Aus für das Postamt 1103 am Südbahnhof

Um den Bau des neuen Hauptbahnhofes möglichst unbehindert durchführen zu können, wird der Südbahnhof mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 gesperrt und abgerissen. Mit ihm das Postamt 1103 am Wiedner Gürtel. Postamt 1103 Und wie die ÖBB in einer Informationsveranstaltung im Arsenal mitteilte, ist für die Bauzeit, immerhin vier Jahre, kein Ersatzpostamt, geplant. Und ob es im neuen Hauptbahnhof ein Postamt geben wird, steht noch nicht fest.

Hier wird auf Kosten der Bevölkerung gespart, um für die AktionärInnen höhere Dividenden zu erzielen. Eine Sperre des Postamtes 1103 bringt eine wesentliche Verschlechterung für die BewohnerInnen der angrenzenden Bezirke 3, 4 und 10. Dies bedeutet eine Verlängerung der Wege, da sich die nächst gelegenen Postämter in größerer Entfernung befinden. Das ist, besonders für ältere, gehbehinderte Personen oder Eltern mit Kindern, eine Zumutung. Die Sperre des Postamtes bringt eine eindeutige Verschlechterung der Nahversorgung mit sich.

DIE GRÜNEN verlangen daher ein leicht erreichbares Ersatzpostamt in der Nähe des alten Standortes am Wiedner Gürtel

Warum es noch immer keine Zusicherung über eine Neuerrichtung eines Postamtes nach Fertigstellung des Hauptbahnhofes gibt ist ja völlig absurd. Da plant man ein neues Stadtviertel mit Büros und Wohnungen und glaubt auf einen wichtigen Teil der Infrastruktur, ein Postamt, verzichten zu können. Wo hat man schon je den Hauptbahnhof einer Weltstadt gesehen, der über kein Postamt verfügte!

Die Post AG wird hoffentlich einsehen, dass sie ein so großes neues Stadtviertel nicht der Konkurrenz überlassen sollte, das ist vermutlich auch im Sinne ihrer AktionärInnen.

Und die ÖBB-Immobilien sollte wissen, das durch eine gute Infrastruktur der Wert ihrer Grundstücke erheblich steigen wird.

Mit einem Postamt mit Standort Hauptbahnhof profitieren alle: Die Bevölkerung, da sie ein Postamt in der Nähe hat, die Post-AG durch ein kundennahes Angebot und die ÖBB-Immobilien, durch den höheren infrastrukturellen Wert ihrer Liegenschaften.

DIE GRÜNEN fordern im oder in der Nähe des Hauptbahnhofes die Errichtung eines Postamtes, auch während der Bauzeit.

Grüne Wieden sprechen sich für Bezirksgrenze entlang des neuen Hauptbahnhofs aus

unsere Presse Aussendung heute:

Utl.: BürgerInnenbeteiligung bei Gebiet bis zum Bahnhof wichtig =

Wien (OTS) – Es ist eine vernünftige Lösung, wie bisher den Grenzverlauf zwischen Wieden und Favoriten entlang des Gebäudes des zukünftigen Bahnhofs zu ziehen“, betont die Sprecherin der Grünen Wieden, Barbara Neuroth. „Es geht uns im 4.Bezirk um Mitsprache bei diesem großen Verkehrs- und Stadtentwicklungsprojekt, von dem wir auf der Wieden sehr stark betroffen
sein werden.“

Die Grünen Wieden sehen darin auch die Möglichkeit soziale Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, einen Sozialstützpunkt und Freizeiteinrichtungen und konsumfreie Aufenthaltszonen zu errichten. „Wir setzen uns in jedem Fall für eine vernünftige Nutzungsmischung ein. Die Bahnhof-City darf nicht zu einer reinen Schlaf- oder Bürostadt mutieren, wie das schon bei der Donau-Platte passiert ist, so Neuroth.

Im 4. Bezirk existiert ein einstimmigen Beschluss aller Fraktionen der Bezirksvertretung das Areal entlang des Gürtel und der Arsenalstraße und den Gleisen des Hauptbahnhofs der Wieden zuzuschlagen und mit dem Nachbarbezirk Favoriten darüber Verhandlungen zu führen.

„Die SP Favoriten hingegen will mit der neuen Grenzziehung in Gürtelmitte ihren Einflussbereich ausdehnen und den einwohnerInnenstärksten Bezirk Wiens noch weiter vergrößern. Die Verhandlungen werden zeigen, ob die SP Wien ihre Genossinnen und Genossen in Favoriten dabei unterstützt, oder eine politisch vernünftige Lösung zugunsten eines kleinen Bezirks zulässt“, schließt Neuroth.