Gleisanschluss der Druckerei Herold

Ehemaliger Gleisanschluss des Arsenals, der unter anderem das Bundesheer beliefern konnte und auch die Druckerei Herold. Nachdem das Gleis entfernt wurde, liegt das Grundstück brach.

Ein Gleisanschluss führte von der Ostbahn bis zum Bundesheergelände. Das Bundesheer hat die Reparaturwerkstätte aufgelassen und siedelte ab. Das Heer benötigte den Anschluss nicht mehr.

Die Druckerei Herold aber wollte auch in Zukunft ihre großen Papierlieferungen weiterhin mit der Bahn abwickeln. So wurde der Bahnanschluss gebaut, wenn er auch einige technischen Schwierigkeiten bereitete. Um das Höhenniveau des Hauptbahnhofes zu erreichen, beginnt die Steigung der Bahn schon vor der Bücke über die Gudrunstraße. Durch das Niveau der Arsenalstraße ist die Höhenlage des Gleises in diesem Bereich festgelegt. Es wurde eine Lösung gefunden und der Gleisanschluss wurde gebaut.

Durch die langen Bauarbeiten der Gleisanlagen für den Hauptbahnhof, war die Firma Herold mehr als 5 Jahre vom Gleisnetz getrennt. In dieser Zeit wurde der Transport auf LKW umgestellt. Als der Anschluss an das Gleisnetz wieder hergestellt war, ging es daran, die Sicherung der Straßenüberfahrt über die Arsenalstraße zu klären.

Neue Bestimmungen machten das ganze kompliziert und teuer. Man einigte sich nicht mit der ÖBB und die Firma blieb dabei, die Transporte mit LKWs abzuwickeln. Sehr zum Nachteil der Anrainer_innen und des Klimaschutzes.

Warum man die Sicherungsfragen nicht vor dem Bau geklärt hat, ist nicht mehr zu eruieren. Vielleicht war diese Detailfrage nicht wichtig genug und man hatte andere Sorgen. Man hätte sich aber einiges Geld sparen können: zuerst die sehr komplizierte Planung, den Bau, die Verhandlungen und zum Schluss den Abbau des Gleises.

Jetzt liegt das Grundstück brach. Was mit dem Grundstück geschieht, ist offen. Das Bauhaus soll Interesse zeigen: für zusätzliche Parkplätze und Lagerfläche.

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7 Antworten

  1. Mit den anliefernden LKWs haben die Anrainer kein Problem, die fallen nicht auf (Bahn wäre natürlich allemal besser). Das Problem sind eher die vielen Kastenwagen, die, um die Zeitungen abzuholen, nächtens volles Rohr um die Kurve Lili#Fara-Gasse driften (bis der erste im Autohaus landet).
    Das größte Ärgernis ist aber, dass der Zeitungs-Druck bei offenen Fenstern der Druckerei erfolgt und bei warmem Wetter (wie derzeit, plus Südwind) die Anrainer ab 22:00 mit einem ziemlich nervenden Lärmteppich beglückt werden, sodass man Türen und Fenster schließen muss. Ob die Betriebsstättengenehmigung das so vorsah?

    Die aufgelassene Bahntrasse hat sich zu einem schönbuntblühenden Trockenrasen-Biotop entwickelt (Bild), das man direkt unter Schutz stellen sollte. Leider dient es den autowaschenden Kunden der Tankstelle als Mülldeponie.

  2. WARUM hätte „man das vor dem Bau klären“ sollen, wenn man nicht mal geklärt hatte, wie man von den 2 Brücken runter kommt, von der F. Grill-Sackgasse rede ich erst gar nicht.

  3. Die beiden Brücken samt den Anschlüssen waren von Anfang an geplant. Gebaut wurden der erste Teil noch bevor die Bahngleise in diesem Bereich gebaut wurden. Als die Bahn Richtung Arsenalstraße verlegt wurde, wurde der zweite Teil gebaut. Der Anschluss der Südbahnhof Bücke im 10. Bezirk ist schon lange fertig. An der Fertigstellung auf Seite des 3. Bezirks wird zur Zeit gearbeitet und wird im August eröffnet.
    Der Arsenalsteg wurde jetzt mit dem Bau der Abfahrt im 3. Bezirk begonnen. Die Abfahrt im 10. Bezirk wird die Abfahrt erst dann gebaut, wenn die Gebäude fertiggestellt sind.

  4. „Geplant“ und „geklärt“ sind 2 Paar Schuh. Auf einem Teil des Grundstücks befindet sich nun die Rampe.

    • Den Satz „Auf einem Teil des Grundstücks befindet sich nun die Rampe. Welches Grundstück?

      • Das von Ihnen mf erwähnte, direkt vor der Druckerei, zB GStNr.3431 EZ4008. Der untere Beginn der Rampe liegt tw darauf. Aber mit Gutem Willen wäre Stichgleis mgl gewesen.

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