Südtiroler Platz: Keine Glanzleistung für zu Fußgehende

Stop and Go

Aus Sicht der Fußgängerinnen und Fußgänger ist der Südtiroler Platz eine Katastrophe. Es gibt kaum die Möglichkeit den Platz zügig zu überqueren. Bei jeder Straßenüberquerung muss man warten. Erst nach einem Stopp kann man weitergehen. Eine grüne Welle für die Fußgängerinnen und Fußgänger würde eine Verbesserung bringen.

Gehlinie ins Nichts

Etwas, was stört, ist die Nichteinhaltung der Grundregel eine möglichst geradlinige Gehlinie.  Wenn man von Favoriten kommend den Südtiroler Platz überqueren will kommt man zu einer Engstelle, die der Aufgang von der Straßenbahn bildet und die Sicht auf die Fortsetzung des Weges stadteinwärts verstellt. Ist man daran vorbei, bildet ein Lüftungsbauwerk eine weitere Engstelle und verstellt ebenfalls die Sicht auf den weiteren Weg. Ist man daran vorbei, ist der weitere Weg nicht ganz eindeutig klar. Um weiter stadteinwärts zu kommen, muss man einen Haken nach rechts schlagen um den Zebrastreifen über die Fahrbahn zu finden. Hier beginnt einer der oben geschilderten Stop und Go über den Gürtel.

Der Aufgang von der Straßenbahn bildet eine Engstelle und behindert die Sicht Stadteinwäärts.

Das Lüftungsbauwerk ist eine weitere Engstelle und behindert die Sicht auf auf den Weg stadteinwärts.

Nach dem Lüftungsbauwerk muss man einen Hacken nach rechts schlagen, um den weiteren Weg stadteinwärts zu finden.

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2. Teil der Umbauarbeiten des Südtiroler Platzes haben begonnen

Am 4. November 2016 wurde der 1. Teil des umgebauten Südtiroler Platzes eröffnet.  Jetzt haben die Umbauarbeiten des 2. Teils begonnen.

Der Südtiroler Platz zwischen Wiedner Gürtel und Schelleingasse in Fahrtrichtung stadteinwärts wird für den Radverkehr besser erschlossen: Statt dem bestehenden Radfahrstreifen wird ein baulicher Radweg errichtet, der bis in die Favoritenstraße hinein verlängert wird. Ursprünglich sollte dem Radweg der erste Baum in der Favoritenstraße zum Opfer fallen. Den Grünen Wieden ist es gelungen durch eine geänderte Planung den Baum zu retten.

Der Taxistandplatz wird in die Favoritenstraße näher zum U-Bahn Ausgang Kolschitzkygasse verlegt. Dadurch wird etwas mehr Platz für Grünflächen geschaffen.

Die Schelleingasse von Favoritenstraße bis Graf-Starhemberg-Gasse wird umgestaltet – so werden die Gehsteige verbreitert und auf Fahrbahnniveau angehoben, sowie drei Baumscheiben und 3 Bäume errichtet. Die Parkplätze entlang des Platzes bleiben leider erhalten und bilden somit weiterhin eine Barriere zum Platz. Andererseits ermöglicht eine Begegnungszone ja eine flexible Gestaltung, und das lässt hoffen, dass das einstweilige Zugeständnis an die „Parkplatzlobby“ in Zukunft Schanigärten, Radständern oder anderen Gestaltungen in diesem nördlichen Bereich des Südtirolerplatzes umgesetzt werden können.

Die Bauarbeiten dauern den ganzen Sommer und sollen am 30. September dieses Jahres abgeschlossen sein.

Eröffnung des Südtiroler Platzes.

Der erste Teil der Neugestaltung des Südtiroler Platzes, der westliche Parkbereich, wurde zwischen Anfang Mai und Ende September umgebaut. Kleinere Abschlussarbeiten wie Baumpflanzungen und Möbelmontagen erfolgten im Oktober.

Bezirksvorsteher Leopold Plasch lädt zu einer kleinen Eröffnungsfeier am Freitag, dem 4. November 2016, um 15 Uhr ein. Der Jahreszeit entsprechend wird Kürbiscremesuppe, Kuchen und Tee serviert.

Südtiroler Platz: Endlich keine Behinderungen für Fußgänger- und RadfahrerInnen

Durch den Bau des Hauptbahnhofes gab es jahrelang Behinderungen für die Fußgänger- und RadfahrerInnen, wenn sie vom Südtiroler Platz in den 10. Bezirk gelangen wollten. Man musste den Umweg durch die Baustelle nehmen und für die Radfahrerinnen und Radfahrer war es ein echter Hindernisparcour.

Man hat sich auch viel zu lange Zeit gelassen, den Gehweg und den Radweg unter der Brücke zu bauen, vor allem neben der Favoritenstraße stadtauswärts wäre es schon lange möglich gewesen. Siehe: https://schaffnerin.wordpress.com/2014/02/07/im-spatherbst-ist-der-direkte-weg-vom-sudtiroler-platz-in-die-laxenburger-strase-moglich/.

Der Radweg und der Gehweg Richtung Favoriten sind schon fertig gestellt.

Der Radweg und der Gehweg Richtung Favoriten sind schon fertig gestellt.

Stadtauswärts sind der Rad- und Gehweg schon fertig gestellt, so dass man ohne Behinderungen vom Südtiroler Platz in den 10. Bezirk kommt und dort auch Anschluss an das Radwegenetz in Favoriten hat.

Der Radweg wird mit einer Blockmarkierung über die Favoritenstraße geführt und hat auf der anderen Seite Anschluss an das Radwegenetz im 10. Bezirk.

Der Radweg wird mit einer Blockmarkierung über die Favoritenstraße geführt und hat auf der anderen Seite Anschluss an das Radwegenetz im 10. Bezirk.

Auf der anderen Seite der Favoritenstraße (stadteinwärts) ist der Gehweg schon fertig gestellt. Der daneben liegende Radweg ist noch im Bau und wird in wenigen Tagen fertig sein. Dann können auch die Radfahrerinnen und Radfahrer ungehindert in den 4. Bezirk radeln.

Stadteinwärts ist der Gehweg auch schon fertiggestell. Auf dem Foto wird er durch den PKW verdeckt. Rechts davon ist der Radweg noch im Bau.

Stadteinwärts ist der Gehweg auch schon fertiggestell. Auf dem Foto wird er durch den PKW verdeckt. Rechts davon ist der Radweg noch im Bau.

Der Bereich unter dem ÖBB-Tragwerk (Laxenburger Straße) wird umgebaut.

Unter dem Brückentragwerk (Laxenburgerstraße) wird die Straße endlich hergestellt.  Es werden eine Citybike-Station und beidseits der Straßen Zwei-Richtungs-Radwege errichtet. Die Bauarbeiten begannen am 12. Mai.

Während der Bauarbeiten wird es zeitweise Einschränkungen des Individualverkehrs geben. So wird ab Juli nur ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung freigehalten. Von 14. August bis 18. August wird die Fahrtrichtung stadtauswärts in die Laxenburger Straße gesperrt. Rechtzeitig mit Schulbeginn werden die Hauptarbeiten beendet sein. Bis Ende November werden noch Restarbeiten durchgeführt. Bei Eröffnung des Hauptbahnhofes am Sonntag, 14. Dezember ist der Straßenbereich am Südtiroler Platz fertig gestellt.

Die Bauarbeiten unter dem Tragwerk haben schon begonnen.

Die Bauarbeiten unter dem Tragwerk haben schon begonnen.

Wo ist der Südtiroler-Platz?

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Ein Wald von Lüftungsbauwerken nimmt einem die Sicht auf den dahinterliegenden Südtiroler Platz. Besonders hübsch war der Südtiroler Platz ja auch nicht vor dem Umbau. Aber der Wald an Lüftungsbauten trägt sicher nicht zu einer Verbesserung der Platzgestaltung bei. Es gibt kaum ein Fleckerl, wo nicht eines dieser Bauwerke aus dem Boden gewachsen ist.

Wenn Kritik an diesem Wildwuchs an Bauwerken geübt wird, kommt immer die Ausrede, dass die Bauwerke auf Grund von gesetzlichen Bestimmungen (Brandschutz, Lüftungsbedarf) unbedingt erforderlich sind. Es erhebt sich nur die Frage, ob soviele erforderlich sind. Ob man nicht ein paar zusammenfassen hätte können. Es gibt auch in anderen Städten U-Bahnen mit ähnlichen gesetzlichen Bestimmungen. Mir ist aber keine Stadt bekannt, wo es so einen Wildwuchs an Lüftungsbauten gibt.

Wenn man nur ein bischen ein Gefühl für Platzgestaltung hätte, wäre so eine Planung nicht möglich. Es ist ein Skandal, was man hier dem Südtiroler Platz, der Oberflächen-Verbindung zwischen Hauptbahnhof und der Wieden angetan hat.  Eine optische Aufwertung tut dringend Not, ob durch Begrünung, Nutzung als Infowände, etc. (link dazu), auch wenn das nachträglich nur mehr mit einem finanziellen Mehraufwand möglich sein wird.

Radweg quer über den Südtiroler Platz

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Der Radweg führt quer über den Südtiroler Platz und erspart den RadfahrerInnen die von der Favoritenstraße kommen und zum Hauptbahnhof wollen mehrere Stopps und erlaubt das zügige Queren des Südtiroler Platzes.