Öffis in Wien im Vormarsch

2014 war ein Rekordjahr für die Wiener Linien. Der Fahrgastzuwachs betrug 3,5 Prozent und stieg auf 931,2 Millionen Fahrgäste. Auch der Trend zur Jahreskarte, eine grüne Erfolgsgeschichte, hielt an: Ende 2010 waren 355.000 Jahreskarten im Umlauf, Ende 2014 waren es 650.000, was einer Steigerung von 83 % innerhalb von vier Jahren entspricht.

Die Gemeinde investiert dieses Jahr 434 Millionen in die Verbesserung und den Ausbau des Netzes der Wiener Linien.

Verlängerung der Linie U1 nach Oberlaa: Der 2,4 Kilometer lange Tunnelvortrieb ist abgeschlossen. Dieses Jahr wird die Innenschale fertig betoniert. Es folgt der Ausbau der Stationen, den Gleisbau und der technischen Ausrüstung der Tunnelstrecke. An der Oberfläche laufen die Arbeiten an der Trasse nach Oberlaa. Im Herbst 2017 geht die 4,6 Kilometer lange Verlängerung in Betrieb.

U4 Modernisierung: Die U-Bahnlinie U4 ist derzeit das Problemkind der Wiener Öffis und soll daher in den kommenden Jahren umfassend modernisiert werden. Die Modernisierung begann 2014 mit der Umstellung der alten Stellwerke Meidlinger Hauptstraße und Hütteldorf auf elektronische Stellwerke und wird heuer fortgesetzt. Saniert wird die Station Stadtpark und die Stützmauer im Abschnitt Karlsplatz bis Schönbrunn.

U6 Station Alser Straße: Die Station in Fahrtrichtung Floridsdorf wird von Ende März bis Ende des Sommers gesperrt. Der Bahnsteig wird abgetragen und erneuert. Das Bahnsteigdach und das Stiegenhaus werden saniert.

Gelenkbusse für den 13A: Die Buslinie 13A wird auf Gelenkbusse umgestellt. Durch diese Maßnahme erwartet man sich mehr Bequemlichkeit und vor allem mehr Pünktlichkeit der Busse.

Die Grünen sind hier sehr skeptisch, ob das längere Fahrzeug ungehindert durch die teilweise sehr eng verparkten Straßen kommt.

U2-Ausbau und die neue U5: Die Probebohrungen sind schon abgeschlossen. Derzeit läuft der Wettbewerb zur architektonischen Gestaltung der U5-Stationen. Die Entscheidung fällt im Sommer. 2018 soll der Baustart sein.

Die U5 führt in ein Gebiet, in dem es wenig Potential für neue Wohnungen gibt. Das Geld wäre viel besser angelegt, wenn eine neue U-Bahnlinie in Gebiete führen würde, in der viel Platz für eine Stadterweiterung vorhanden ist. Als Beispiel sei hier die U3 in die Seestadt angeführt. Noch besser wäre es, das Geld in Straßenbahnlinien zu investieren, da hier zehn Mal so viele Kilometer gebaut werden könnten.

 

 

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