Rautendach vollendet

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Der Bau des Rautendaches war eine logistische Herausforderung. Es besteht aus 14 individuellen Rauten, ist 200 Meter lang und 120 Meter breit und überspannt 31.000 Quadratmeter Fläche. Ca. 7.000 Tonnen Stahl, das entspricht ungefähr dem Gewicht des Eiffelturms, wurden verbaut.

Die Bauarbeiten liegen laut Auskunft der ÖBB im Zeitplan und gehen in die Zielgerade. Der Eröffnung des Bahnhofes am 14. Dezember steht nichts im Wege.

Das Einkaufszentrum mit seinen Gastronomiebetrieben geht schon vorher im Herbst in Betrieb.

FOTOs vom Beginn der Bauarbeiten siehe https://schaffnerin.wordpress.com/2011/06/24/tag-der-offenen-baustelle-2/

 

Wie 2012 angekündigt (siehe https://schaffnerin.wordpress.com/2012/07/11/hauptbahnhof-wien-ist-der-erste-bahnhof-osterreichs-mit-solardach-zur-energiegewinnung/), wurden auf den Dächern über den Bahnsteigen Photovoltaik-Paneele installiert, die etwas klein geraten sind. Da die Installation erst beschlossen wurde, als das Rautendach schon im Bau war, war aus statischen Gründen mehr nicht möglich.

 

Auf den flachen Teilen über den Bahnsteigen kann man die Photovoltaik-Paneele erkennen.

Auf den flachen Teilen über den Bahnsteigen kann man die Photovoltaik-Paneele erkennen.

 

 

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Street Art in der provisorischen Eingangshalle des Hauptbahnhofes

Die Verantwortlichen der ÖBB sind über ihren Schatten gesprungen und haben provisorische Wände unter dem Motto „HauptKUNSThof“ für ein Street-Art Kunstprojekt zur Verfügung gestellt. Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen Sprayerszene – mit der die ÖBB auf Klagsfuß wegen bemalter Züge und Wände steht, und Street Art, Trotzdem ist es bemerkenswert , dass sie diesem Projekt zugestimmt haben.

Im März konnte man die beiden Künstler live bei ihrer Arbeit beobachten. Siehe https://schaffnerin.wordpress.com/2014/03/20/live-street-art-performance-am-wiener-hauptbahnhof/Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „The Stencil Network (TSN)“ und „Stinkfish“ haben erfrischende, lebendige Motive realisiert, die ein positives Lebensgefühl in den Alltag der Bahnreisenden bringen.

Im Fokus steht der Mensch – dynamisch, farbenfroh, träumerisch und verspielt dargestellt. Durch dieses Kunstwerk wird der Wiener Hauptbahnhof schon ein Ort der Begegnung, noch bevor er vollständig in Betrieb ist. Viele BesucherInnen des Hauptbahnhofs zeigen sich begeistert von den gezeigten Motiven und nehmen starke Eindrücke auf ihre Reise mit. Wir hoffen, dass Street Art auch in Zukunft an anderen Plätzen des Hauptbahnhofs gezeigt werden kann.

 

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Bis etwa Ende Mai sind die Werke kostenfrei zu besichtigen. Danach werden die Wände im Zuge der Fertigstellung des Wiener Hauptbahnhofs entfernt und Einzelteile im Rahmen einer Charity Aktion versteigert.

 

Die Künstler und die realisierten Motive
Der kolumbianisch-mexikanische Künstler Stinkfish arbeitet seit 2003 mit Stencils (engl. Schablonen) und hat seinen einzigartigen Stil perfektioniert. Den Mittelpunkt seiner Wandmalereien bilden Stencil-Portraits, die durch farbprächtige Auren vervollständigt werden. Ebenfalls auf Stencils basieren die Arbeiten des puertoricanischen Künstlers The Stencil Network (TSN), welche als eine Art von Collage gelesen werden können. Bestehend aus einzelnen Motiven, die er aus Kunst und Alltagskultur entnimmt, kreiert er seine charakteristischen Werke.

Cash, Cans & Candy: Ein Street Art Projekt der Galerie Ernst Hilger
Seit über 40 Jahren leistet die Galerie Ernst Hilger Pionierarbeit, immer mit dem Augenmerk auf den Zeitgeist. Gemeinsam mit der ÖBB leitet die Galerie Ernst Hilger mit dieser Aktion den zweiten Street Art Festivalsommer von Cash, Cans & Candy ein. Im vergangenen Sommer startete der Street Art Festival an der Thersianum-mauer mit zahlreichen Arbeiten von internationalen Künstlern. Der Auftakt findet am wichtigsten Knotenpunkt der Stadt und in unmittelbarer Nähe der größten Galerie Wiens, (BROT, in der ehemaligen Ankerbrotfabrik) statt: zwei der wichtigsten Schnittstellen und Begegnungsorte des 10ten Bezirks.

 

 

Spatenstich für „Hotel Schani“ am Hauptbahnhof

Im Februar erfolgte der Spatenstich für das „Hotel Schani“. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof in der Alfred-Adler-Straße, Ecke Antonie-Alt-Gasse (neben der Straßenbahnschleife der Linie D.

Das neuartige Hotel, eine Art lernendes Hotel, wird in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) aus Stuttgart gebaut, das im Zuge des Forschungsprojekts „Future Hotel“ an innovativen Hotellösungen forscht. Mit dem Smartphone wird in dem neuartigen Hotel nicht nur die Hotelbuchung erfolgen, sondern auch der Check-In, Check-Out und die Öffnung der Balkontür des Hotelzimmers. Informations- und Kommunikationstechnologie stehen im Mittelpunkt des Bauprojekts. Das Projekt versucht Urbanität, Wiener Gemütlichkeit und die Technologie des 21. Jahrhunderts zu verbinden.

Der Hotelname „Schani“ soll das Wiener Flair verkörpern. Die Gäste werden mit Anekdoten aus der Stadt begrüßt. Der Bau wird 135 Zimmer, einen Schanigarten und eine Grünfläche von 600 Quadratmetern umfassen. Die Eröffnung des Hauses ist für März 2015 geplant. Zimmer ab 69 Euro.

Die Baugrube des zukünftigen „Hotel Schani“ von der Alfred-Adler-Straße Richtung Hauptbahnhof fotografiert.

Die Baugrube des zukünftigen „Hotel Schani“ von der Alfred-Adler-Straße Richtung Hauptbahnhof fotografiert.

Ausbau der Pottendorfer Linie und der neue Haupbahnhof bringt nicht nur Vorteile.

Hochleistungsstrecke samt Hauptbahnhof bringt bis zu 25 Minuten längere Reisezeit.

Mit dem Ausbau der Pottendorfer Linie zur Hochleistungsstrecke und der Inbetriebnahme des Hauptbahnhofes kommt es für PendlerInnen aus der Südregion Niederösterreichs zu Verschlechterungen. Die Reisezeit wird bis zu 25 Minuten verlängert, weil die ehemals durchgehenden Schnellbahnzüge nach Wien-Zentrum am Hauptbahnhof enden oder abgelenkt werden und die Fahrgäste umsteigen müssen. Mit der Reduzierung von Bahnhöfen als Tribut an die Hochleistungstrecke ergeben sich für PendlerInnen zum Umsteigeverlust auch längere Anfahrten zu den Zügen. Es gibt keinerlei Interesse von Seiten der ÖBB die Schnellbahnzüge auf der Pottendorfer Linie wieder auf die S-Bahn-Stammstrecke in Wien durchzubinden. Laut Arbeiterkammer Wien hat sich die Zahl der PendlerInnen-Beschwerden vervierfacht. Trotzdem lässt das Land Niederösterreich und die ÖBB die PendlerInnen im Regen stehen. Auch die Forderung nach einer Verlängerung der Betriebszeiten der Schnellbahn auf Pottendorfer Linie wurde bis jetzt nicht nachgekommen. Derzeit endet der Betrieb um 20 Uhr. Kein echter Anreiz, auf die ÖBB umzusteigen.