Abbruch des bahnoramas

Nachdem der Käufer des bahnoramas dieses nicht abgetragen hat, erfolgt jetzt die Zwangsvollstreckung durch die Gemeinde. Der Aufbau des Turmes erfolgte in drei Stücken, die angeliefert wurden und vor Ort zusammengebaut wurden. Für den Abbau wird der Turm in kleine Teile zersägt und Stück um Stück abgetragen.

Dieses Bauwerk, ein Beweis der Leistungsfähigkeit und des Könnens der österreichischen Ingenieurskunst hat viele Architektur-Preise erhalten. Jetzt wird es zerstückelt und ist damit für die Nachwelt verloren.

In wenigen Tagen wird nichts mehr an das bahnorama erinnern und der Platz ist frei für die Errichtung eines Wohnhauses durch Wiener Wohnen.

Zwei riesige Kräne sind für den Abbruch erforderlich. Einer für den Transport der Arbeiter, der zweite für die Sicherung und Abtransport der abgeschnittenen Teile des Turmes.

Zwei riesige Kräne sind für den Abbruch erforderlich. Einer für den Transport der Arbeiter, der zweite für die Sicherung und Abtransport der abgeschnittenen Teile des Turmes.

Der linke Kran hält den torförmigen Teil, damit er nicht abstürzt. Der rechte senkrechte Steher wird mittels Kettensäge von Turm abgetrennt.

Der linke Kran hält den torförmigen Teil, damit er nicht abstürzt. Der rechte senkrechte Steher wird mittels Kettensäge von Turm abgetrennt.

) Der abgeschnittene Teil schwebt nach unten.

Der abgeschnittene Teil schwebt nach unten.

Am Boden wird das Teil von Arbeitern erwartet.

Am Boden wird das Teil von Arbeitern erwartet.

Das Teil setzt am Boden auf und neigt sich zum Boden.

Das Teil setzt am Boden auf und neigt sich zum Boden.

Das Teilstück wird am Boden abgelegt.

Das Teilstück wird am Boden abgelegt.

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bahnorama wird abgerissen

Ursprünglich war geplant, nach der Fertigstellung des Hauptbahnhofes das bahnorama zum Nordwestbahnhof zu versetzen, um dort die Bautätigkeiten beobachten zu können. Dieser Plan hat sich leider zerschlagen und so hat die ÖBB einen Käufer gesucht und gefunden, der aber das bahnorama nicht abbaute.

Das bahnorama hat einige Architekturpreise* gewonnen und es wurde von über 350.000 Menschen besucht. Trotzdem war kein Interesse von der ÖBB und der Gemeinde Wien (Grundeigentümerin) vorhanden, den Aussichtsturm weiter zu betreiben. Eine vertane Chance. Der Aussichtsturm wäre sicher bei einer entsprechenden Bewerbung auch für Touristinnen und Touristen interessant gewesen.

Jetzt wird der Turm und Veranstaltungsraum zwangsweise durch die Gemeinde abgerissen.

Bilder vom Abriss der Veranstaltungsgebäude:

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Architekturpreise*:

wienwood 2015: https://schaffnerin.wordpress.com/2015/10/22/auszeichnung-fuer-das-bahnorama/

Holzpreis des Landes NÖ: https://schaffnerin.wordpress.com/2012/11/14/weitere-auszeichnung-fur-das-bahnorama/

Designpreis und SOLID-Bautech-Preis: https://schaffnerin.wordpress.com/2011/09/27/designpreis-fur-das-ausstellungs-und-informationszentrum-bahnorama/

Besichtigung der ÖBB-Zentrale

Im Rahmen der Architekturtage fand im Juni eine Führung durch die ÖBB-Zentrale beim Hauptbahnhof statt.
In der öffentlich zugänglichen Eingangshalle sind zwei großflächige Tableaus von ERRÓ zu sehen. Der Künstler hat sie der Stadt Wien geschenkt und gewidmet und sie sind dort permanent zu besichtigen.

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Eine Besonderheit in der ÖBB-Zentrale sind die Grünwände, die sich in jedem Stockwerk befinden.

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Natürlich bietet sich von oben eine spektakuläre Aussicht:

Eine Aussicht auf das bahnorama, die es bald nicht mehr geben wird. Das bahnorama wird mittels Zwangsvollstreckung durch die Gemeinde entfernt.

Eine Aussicht auf das bahnorama, die es bald nicht mehr geben wird. Das bahnorama wird mittels Zwangsvollstreckung durch die Gemeinde entfernt.

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So richtig wirkt das Rautendach nur von oben.

So richtig wirkt das Rautendach nur von oben.

Aussicht über die Stadt nach Norden.

Aussicht über die Stadt nach Norden.

Blick auf die Baustelle des QBC http://www.qbc.at/qbc/

Blick auf die Baustelle des QBC http://www.qbc.at/qbc/

Die unverbaute Fläche in Bildmitte ist ein Teil des Helmut-Zilk-Parks.

Die unverbaute Fläche in Bildmitte ist ein Teil des Helmut-Zilk-Parks.

Ein Teil der schon fertiggestellten Wohnbauten des Sonnwendviertels.

Ein Teil der schon fertiggestellten Wohnbauten des Sonnwendviertels.

Auf der freien Fläche wird ein weiteres neues Stadtviertel entstehen mit einem neuen Bildungscampus. Links neben der freien Fläche stehen einige Bauten, von denen einige unter Denkmalsschutz stehen.

Auf der freien Fläche wird ein weiteres neues Stadtviertel entstehen mit einem neuen Bildungscampus. Links neben der freien Fläche stehen einige Bauten, von denen einige unter Denkmalsschutz stehen.

Auszeichnung für das bahnorama

Der hölzerne Aussichtsturm bahnorama, der zweithöchste begehbare Holzturm, wurde von „wienwood 2015“ ausgezeichnet.

Jury: Als mächtiges Signal, weithin sichtbar und intensiv genutzt, stand der 64 m hohe Aussichtsturm neben der Baustelle für den Wiener Hauptbahnhof. Die Idee, das geplante Informationsgebäude mit einem Panorama-Turm zu kombinieren und alles aus Holz zu errichten, war schon im Wettbewerb einzigartig und für den Erfolg entscheidend. Besondere Eleganz zeigte hier die Knotenausbildung des Fachwerks mit Stahlgelenken und die auftstrebende Dynamik der nach oben aufgelösten, sukzessive schlanker dimensionierten Struktur. Geschoßweise Vorfertigung erleichterte die Errichtung und ist nun auch beim Abbau von Vorteil. Denn der Turm wurde verkauft und wird an anderer Stelle neu genutzt. Gerade für temporäre Zwecke bietet avancierte Holzbaukunst im urbanen Raum herausragende Potentiale, – was in diesem Fall auch wortwörtlich demonstriert wurde.

Schon 2012 erhielt der Turm den Holzbaupreis der NÖ Landesregierung.

Bleibt ÖBB auf dem bahnorama sitzen?

Zu Jahresende 2014 hat die ÖBB das bahnorama unter geheimnisvollen Umständen verkauft. Der Käufer war ein deutscher Investor, der anonym bleiben wollte. Es war nicht klar, was mit dem Turm passieren sollte. Der Kaufpreis lag bei € 20.000 und am 31. Dezember wurde der Schlüssel übergeben. Der Turm sollte von dem Käufer noch im Jänner abgebaut werden.

 

Der deutsche Investor ist ein Zwischenhändler, der bis jetzt offensichtlich keinen Abnehmer gefunden hat. So befindet sich der Turm noch an seinem Platz im 10. Bezirk und steht im wahrsten Sinn einer Nachnutzung im Weg. Das Grundstück gehört Wiener Wohnen, eigentlich soll an dieser Stelle ein Wohnbau errichtet werden.

Bahnorama: freie Fahrt an den Adventsonntagen

Das bahnorama sperrt mit Ende Dezember für immer zu. Die Stadt Wien lädt an den Adventsonntagen zum freien Besuch des bahnorama-Turms ein. Am 7., 14. und 21. Dezember zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr kann man den Aussichtsturm gratis besuchen und den Hauptbahnhof von oben bewundern.

Das bahnorama sperrt am 31.12.2014 zu.

Im August 2010 eröffnete der Aussichtsturm bahnorama seine Pforten und bis heute haben mehr als 280.000 Menschen die Aussichtsplattform besucht. Von oben konnte man den Baufortschritt der Baustellen rund um den Hauptbahnhof, aber auch des Hauptbahnhofes selbst genau beobachtet werden. Man hat aber auch eine tolle Aussicht über Wien.

Aussicht von der Plattform. Im Hintergrund die Hochhäuser auf der Donauplatte auf der anderen Seite der Donau.

Aussicht von der Plattform. Im Hintergrund die Hochhäuser auf der Donauplatte auf der anderen Seite der Donau.

Noch ein Jahr lang, bis 31.12.2014, hat man die Gelegenheit auf den Turm hinauf zu fahren, um die Aussicht zu genießen. Dann wird das bahnorama geschlossen und demontiert.