesige Kräne sind für den Abbruch erforderlich. Einer für den Transport der Arbeiter, der zweite für die Sicherung und Abtransport der abgeschnittenen Teile des Turmes.

Zwei riesige Kräne sind für den Abbruch erforderlich. Einer für den Transport der Arbeiter, der zweite für die Sicherung und Abtransport der abgeschnittenen Teile des Turmes.

Der linke Kran hält den torförmigen Teil, damit er nicht abstürzt. Der rechte senkrechte Steher wird mittels Kettensäge von Turm abgetrennt.

Der linke Kran hält den torförmigen Teil, damit er nicht abstürzt. Der rechte senkrechte Steher wird mittels Kettensäge von Turm abgetrennt.

) Der abgeschnittene Teil schwebt nach unten.

Der abgeschnittene Teil schwebt nach unten.

Am Boden wird das Teil von Arbeitern erwartet.

Am Boden wird das Teil von Arbeitern erwartet.

Das Teil setzt am Boden auf und neigt sich zum Boden.

Das Teil setzt am Boden auf und neigt sich zum Boden.

Das Teilstück wird am Boden abgelegt.

Das Teilstück wird am Boden abgelegt.

bahnorama wird abgerissen

Ursprünglich war geplant, nach der Fertigstellung des Hauptbahnhofes das bahnorama zum Nordwestbahnhof zu versetzen, um dort die Bautätigkeiten beobachten zu können. Dieser Plan hat sich leider zerschlagen und so hat die ÖBB einen Käufer gesucht und gefunden, der aber das bahnorama nicht abbaute.

Das bahnorama hat einige Architekturpreise* gewonnen und es wurde von über 350.000 Menschen besucht. Trotzdem war kein Interesse von der ÖBB und der Gemeinde Wien (Grundeigentümerin) vorhanden, den Aussichtsturm weiter zu betreiben. Eine vertane Chance. Der Aussichtsturm wäre sicher bei einer entsprechenden Bewerbung auch für Touristinnen und Touristen interessant gewesen.

Jetzt wird der Turm und Veranstaltungsraum zwangsweise durch die Gemeinde abgerissen.

Bilder vom Abriss der Veranstaltungsgebäude:

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Architekturpreise*:

wienwood 2015: https://schaffnerin.wordpress.com/2015/10/22/auszeichnung-fuer-das-bahnorama/

Holzpreis des Landes NÖ: https://schaffnerin.wordpress.com/2012/11/14/weitere-auszeichnung-fur-das-bahnorama/

Designpreis und SOLID-Bautech-Preis: https://schaffnerin.wordpress.com/2011/09/27/designpreis-fur-das-ausstellungs-und-informationszentrum-bahnorama/

Besichtigung der ÖBB-Zentrale

Im Rahmen der Architekturtage fand im Juni eine Führung durch die ÖBB-Zentrale beim Hauptbahnhof statt.
In der öffentlich zugänglichen Eingangshalle sind zwei großflächige Tableaus von ERRÓ zu sehen. Der Künstler hat sie der Stadt Wien geschenkt und gewidmet und sie sind dort permanent zu besichtigen.

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Eine Besonderheit in der ÖBB-Zentrale sind die Grünwände, die sich in jedem Stockwerk befinden.

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Natürlich bietet sich von oben eine spektakuläre Aussicht:

Eine Aussicht auf das bahnorama, die es bald nicht mehr geben wird. Das bahnorama wird mittels Zwangsvollstreckung durch die Gemeinde entfernt.

Eine Aussicht auf das bahnorama, die es bald nicht mehr geben wird. Das bahnorama wird mittels Zwangsvollstreckung durch die Gemeinde entfernt.

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So richtig wirkt das Rautendach nur von oben.

So richtig wirkt das Rautendach nur von oben.

Aussicht über die Stadt nach Norden.

Aussicht über die Stadt nach Norden.

Blick auf die Baustelle des QBC http://www.qbc.at/qbc/

Blick auf die Baustelle des QBC http://www.qbc.at/qbc/

Die unverbaute Fläche in Bildmitte ist ein Teil des Helmut-Zilk-Parks.

Die unverbaute Fläche in Bildmitte ist ein Teil des Helmut-Zilk-Parks.

Ein Teil der schon fertiggestellten Wohnbauten des Sonnwendviertels.

Ein Teil der schon fertiggestellten Wohnbauten des Sonnwendviertels.

Auf der freien Fläche wird ein weiteres neues Stadtviertel entstehen mit einem neuen Bildungscampus. Links neben der freien Fläche stehen einige Bauten, von denen einige unter Denkmalsschutz stehen.

Auf der freien Fläche wird ein weiteres neues Stadtviertel entstehen mit einem neuen Bildungscampus. Links neben der freien Fläche stehen einige Bauten, von denen einige unter Denkmalsschutz stehen.

Auszeichnung für das bahnorama

Der hölzerne Aussichtsturm bahnorama, der zweithöchste begehbare Holzturm, wurde von „wienwood 2015“ ausgezeichnet.

Jury: Als mächtiges Signal, weithin sichtbar und intensiv genutzt, stand der 64 m hohe Aussichtsturm neben der Baustelle für den Wiener Hauptbahnhof. Die Idee, das geplante Informationsgebäude mit einem Panorama-Turm zu kombinieren und alles aus Holz zu errichten, war schon im Wettbewerb einzigartig und für den Erfolg entscheidend. Besondere Eleganz zeigte hier die Knotenausbildung des Fachwerks mit Stahlgelenken und die auftstrebende Dynamik der nach oben aufgelösten, sukzessive schlanker dimensionierten Struktur. Geschoßweise Vorfertigung erleichterte die Errichtung und ist nun auch beim Abbau von Vorteil. Denn der Turm wurde verkauft und wird an anderer Stelle neu genutzt. Gerade für temporäre Zwecke bietet avancierte Holzbaukunst im urbanen Raum herausragende Potentiale, – was in diesem Fall auch wortwörtlich demonstriert wurde.

Schon 2012 erhielt der Turm den Holzbaupreis der NÖ Landesregierung.

Bleibt ÖBB auf dem bahnorama sitzen?

Zu Jahresende 2014 hat die ÖBB das bahnorama unter geheimnisvollen Umständen verkauft. Der Käufer war ein deutscher Investor, der anonym bleiben wollte. Es war nicht klar, was mit dem Turm passieren sollte. Der Kaufpreis lag bei € 20.000 und am 31. Dezember wurde der Schlüssel übergeben. Der Turm sollte von dem Käufer noch im Jänner abgebaut werden.

 

Der deutsche Investor ist ein Zwischenhändler, der bis jetzt offensichtlich keinen Abnehmer gefunden hat. So befindet sich der Turm noch an seinem Platz im 10. Bezirk und steht im wahrsten Sinn einer Nachnutzung im Weg. Das Grundstück gehört Wiener Wohnen, eigentlich soll an dieser Stelle ein Wohnbau errichtet werden.

Bahnorama: freie Fahrt an den Adventsonntagen

Das bahnorama sperrt mit Ende Dezember für immer zu. Die Stadt Wien lädt an den Adventsonntagen zum freien Besuch des bahnorama-Turms ein. Am 7., 14. und 21. Dezember zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr kann man den Aussichtsturm gratis besuchen und den Hauptbahnhof von oben bewundern.

Das bahnorama sperrt am 31.12.2014 zu.

Im August 2010 eröffnete der Aussichtsturm bahnorama seine Pforten und bis heute haben mehr als 280.000 Menschen die Aussichtsplattform besucht. Von oben konnte man den Baufortschritt der Baustellen rund um den Hauptbahnhof, aber auch des Hauptbahnhofes selbst genau beobachtet werden. Man hat aber auch eine tolle Aussicht über Wien.

Aussicht von der Plattform. Im Hintergrund die Hochhäuser auf der Donauplatte auf der anderen Seite der Donau.

Aussicht von der Plattform. Im Hintergrund die Hochhäuser auf der Donauplatte auf der anderen Seite der Donau.

Noch ein Jahr lang, bis 31.12.2014, hat man die Gelegenheit auf den Turm hinauf zu fahren, um die Aussicht zu genießen. Dann wird das bahnorama geschlossen und demontiert.

Ausstellung „Alte Wege im neuen Stadtviertel“

Personen- und Warentransport ist auf dem und im Boden des neuen Hauptbahnhofes seit Jahrhunderten ein Thema. Straßen und Wege aus verschiedenen stadtgeschichtlichen Epochen führten dort entlang, wo jetzt die Bahn ihrer Aufgabe nachkommt. Die Ausstellung der Stadtarchäologie Wien vermittelt vom 30. Jänner bis 27. März 2013 einen Einblick in die Straßen und „Unwegbarkeiten“ vergangener Zeiten.

Die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabung, die von 30. August bis 7. November 2011 die infrastrukturellen Hinterlassenschaften untersuchen konnte, zeigen alte Straßenschotterungen als Schnittstellen zwischen gestern und heute. Sie präsentieren alte Wege, die durch den Bau neuer „Wege“ wieder ans Licht gekommen sind.

Die Verbindung zwischen den Dörfern Simmering und Meidling – der sogenannte „Simmeringer Weg“ – fungierte als Vorgänger der heutigen Gudrunstraße. Viel benutzt, wie Radspuren und verlorene Hufeisen zeigten, war auch der Weg zum Belvedere, der vom „Simmeringer Weg“ nach Norden abzweigte. Auch ein alter Wasserweg wird hier aus der Vergessenheit geholt. Die Urselbrunnenleitung führte über die Gudrunstraße zum Schwarzenbergschen Garten.

Eine Ausstellung der Stadtarchäologie Wien in Kooperation mit der MD-BD Projektleitung Hauptbahnhof.

Veranstaltungsdetails

Ausstellungsdauer: 30. Jänner bis 27. März 2013

Ort: bahnorama, 10., Favoritenstraße 51

Öffnungszeiten: täglich von 8 bis 18 Uhr

Information: Telefon: 01 600 14 15

Quelle: Wien.at

Weitere Auszeichnung für das „bahnorama“

Der Holzbaupreis des Landes Niederösterreich in der Kategorie „Außer Landes“ ging an die Firma Graf-Holztechnik für den Aussichtsturm „bahnorama“, der am Rand der Baustelle des neuen Wiener Hauptbahnhofes steht.

Das besondere an dem Bauwerk ist die Konstruktion: der Turm wurde in Holz-Modulen im Waldviertel vorgefertigt und in vier Arbeitsschritten in Wien zusammen gebaut. Der Turm hat eine Gesamthöhe von ca. 67 Meter, wobei die Aussichtplattform auf einer Höhe von ca. 41 Meter liegt.

Schon 2011 wurde die Firma Graf-Holztechnik mit dem internationalen „Brunel Award“ ausgezeichnet. Siehe Designpreis.