Sind 335 Meter weit?

Die ÖBB hat Pläne vorgelegt, aus denen hervorgeht, dass der Fußweg vom Beginn der Rolltreppe am Bahnsteig des neuen Bahnhofes bis zum Ende der Rolltreppe am Bahnsteig der U-1 335 Meter beträgt. (Siehe angehängtes Dokument „Weglänge“) In dieser Strecke sind die Längen der Rolltreppe enthalten, die zur Überwindung der Höhendifferenz  zwischen Zugbahnsteig und U-Bahnsteig von ca. 45 Meter dienen. In Summe ergeben die Rolltreppen eine Länge von ca. 100 Meter, die man auf jeden Fall zur Überwindung der Höhendifferenz benötigt. Verbleibt ein  reiner Fußweg von 235 Meter. Diese 235 Meter an Fußweg hätte man bei einer idealen Plazierung des Bahnhofs noch bedeutend reduzieren können. 

Da aber der Hauptbahnhof mit einem bestehendes System (U1) verbunden werden muss, liegt natürlich dieser Idealfall nicht vor. Aber sicher hätte man den Hauptbahnhof den einen oder anderen Meter näher an die U1 bringen können. Hinzu kommt, dass man die Reisenden zuerst durch ein Einkaufszentrum schleusen will, damit verlängert sich der Weg automatisch.

Daten zum Fussweg siehe Weglänge

Abbruch des Südbahnhofes – Staubentwicklung

Während der Abbrucharbeiten am Südbahnhof kam es zu starken Staubentwicklungen. Am 9. März war ich vor Ort und machte einige Aufnahmen.

Die letzten Teile der Südbahnhofhalle fallen zu Staub

Von Befeuchtung weit und breit keine Spur. Im Gegenteil, die „Befeuchtungskanone“ stand abseits und war nicht in Betrieb.

Links im Bild die Befeuchtungskanone außer Betrieb

Die ÖBB damit konfrontiert, meinten sie, dass bei Minusgraden das Wasser gefriere und daher eine Befeuchtung nicht möglich sei. Dieser Einwand ist berechtigt, zeigt aber ein gewaltiges Problem auf.

Es kann nicht sein, dass bei Minusgraden ganz einfach, da nicht gespritzt wird, der Abbruch-Staub sich ungehindert entwickeln kann. Vielleicht sollte man in Zukunft in Baubescheiden festlegen, dass bei Minusgraden keine Abbrucharbeiten, bei denen eine Staubentwickelung zu erwarten ist, erlaubt werden.

Durch den Tunnel kommt der Staub

 Am 29. März, drei Wochen später war ich wieder vor Ort. Der Frühling ist in der Zwischenzeit ins Land gezogen und die Abbrucharbeiten sind weiterhin im Gang.  Jetzt hinter dem Südbahnhof, und vom Gürtel nicht direkt einsehbar. Aber aus dem langen Tunnel unter den Bahnsteigen des ehemaligen Südbahnhofes in Verlängerung der Argentinierstraße kam eine gewaltige Staubwolke hervor.

Der Staub bleibt auf den umliegenden Straßen liegen und wird durch Wind und den Verkehr aufgewirbelt.

Ich rief den Ombudsmann an und wies auf die Staubentwicklung hin und habe dringend  um Abhilfe gebeten. Auch sollten die umliegenden Straßen öfters nass und mit Kehrmaschinen gereinigt werden. Ich werde mich nächste Woche vergewissern, ob sich die Situation gebessert hat.

Wenn Sie Beschwerden im Zusammenhang mit dem Abbruch des Südbahnhofes und später mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofes haben, dann wenden sie sich an den Ombudsmann Herrn Guggenberger, dafür ist er von den ÖBB eingesetzt worden. Seine Telefonnummer ist: 01/902924000.