andere Baustelle….

…..nette Fotogeschichte hier im ‚Standardonline‘

Westbahnhof-Halle

Halle-Westbahnhof 2

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Die Halle vom Südbahnhof hat ähnliche räumliche Qualitäten, aber sie wird ab Dezember 09 abgetragen. Ich finde es Schade, dass die einfachste Lösung meistens bedeutet zerstören und neu bauen. Wäre es nicht spannend, die alte halle mit ihren fantastischen Räumlichkeiten im neuen Stadtteil zu integrieren?

Südbahnhof

Südbahnhof

Gestaltungswettbewerb für den Südtiroler Platz von der Bezirksvertretung Wieden beschlossen.

Im September 2007 stellten die GRÜNEN WIEDEN in der Bezirksvertretungssitzung den Antrag auf Erweiterung des Planungsgebietes Hauptbahnhof Wien. Gefordert wurde die Erweiterung des Planungsgebietes im 4. Bezirk bis zum Straßenzug Belvederegasse- Rainergasse – Blechturmgasse. Der Antrag fand keine Unterstützung der anderen Fraktionen. Auch nicht von der SPÖ.

Eine Sitzung später stellten die GRÜNEN WIEDEN eine etwas abgeschwächte Version des Antrages vom September: Gestaltungswettbewerb zur Anbindung des Hauptbahnhofes an die Favoritenstraße. Die Anbindung der Favoritenstraße an den Hauptbahnhof ist eine Überlebensfrage für die Geschäftsleute in der Favoritenstraße. Dieser Antrag wurde der Verkehrs- und Planungskommission zugewiesen, wo er von der VP-Vorsitzführung nie weiter behandelt wurde und vor sich hinschlummert.

In der letzten Bezirksvertretungssitzung am 4. Dezember hat die SPÖ den Antrag auf einen Gestaltungswettbewerb für den Südtiroler Platz gestellt. Spät aber doch hat auch die SPÖ mitbekommen, dass hier unbedingt etwas geschehen muss. Dabei hat die SP im Gemeinderat eine satte Mehrheit und daher von sich aus jede Möglichkeit, tätig zu werden.

Die ÖVP Wieden stellte den Abänderungsantrag, das die Kosten aus dem Zentralbudget zu bedecken seien. Diesem Vorschlag konnten sich auch die GRÜNEN WIEDEN anschließen. Damit ist der Antrag angenommen und hoffentlich werden die entsprechenden Magistratabteilungen bald tätig, noch bevor der Hauptbahnhof 2013 fertiggestellt sein wird.

Wiens morbide Liebe für Geisterstädte….

…..so der Titel eines interessanten Kommentars in der heutigen Presse (hier lesen) über die neuen Stadtteile in Wien: Aspern, Donau City und eben der neue Stadtteil um den Hauptbahnhof. In so einem neuen Stadtteil, wo künftig 13,000 Menschen wohnen und weitere 20,000 arbeiten werden, spielen soziale Interaktionen und Prozesse selbstverständlich eine wesentliche Rolle, ob ein Stadtteil funktioniert oder zu einer Geisterstadt mutieren wird. Deshalb sollten diese sozialen Aspekten bei der Planungen mehr Platz finden und da reichen die klassischen Planungsmethoden, in denen Volumen festgelegt und Straßenprofile definiert werden, nicht.

Viel Dialog, interaktive Planungsprozesse und Teilhabe in der Planung helfen soziale Prozesse zu verstehen, identitätsstiftente Merkmale zu erkennen und somit Stadtteile als lebendige Räume zu gestalten…..

(Mate)realisieren

Nicht Alle würden die Halle des jetzigen Südbahnhofs als schön bezeichnen,  sie ist aber eigentlich mit sehr wertvollen und schönen Materialien (Marmor, Terrazzo, Bisazza Steine usw.)  ausgebaut und spiegelt den speziellen Flair der 50er Jahren wider. Heutzutage werden für öffentliche Einrichtungen kaum mehr solche  Materialien eingesetzt. Alles muss ökonomisch und funktional sein = Beton (seihe neue U2 U-Bahnstationen).

Was passiert mit diesen schönen Materialien? werden sie überhaupt verwertet, oder einfach ohne weiteres entsorgt?  Unserer Meinung nach könnten sie im öffentlichen Raum des neuen Stadtteils wieder eingesetzt werden und somit einen identitätsstiftenden Beitrag für den neuen Stadtteil leisten.