Gedenkausstellung „80 Jahre Deportationen Wien-Riga“

Die Ausstellung „80 Jahre Deportationen Wien-Riga“ wurde am Freitag, 15.10.2021 am Hauptbahnhof eröffnet.

Der Wiener Hauptbahnhof, wo jeden Tag tausende Menschen vorbeikommen, ist ein gut geeigneter Platz, um mit dieser Gedenkausstellung die Öffentlichkeit auf die schreckliche Zeit der Shoa und der Vernichtung menschlichen Lebens hinzuweisen.

Sichtbare Erinnerung an Deportationen

Vor exakt 80 Jahren hatten die Nazis begonnen, Jüdinnen und Juden aus dem ganzen Deutschen Reich in den Osten zu deportieren. Der erste Transport ging am 15. Oktober 1941 aus Wien ab. In der Zeit von Dezember 1941 bis Februar 1942 wurden mehr als 4.200 Jüdinnen und Juden vom Aspangbahnhof in Wien ins Ghetto nach Riga deportiert. Die meisten wurden nach einer tagelangen Fahrt unter unvorstellbar grausamen Bedingungen unmittelbar nach der Ankunft in Riga ermordet, nur rund 100 Menschen aus diesen Transporten überlebten das Ghetto und die Zwangsarbeit. 4.087 Menschen, darunter viele Kinder, wurden ermordet.

Die Ausstellung, die in weiterer Folge auch in Riga gezeigt werden wird, soll einer breiten Öffentlichkeit die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus vor Augen geführt und die stete Erinnerung daran eingemahnt werden. Das Erinnern hat das Ziel, dass so etwas wie in der Zeit der Herrschaft der Nationalsozialisten nie wieder geschieht

Die Gedenkausstellung „80 Jahre Deportationen Wien-Riga“ ist bis 30. November 2021 am Hauptbahnhof Wien in der Halle gleich beim Hauptangang frei zugänglich.

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