Hauptbahnhof – In ökologischer Hinsicht eine vertane Chance!

Der Hauptbahnhof als den umweltfreundlichsten Bahnhof Europas (der Welt!) zu planen, dass wäre ein Imagegewinn für die ÖBB und vor allem ein Gewinn für die Umwelt. Leider ist das rasche Geld für die ÖBB wichtiger, als nachhaltige Investitionen, die sich bei heutigen Energiepreisen erst in 20 oder 25 Jahren rechnen.

Mit einem energieautarken Bahnhof durch den Einsatz von Photovoltaik und die Nutzung von Erdwärme, mit einem umfassenden Regenwassermanagement, dass das Regenwasser unter anderem als Brauchwasser nutzt, könnte die ÖBB neue Maßstäbe beim Bau eines Bahnhofes setzen. Leider ist weder Photovoltaik noch Regenwassermanagement vorgesehen, und die Nutzung der Erdwärme ist nur in geringem Ausmaß geplant. Weil zukunftsorientierte nachhaltige Planung beim neuen Hauptbahnhof Wien fehlen, ist er weit davon entfernt, ein umweltfreundlicher Bahnhof zu werden.

Es ist auch eine vertane Chance, durch den Einsatz von Photovoltaik und durch Nutzung der Erdwärme die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren.

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5 Antworten

  1. seit wann ist photovoltaik denn wirtschaftlich? noch dazu in einem deratigen Gebäudekomplex? Die Investitionskosten stehen leider in keinem Vergleich zum Nutzen, weil der Wirkungsgrad bei Photovoltaikanlagen nach wie vor indiskutabel ist! Genauso wie die Wartungs- und Instandhaltungskosten! Einen Verkehrknotenpunkt mitten in einer Großstadt energieautark aufziehen zu wollen schein mir schon grundsätzlich völlig am Thema vorbei gedacht!

  2. Um gleich etwas hinzuzufügen: Ich sehe die Aufgabe einer nachhaltigen Städte- bzw. Regionalplanung eher darin, zuerst die wirklich massiven Verschmutzer bzw. Verbraucher in Angriff zu nehmen, bzw. Alternativprojekte, Methoden und Konzepte zu entwickeln wie man den Indivisualverkehr nachaltig auf die Schiene oder die S-Bahn bringt, bevor man sich daran ergeifert, dass der neue Hauptbahnhof, der an sich schon ein Zukunftsprojekt erster Klasse ist, weil eben damit der Schienenverkehr besser verknüpft und damit attraktiver gemacht wird, keine Phovoltaikanlage eingeplant hat.
    Ich würde die Grünen gerne auffordern, sich ein wenig über die Maßstäblichkeit ihrer Alternativ-Initiativen Gedanken zu machen, und vielleicht Projekte in Angriff nehmen, bzw. bei Projekten konstruktiv mitzuagieren, bei denen es wirklich Sinn macht. Und nicht bei laufenden Projekten, die an sich schon komplex genug sind, duruch „Hinterher-Geschimpfe“ eventuell noch zu verhindern.

  3. Hallo bubcan!
    Es wird immer wieder behauptet, die Photovoltaik sei unwirtschaftlich. Da sie aber auch in unseren Breitegraden Anwendung findet, kann diese Aussage so nicht stimmen.
    Ein energieautarken Bahnhof ist sicher ein sehr ambitioniertes Ziel. Bei der Beleutung, Wärme und Kühlung wäre es sicher machbar. Nutzung der Abwärme aus der Schnellbahn, aus den Abwässern und Nutzung der Erdwärme. Auch die Nutzung der Hydrothermalvorkommen könnte einen Betrag leisten. Dafür sind natürlich hohe Investitionen erforderlich, vor denen die ÖBB zurückschreckt.
    Für den Betrieb der Bahn wird man sicher nicht ohne Strom aus der Wasserkraft auskommen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Manfred Itzinger

  4. Hallo Bubcan!
    Natürlich ist es wichtig die wirklich massiven Verschmutzer bzw. Vebraucher in Angriff zu nehmen. Aber gleichzeitig ist es erforderlich, die heutigen Vorhaben so nachhaltig wie möglich zu bauen. Da wir sonst die Probleme der
    Zukunft erzeugen.
    Ich stimme mit Ihnen überein, dass Konzepte zu entwickeln sind, um die BenutzerInnen des Individualverkehrs zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen.
    Worin ich nicht mit Ihnen übereinstimme, ist, dass der
    Hauptbahnhof ein Zukunftsprojekt erster Klasse ist. Der Bahnhof weist viel zu schmale Bahnsteige auf, ist schlecht an die U1 angebunden und die U2 fährt daran vorbei. Mit dem Auto kommt man viel näher an die Bahnsteige heran, als mit den öffentlichen Verkehrsmittel. Für die Anreise zum Bahnhof wird der Individualverkerh eindeutig bevorzugt.
    Man hat bei der Planung des neuen Zuganges zur U1 keine Beförderungsbänder (wie auf Flughäfen üblich) eingeplant und will dieses Defizit nun durch einen Cable Liner (APM) ausgleichen.
    Unsere Kritik erschöpft sich nicht darauf, dass wir, DIE GRÜNEN, eine Photovoltaikanlage fordern, sonder unsere Forderungen sind vielfältig.
    Besuchen Sie einmal unsere Homepage http://wieden.gruene.at, da finden Sie noch andere Anregung zum Hauptbahnhof.
    Wir schimpfen nicht hinterher, sondern fordern schon lange Verbesserungen für den Hauptbahnhof. Leider hat bei dem Projekt Hauptbahnhof die ÖBB Immobiliengesellschaft
    gesiegt. Die Gewinne aus den Grundstückverkauf waren wichtiger, als die KundInnen der ÖBB. Um die Grundstücke möglichst rasch verkaufen z u können, müssen die Fahrgäste in Meidling, bzw in einem verkürzten Ostbahnhof aussteigen.
    Verhindern wollen wir den Bahnhof nicht, sondern noch möglichst viele Vebesserungen erreichen.
    Liebe Grüße
    Manfred Itzinger

    —– Original Message —–

  5. Vielen Dank für die Rückmeldung.
    Dass der ÖBB in Segmenten zur Zeit schnelle Erfolge bei Grundstücksverkäufen wichtiger ist als Kundenzufriedenheit liegt leider im System der Zersplitterung in hunderte einzelne Unternehmen, die am Ende festgesetzter Perioden Erfolge verzeichnen müssen, weil sonst der böse „Schimpf“ und die Versetzung aus der Vorstandsetage droht. Ich gebe Ihnen da vollkommen Recht, dass gerade der ÖBB wie auch anderen derartigen Unternehmen, ja bis hin zu den Gemeinden in der Provinz, das schnelle Geld durch Grundstücksverkäufe lieber ist, als nachhaltige und zulunftsorientierte Planungen.
    Offen bleibt, ob diese damit auf Nimmerwiedersehen „privat“ gewordene Werte wie Grundstücke in Zeiten der Krise auch wirklich derart bebaut werden, wie noch vor einigen Jahren großartig geplant! Mir tüncht schon jetzt, dass wir in Zukunft in innerstädtischen und zentralen Lagen auf einstigem öffentlichem Gut bald niedergesparte Cash-Cow-Bunker, geboren in einer Wirtschaftskrise, bekommen werden, mit denen wir uns dann die kommenden 50 Jahre wieder herumärgern müssen!
    Dahingehend fordere ich von Ihnen und natürlich auch allen Zuständigen der Städte und Gemeinden ein ebenso engagiertes Eintreten für Nachhaltigkeit und Zukunftsorientiertheit, wie eigentlich löblicherweise hier am Hauptbahnhof von Ihnen demonstriert.

    Liege Grüße

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