Neuer Schallschutz für den Rückkühler im Schweizergarten

 

Nach längerem Kampf der Bewohnerinnen und Bewohner des Arsenals wurde ein Schallschutz für den Rückkühler gebaut. Die Anlage hat sich als nicht ausreichend herausgestellt. Sie war nicht hoch genug und über den Winter durch Schnee und Wind deformiert.

Jetzt wird die alte Schallschutzwand abgebaut und eine neue höhere errichtet. Um den höheren horizontalen Winddruck abzuleiten, wird eine massive Tragkonstruktion aus Stahl erforderlich, die sicher eine Menge Geld kostet und das Bauwerk noch hässlicher macht. Hätte man diese Schallschutzwand sofort in der Planung berücksichtigt, wären die Kosten wesentlich geringer gewesen. Und es wäre sicher eine ästhetischere Lösung möglich gewesen. Bleibt zu hoffen, dass die Schallschutzwand jetzt ihrem Namen gerecht wird und die Anrainerinnen und Anrainer wieder besser schlafen können.

Die Schallschutzwand ist etwas höher (hinten), als die alte (vorne). Der horizontale Winddruck wird durch eine massive Stahlkonstruktion abgeleitet. Das Aussehen des Gebäudes wird durch diese Stahlkonstruktion leider nicht besser.

Die Schallschutzwand ist etwas höher (hinten), als die alte (vorne). Der horizontale Winddruck wird durch eine massive Stahlkonstruktion abgeleitet. Das Aussehen des Gebäudes wird durch diese Stahlkonstruktion leider nicht besser.

Schallschutzwand für den Rückkühler defekt

Die Schallschutzwand für den Rückkühler im Schweizergarten, die erst vor wenigen Monaten errichtet wurde, ist schon defekt. Die Endstütze hat, so wie es ausschaut, dem Winddruck nicht stand gehalten und neigt sich bedenklich zur Seite.

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Am anderen Ende (neben der Einfahrt) sinkt das zweite Feld in sich zusammen. Die Ursache ist nicht ersichtlich.

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Rückkühler im Schweizergarten erhält Schallschutz

Der Rückkühler im Schweizergarten ist seit ca. einem Jahr in Betrieb. Die Bewohner_innen des Arsenals befürchteten eine zusätzliche Lärmbelastung. Man setzte einige Bäume und Sträucher, die ein wenig die Sicht auf die Anlage verhinderte.

Jetzt wurden gegen den Lärm zwei Einrichtungen errichtet, eine auf dem Dach des Rückkühlers direkt neben den Ventilatoren und an der Böschungskante eine Wand. Beides trägt zur Verminderung des Lärms auf Straßenniveau bei. Ob es für die Bewohner_innen in den oberen Stockwerks des Objekts 3 genügend ist, wird sich zeigen.

Auf dem Rückkühler gibt es direkt neben den Ventilatoren eine Wand.

Auf dem Rückkühler gibt es direkt neben den Ventilatoren eine Wand.

An der Böschungskante hat man eine zweite, ca. 3 Meter hohe Lärmschutzwand errichtet.

An der Böschungskante hat man eine zweite, ca. 3 Meter hohe Lärmschutzwand errichtet.

Fernkälte* – umweltfreundliche Kälte ist im Aufwind

Österreich produzierte 2013 rund 89 Gigawattstunden Fernkälte. Das ist gegenüber 2012 ein Zuwachs von 20 Prozent. Schweden mit einer ähnlichen Bevölkerungszahl wie Österreich produzierte vergangenes Jahr etwa das Zehnfache an Fernkälte. Österreich hat bei der Bereitstellung an Fernkälte großen Aufholbedarf.

Der Hauptbahnhof ist an das Fernkältenetz angeschlossen. Im Oktober eröffnen auf 20.000 Quadratmetern über 100 Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die einen hohen Bedarf an Kühlung haben. In der ersten Ausbaustufe benötigen sie eine Leistung von 20 Megawatt sauberer Kälte.

*Fernkälte
Vorteile von Fernkälte
Fernkälte spart Platz, da die Kältemaschine und die Rückkühlung ausgelagert werden und das fertig aufbereitete Kaltwasser direkt beim Verbraucher eintrifft. Es gelangt dort mit einer Temperatur von rund sieben Grad Celsius ein und verlässt das Gebäude mit 17 Grad. Bei der Kühlung mit herkömmlichen Klimageräten ist der Energieaufwand deutlich höher als bei Fernkälte.
Wie Fernkälte erzeugt wird
Was macht man im Sommer mit Fernwärme, die in den Hitzemonaten für Warmwasseraufbereitung erzeugt wird? Die Antwort: Fernkälte. Sogenannte „Absorptionskältemaschinen“ verwenden Abwärme, wie sie zum Beispiel in Fernwärmezentren beim Verbrennen von Abfällen anfällt, als Antriebsenergie für Kühlgeräte. So erzeugte Kälte benötigt, im Vergleich zur herkömmlichen Kälteerzeugung, weniger als die Hälfte der Primärenergie.

Rückkühler
Damit die Fernkälte auch mit der erforderlichen Temperatur beim Verbraucher ankommt, gibt es im Leitungsnetz sogenannte Rückkühler. Für die Zuleitung zum Hauptbahnhof liegt ein Rückkühler im Schweizergarten.

Nähere Informationen auf:
www.fernwaerme.at/fernkaelte

Bepflanzung der Böschung beim Rückkühler im Schweizergarten

Die von vielen BewohnerInnen im Arsenal gewünschte Bepflanzung der Böschung beim Rückkühler im Schweizer Garten ist erfolgt.

Bepflanzung eher Bodendecker als Sträucher

Bepflanzung eher Bodendecker als Sträucher

Die Pflanzen schauen aber leider mehr wie Bodendecker aus, als hoch wachsende Büsche. Die schirmen aber das Gebäude weder optisch noch akustisch ab. Man sollte im oberen Bereich rasch wachsende Büsche nachpflanzen.

Rückbau der Ghegastraße

Damit die LKWs von der Ghegastraße zum Posttunnel abbiegen konnten, gab es eine eigene Abbiegespur und eine breite Zufahrt. Der Posttunnel ist Geschichte und die Abbiegespur und die breite Zufahrt sind nicht mehr erforderlich.

Auf der Abbiegespur, die nicht mehr notwendig ist, parken Autos. Diese Fläche kann man in einen Grünstreifen mit Bäumen umbauen und die Platanenreihe bis zur „Einfahrt“ verlängern.

Dort, wo die Autos parken, ist Platz für einen Grünstreifen, in dem Platanen gepflanzt werden können.

Dort, wo die Autos parken, ist Platz für einen Grünstreifen, in dem Platanen gepflanzt werden können.

Die überbreite „Einfahrt“ ist auch nicht mehr erforderlich, da der Posttunnel nicht mehr existiert und hier keine Autos mehr aus- und einfahren. Ein Rückbau und Entsiegelung bringt mehr Grün und schont das Kanalnetz.

Die überbreite Betonfahrbahn kann um mehr als die Hälfte reduziert werden.

Die überbreite Betonfahrbahn kann um mehr als die Hälfte reduziert werden.

Beide Maßnahmen sind Kleinigkeiten, bringen aber Verbesserungen. Jeder einzelne Baum mehr und jeder Quadratmeter Grün sind wichtig.

Bewohner des Arsenals befürchten zusätzliche Lärmbelastung durch den Rückkühler für die Fernkälte

In der ehemaligen Zufahrt zum Posttunnel im Schweizer Garten wurde die Rückkühlung für die Fernkälte für das Quartier Belvedere gebaut.

Vor dem Bau waren zwischen der Einfahrt und der Ghegastraße grüne Hecken, die für den Bau entfernt wurden. Jetzt bietet sich für die BewohnerInnen des Arsenals freie Sicht auf den Rückkühler.

Einige finden den Anblick nicht besonders schön. Ich persönlich kann dem technischen Bau schon einiges abgewinnen und finde ihn nicht so hässlich.

Berechtigt sind die Befürchtungen der AnrainerInnen, dass die Ventilatoren auf dem Dach des Bauwerkes eine zusätzliche Lärmbelastung bringen und fordern zur Abschirmung des Lärms eine Bepflanzung. Dies wurde den BewohnerInnen  zugesichert. Bleibt zu hoffen, dass dies bald geschieht, noch bevor der Rückkühler in Betrieb geht.

 

Zur Zeit gibt es noch den freien Blick auf den Rückkühler.

Zur Zeit gibt es noch den freien Blick auf den Rückkühler.