Atelierhaus – Städtische Atelierräume der C.21.a Projektentwicklungs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H – Maria-Lassnig-Straße 33, 1100 Wien

84 Einheiten, 7.100 m² Nettogrundfläche

Das äußerste Grundstück am Ostspitz des neuen Stadtquartiers, unmittelbar an den Gleisen des Hauptbahnhofs, galt als schwer zu beplanen. Mit einem innovativen Architektur- und Nutzungskonzept entstand nun ein Gebäudetypus, der Arbeiten, Gewerbe und Kultur im neuen Stadtquartier stärkt, ein Energiekonzept mit Tiefensonden und Wärmetauschpumpe bietet, variable Räume mit bis zu 5,7 Meter Höhe und dazu eine urbane Wildnis. Gemäß den Leitlinien für ein gemischtes, lebendiges Stadtquartier bieten die Baugruppen-Wohnprojekte Räume für Gemeinschaft und Öffentlichkeit. Der Gätzelmix besticht durch den zur Planungsmaxime erhobenen individuellen Wohnkomfort mit unterschiedlichen Raumhöhen.

Energieversorgung:

30 Tiefensonden je 150 m, Wärmepumpe mit 2 x 110 kW, 2 x 100 kW Sole-Luft Wärmetauscher
thermische Balance der Tiefensonden über Gebäudekühlung und Sole-Luft- Wärmetauscher
Warmwasser Elektrospeicher je Betriebseinheit

Wärmeversorgungs-Anteile für Heizung und Warmwasser (ohne Hilfsstrom)
67% Erd- bzw. Abwärme, 33% Strom

Besonderheiten in Hinsicht auf die Erneuerbare Wärmeversorgung
Büro- Wohnen- Mischnutzung, daher weitgehend ausgeglichener Wärmebedarf für Raumheizung und Kühlung.
Kombinierte Wärmequelle und –senke aus Erdsondenfeld und Luftwärmetauscher, letzterer für Bilanzausgleich und Spitzenlastunterstützung
100% Erneuerbare Wärme- und Kälteversorgung

Besonderheiten in Hinsicht auf die Nutzungsqualität

Elektrische dezentrale Warmwasseraufbereitung mit E-Speicher

Einzelraumregelung der Fußbodenheizung und –kühlung

Wohnraumlüftung mit Rückgewinnung

Außenliegender textiler Sonnenschutz

 

Urbane Wildnis im Sonnwendviertel

Der Freiraum des Atelierhauses ist eine Potentialfläche für die Entwicklung von Spontanem und Unvorhergesehenem. So umschließen modellierte Sukzessionsflächen einen großen Werkplatz und hüllen ihn in eine zunehmende Stadtwildnis. Auf schottrigem Substrat werden in Teilbereichen Pionierpflanzen wie Zitterpappeln, Ölweiden oder Robinien, sowie robuste Stauden und Gräser gesetzt. Von hier aus startet das Wachstum und kann sich nach natürlichen Bedingungen, Nutzung und extensiver Pflege zu einem Freiraum mit hohem Naturcharakter entwickeln. Am Südostende entsteht eine wechselfeuchte Zone mit kleinem Wasserauge, die durch frische kühle Luft zum klimatischen Ausgleich und zur Biodiversität beiträgt. In dieser Stadtwildnis liegen große Sitzquader aus Naturstein und bilden kleine Rückzugsräume, während der Werkplatz als offene Fläche zum Arbeiten oder als Treffpunkt genutzt werden kann. Das öffentliche Leben findet am Vorplatz statt – hier liegt der Schanigarten des Cafes. Infrastruktur wie Zufahrt und Ladezone, Fahrradstellplätze, Licht und Wasseranschluss ist selbstverständlicher Teil des Projektes.

Am Südostende sollte eine wechselfeuchte Zone mit einem kleinem Wasserauge entstehen, die durch frische kühle Luft zum klimatischen Ausgleich und zur Biodiversität beiträgt. Zur Zeit ist das kleine Wasserauge trocken.

Weitere Informationen:

Zum Thema | C21 Atelierhaus für Kreatives (c-21.at)

Besondere Raumangebote – Architekturzentrum Wien (azw.at)

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