Beharrlichkeit der Grünen bringt Grüngleis für die Linie D

Lange Zeit gab es ein Hick-Hack um das Grüngleis für die Linie D im Sonnwendviertel entlang des Helmut-Zilk-Parks. Die Grünen forderten ein Grüngleis, die Wiener Linien lehnten es als zu teuer ab. Jetzt haben sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima, Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou, der Favoritner Bezirksvorsteher Marcus Franz sowie Günter Steinbauer als Geschäftsführer der Wiener Linien doch darauf verständigt, nachdem man sich auf die Kostenverteilung geeinigt hat: der Bezirk zahlt 25%, die Wiener Linien 25% und die Stadt 50%.

Die Straßenbahn wird von der aktuellen Endstelle Alfred-Adler-Straße bis zur künftigen Endstation Absberggasse im Bereich der Gudrunstraße verlängert und erschließt damit das junge Stadtentwicklungsgebiet. Das geplante Grüngleis ist nicht nur eine Bereicherung für das Stadtbild, es wirkt sich auch positiv auf das Mikroklima in der Umgebung aus. Wien muss sich auf die Folgen des Klimawandels einstellen und reagieren. Begrünte Gleiskörper sind ein Beitrag für eine kühlere Stadt in zunehmend heißen Sommern. Der Rasen bindet den Staub und senkt so die Staubbelastung in der Umgebung. Außerdem wirkt das Rasengleis auch als Wasserspeicher, der etwa bei Starkregen vor Überlastung des Kanals schützt.

Leider ist der Baubeginn erst für das Frühjahr 2018 vorgesehen, da sind schon zahlreiche neu errichtete Wohnbauten besiedelt. Im Herbst 2019 soll die verlängerte Strecke bis zur neuen Endhaltestelle Absberggasse in Betrieb gehen.

Die Linie D bindet künftig auch den Motorikpark und den Schulcampus im Sonnwendviertel an. Im Bereich des Schulcampus ist eine weitere Haltestelle geplant, die den Schulweg für Kinder und Jugendliche kürzer und bequemer macht. Bei der künftigen Endstelle Absberggasse entsteht zudem eine Umsteigemöglichkeit zur Straßenbahnlinie 6.

Die Trasse liegt neben dem Helmut-Zilk-Park. Sie wurde zwischenzeitlich als Parkplatz und als Gemeinschaftsgarten genutzt. Dazu siehe:
https://schaffnerin.wordpress.com/2016/08/03/provisorischer-gemeinschaftsgarten-auf-zukuenftiger-strassenbahntrasse/

https://schaffnerin.wordpress.com/2016/03/29/parkplatz-auf-zukuenftiger-strassenbahntrasse/

 

 

 

 

Advertisements

Casa Leben im Sonnwendviertel

In der Antonie-Alt-Gasse 9  eröffnete Mitte September ein Pflegewohnhaus nach dem bewährten Casa Hausgemeinschaftsmodell sowie einem offenen Kindergarten. Im Sonnwendviertel in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes stehen 78 Einzelzimmer sowie 3 Doppelzimmer aufgeteilt auf 6 Hausgemeinschaften für Senior_innen aller Pflegestufen zur Verfügung. Angeboten werden kompetente Langzeit-, Kurzzeit- bzw. Urlaubspflege und liebevolle Begleitung im Alltag (geförderte Pflegeplätze). Ergänzt wird das Angebot um 85 Kindergartenplätze.

Die Bewohner_innen und Mitarbeiter_innen der ehemaligen Casa Waldkloster in der nahen Waldgasse übersiedelten an den neuen Standort.

Nähere Informationen über die Angebote im Casa Leben: http://www.casa.or.at/leben-im-alter/casa-sonnwendviertel/angebot/

Unterführung Gudrunstraße

Die Unterführung der Gudrunstraße wird vierspurig. Das Brückentragwerk wurde schon in den Jahren 2012/13 gebaut. Jetzt wird die Unterführung auf die die vier Spuren ausgebaut. In der zukünftigen Fahrbahn Richtung Favoriten werden die Gleise für die Straßenbahn verlegt.

Die zukünftige Fahrbahn Richtung Favoriten vom Gräßlplatz aus gesehen. Rechts liegt das Gleis für die Straßenbahn.

Die zukünftige Fahrbahn Richtung Favoriten von Favoriten aus fotographiert. Im Vordergrund liegt das Gleis für die Straßenbahn. Die Randsteine für die Fahrbahn liegen schon. Im Hintergrund sieht man die Auffahrt zur Kempelenbrücke.

Verbesserungen für Pendler_innen

Die nahende Landtagswahl macht es möglich: Der öffentliche Verkehr wird in Niederösterreich massiv ausgebaut.

Jahrelang hat sich das Land Niederösterreich geweigert die Kosten für eine Erweiterung des Angebotes zu übernehmen. Jetzt wird das größte Paket für Pendlerinnen und Pendler seit in Kraft treten des Verkehrsdienstevertrages zwischen Land Niederösterreich und der ÖBB vereinbart.

Nach der Taktverdichtung auf der S7 Richtung Schwechat im September wird mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember das Angebot erweitert:

  • zusätzlich 2 Millionen Zugkilometer jährlich und 33.000 zusätzliche Sitzplätze täglich. Die Kosten in der Höhe von 15 Millionen Euro werden vom Land Niederösterreich finanziert.
  • Für niederösterreichische Pendlerinnen und Pendler gibt es massive Verbesserungen:
  • Angeboten werden schnelle REX-Verbindungen von Amstetten über St. Pölten, Bahnhof Tullnerfeld, Hütteldorf bis nach Wien Westbahnhof künftig ganztags im Stundentakt – auch am Wochenende und ohne Taktlücken!
  • Verstärkungen auf der S1 (Gänserndorf – Wien)
  • Schließung von Taktlücken an der Franz-Josefs-Bahn (Gmünd – Wien), mehr Verbindungen und Sitzplätzen an der Ostbahn (insbesondere Bruck/Leitha – Wien)
  • einer Angebotsverdoppelung an der S40 zwischen Wien und Klosterneuburg zu Pendlerzeiten

 

 

Wendel für Radfahrende und Zu-Fuß-Gehende

Neben der Abfahrt der Südbahnhofbrücke zur Franz-Grill-Straße entsteht eine Wendel um den Höhenunterschied von der Südbahnhofbrücke zur Arsenalstraße zu überwinden. Die Wendel ist für Fußgänger- und Radfahrer_innen.

Im Frühjahr wurde das Fundament betoniert. Die Wendel besteht aus Stahlrohren, die die Fahrbahn tragen.

25.07.2017 – Im Frühjahr wurden die beiden Fundamentringe betoniert, auf denen die kreuzenden Stahlrohre ihre Lasten abtragen.

06.09.2017 (Foto von marvin2) – Der innere Ring besteht aus schräg gestellten, sich kreuzenden Stahlrohren. Der obere Abschluss ist noch nicht vollständig geschlossen. Da die Stabilität erst nach der Fertigstellung des äußeren Ringes gegeben ist, muss der innere durch Seilabspannungen gesichert werden. (Sichtbar am linken Bildrand.)

18.09.2017 – Einige Tage später ist der obere Abschluss fertig.

01.10.2017 – Im unteren Drittel windet sich ein Stahlband hoch, das der seitliche Abschluss der Fahrbahn sein wird. Auf dem Stahlband sind Dübel fest geschweißt, die die Fahrbahn tragen werden.

18.10.2017-Der äußere Ring ist zur Hälfte fertig.

 

 

WESTgreen und WESTblue,

Ab 10. Dezember verbessert die WESTbahn ihr Angebot. Es wird in Wien zwei Linienführungen geben:
WESTgreen: Hier starten die Züge wie bis her vom Westbahnhof Richtung Westen.
WESTblue: Hier starten die Züge vom Praterstern. Mit Halten in Wien Mitte, Rennweg, Quartier Belvedere, Wien Hauptbahnhof und Meidling.

Ebenfalls ab 10. Dezember ist die WESTbahn auch im Halbstundentakt zwischen Wien und Salzburg unterwegs.

Alle Züge beider Linien halten am Weg nach Westen immer in den Bahnhöfen St. Pölten, Amstetten, Linz, Wels und Attnang-Puchheim, bevor sie Salzburg Hauptbahnhof erreichen.
In Wien ist die WESTbahn durch die zusätzliche Linie WESTblue ideal mit dem öffentlichen Nahverkehr verknüpft. Von jeder U-Bahn-Station Wiens ist der private Fernverkehr ohne Umstieg erreichbar, die S-Bahnen der Stammstrecke können in vier Stationen in beiden Fahrtrichtungen bahnsteiggleich, ohne Umsteigewege und wind- und wettergeschützt erreicht werden. Zusätzlich kann am Rennweg in die S7 Richtung Schwechat und Flughafen ohne Bahnsteigwechsel umgestiegen werden.

 

Bauarbeiten in der Arsenalstraße

Im Zuge der Umbauarbeiten der Arsenalstraße wird eine Lücke im Radwegnetz geschlossen. Es wird auf beiden Seiten der Straße einen abmarkierten Streifen für  Radfahrer_innen geben. Die Arsenalstraße ist eine von Autos sehr stark frequentierte Straße. Auf Grund der Geradlinigkeit und wenigen einmündenden Straßen (stadtauswärts gibt es von rechts überhaupt keine Einmündungen) fahren die Autos zum Teil mit erhöhter Geschwindigkeit. Daher wäre für die Sicherheit der Radfahrer_innen ein baulich getrennter Radweg erforderlich. Im Bereich der Bushaltestellen werden befahrbare Haltestellenkaps gebaut.

Die Bushaltestelle bei der Lilienthalstraße ist schon fertig gestellt. Rechts die Fahrspur für Autos. In der Mitte die Radspur über den Haltestellenbereich. Links der Wartebereich für die Fahrgäste.

Der Bus steht in der Fahrspur. Die Fahrgäste des Busses überqueren die Radspur.

Entlang der Mauer zur Bahn gibt es einen Randstreifen, der an dem Pfeiler des Arsenalsteges vorbei führt.