Rund um den Wiener Hauptbahnhof wachsen die Hochhäuser

Mit dem „Quartier Belvedere Central“, „The Icon“ und den „Parkapartments am Belvedere“ sind nun drei Großprojekte am Areal des Wiener Hauptbahnhofs gleichzeitig in Bau.

Das „Quartier Belvedere Central“ ist mit rund 25.000 Quadratmeter Grundfläche das größte derzeit in Bau befindliche Projekt am Hauptbahnhof. Entwickelt wird der Komplex von der UBM-Tochter Strauss & Partner Development. Das Design der unterschiedlichen Bauteile stammt von den Architekten Behnisch, HNP, Jabornegg & Pálffy sowie Rüdiger Lainer + Partner. Eine Mischung aus Büro-, Wohn-, Hotel-, Gastronomie- und Geschäftsflächen soll dafür sorgen, dass das Areal auch abends belebt sein wird. Bereits fast fertig ist das 62 Meter hohe Hotelgebäude. Hier wird in Kürze ein 3-Sterne Ibis Hotel, sowie ein 4-Sterne Novotel eröffnet. Im Gebäude untergebracht ist auch ein etwa 1.800 Quadratmeter großer Veranstaltungsbereich mit Konferenzräumen und einem Ballsaal. 577 Zimmer befinden sich im 19-stöckigen Hotelturm. Siehe auch https://schaffnerin.wordpress.com/2016/12/28/zwei-hotels-im-quartier-belvedere-central/

Das Hotel Ibis ist in dem niedrigeren Gebäude untergebracht, das Hotel Novotel in dem höherem querstehendem Block.

Das Hotel Novotel vom Gürtel aus gesehen.

Daran angrenzend wird gerade ein 15-stöckiges Wohnhochhaus mit 140 Micro-Appartments, Zwei- und Dreizimmerwohnungen gebaut. Die Bauarbeiten für das „Quartier Belvedere Central“ sollen bis 2019 fertiggestellt sein.

Neben dem Novotel entsteht das Wohnhochhaus.

Ebenfalls in Bau ist „The Icon Vienna“. Er besteht aus drei zwischen 38 und 88 Meter hohen Bürotürmen. Die Geschäftsflächen im Erdgeschoß sind direkt mit dem Hauptbahnhof verbunden. Entwickelt wurde das Projekt von der Signa, die Gestaltung stammt von JSWD Architekten in Zusammenarbeit mit BEHF Corporate Architects.

Im Vordergrund entsteht der höchste 88 Meter hohe Turm A und links daneben der niedrigste 38 Meter hohe Turm C.

Auch die „Parkapartments am Belvedere“ sind ein Projekt der Signa. Die eigenwillig anmutenden Häuser auf Stelzen wurden vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano gestaltet. Die Inspiration für die außergewöhnliche Stelzenarchitektur fand Renzo Piano im gegenüberliegenden Schweizergarten. Die hohen Säulen sollen an die Stämme der Bäume im Park erinnern, gleichzeitig aber auch den Lärm der Straße dämpfen. Die Insgesamt etwa 330 Eigentumswohnungen sowie ein Hotel mit rund 300 Zimmern sollen bis Herbst 2018 fertiggestellt sein.

Das Stelzenhaus von der Alfred-Adler-Straße aus gesehen.

Das Stelzenhaus von der Canettistraße aus gesehen. Zwischen den beiden ersten Stützen ist die Kuppel des Heeresgeschichtlichen Museums zu sehen.

Das Stelzenhaus vom Schweizergarten aus gesehen.

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4 Antworten

  1. Da wirds jetzt richtig grausig rund um den Hauptbahnhjof. Ein Glas-Stahl-Beton-Silo gräßlicher als der andere. Wenn das Stadtgestaltung sein soll, na danke. Darauf kann man verzichten. Es kommt einem beim Anblick das nackte Gruseln, wie es Prof. Lötsch so zutreffend ausdrückte,.
    Traurig nur, daß die GRÜNEN bei solchen Sachen, wo nur die immer gleichen Investoren profitieren, mitmachen. Und jetzt wollt ihr sogar das Weltkulturerbe Innere Stadt, wo wir seinerzeit noch gemeinsam dafür kämpften, mit wahnsinnigen Hochhausplänen zerstören.
    Mit dieser abgehobenen Politik werdet ihr sicherlich bei den nächsten Wahlen die Rechnung präsentiert bekommen. Denn das ist ein einziger Verrat an der ursprünglichen Grünidee. Denn dafür brauche ich wirklich keine Grünpartei wählen, sondern gleich die SPÖ.

  2. Über Architektur kann man trefflich streiten und die Ansichten, was schön ist, da gehen die Ansichten weit auseinander. Auf dies haben die Grünen keinen Einfluß.
    Auch über die Sinnhaftigkeit von Hochhäuser gibt es unterschiedliche Auffassungen.
    Und die Arbeit der Grünen NUR nach einem Hochhaus zu beurteilen, ist meiner Meinung nach viel zu kurz gegriffen.

    • Mag sein, aber hier geht es schon lange nicht mehr um „nur ein“ Hochhaus. Ihr wollt ja jetzt sogar mitten im Weltkulturerbe Hochhäuser. Siehe aktuelle Heumarktdiskussion. Da ist man sogar bereit den Weltkuturerbestatus zu opfern. Alles für den Investor. Den betet eure Vassilakou ja direkt an.
      Ohne ihn keine Zukunft für den Eislaufplatz. So ein Schwachsinn. Der existierte sehr gut ca 100 Jahre ohne Hochhäuser. Anscheinend halten die Wiener Grünen die Bevölkerung und sogar die eigenen Leute für ganz bescheuert. Die läßt man sogar über dieses Wahnsinnsprojekt abstimmen. Aber an das Ergebnis hält man sich nicht, denn es paßt nicht ins Konzept. Da wäre ja der „arme“ Investor böse und erst der Koalitionspartner.
      Und der Baummord in Steinhof? Von Vassilakou veranlaßt! Totaler Verrat der ursprünglichen Gesinnung der Grünbewegung. Jetzt zählen nur mehr die Wünsche der Investoren. Da stellt sich einem schon die Frage, welche Summen hier eventuell in gewisse Kanäle geflossen sind.
      Offensichtlicher kann man einer Partei nicht den Todesstoß versetzen.

  3. […] Ende 2018 mit ihrer Zentrale an den Hauptbahnhof. Der neue Standort befindet sich im „The Icon Vienna“, einem Hochhausprojekt der Signa-Holding. Das Unternehmen hat einen langfristigen Mietvertrag […]

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