Bericht vom 2. Tag der öffentlichen Anhörung – Teil 2: Umwelt

Positiv ist zu bemerken, dass die Nutzung von Erdwärme in der Bodenplatte der Garage angedacht ist. Mein Vorschlag, die Erdkörper unter den Bahnsteigen zwischen der Argentinierstraße und Mommsengasse bzw. Mommsengasse und Ghegastraße auch zu nutzen und den Überschuss an Energie eventuell an die angrenzenden Liegenschaftseigentümer zu verkaufen.

Der Projektbetreiber hat dies in Erwägung gezogen und Untersuchungen angestellt. Man muss bei den Flächen rundherum 3 Meter abziehen, da erst dann die erforderlichen Temperaturen gewährleistet sind. Das Einbringen von Kollektoren bei aufgeschütteten Erdkörpern ist technisch schwieriger. Es ist machbar, aber teurer. Die Investitionen rentieren sich erst nach 24 Jahren.

Die Lärmschutzwände soll in der Station bis zum Dach hochgezogen werden.

Dies ist aus Brandschutzgründen (Rauchabzug) nicht möglich.

Verbesserter Lärmschutz: Geplant sind Lärmschutzwände links und rechts entlang der Bahnhofsanlage. Da in vielen Bereichen die Anlage aus vielen Gleisen besteht, sind zum besseren Lärmschutz mindestens nach jedem zweiten Gleis eine Lärmschutzanlage zu errichten (sieh Westbahn vor St. Pölten und zwischen Melk und Amstetten). Außerdem sollte man die Lärmschutzwände auch für die Erzeugung von Solarenergie verwenden.

Die Anordnung von Lärmschutzwänden zwischen den Gleisen ist aus Platzgründen nicht möglich.

Hier musste ich spontan folgenden Kommentar abgeben: Bei der Errichtung einer Lärmschutzwand benötigt man daneben einen Fluchtweg, so dass pro Lärmschutzwand ca. 1,5 Meter verloren gehen. Bei vier Wänden zwischen den Gleisen sind das 6 Meter. Und die können nicht verkauft werden. Verkaufserlöse sind der ÖBB wichtiger als der Schutz der Bevölkerung.

Die Verwendung der Lärmschutzwände zur Gewinnung von Solarenergie wird untersucht. Ein abschließendes Ergebnis liegt noch nicht vor.

Durch den Einbau von bituminösen Tragschichten werden zusätzlich große Flächen gegenüber heute versiegelt. Dies bringt Schwierigkeiten im Kanalnetz. Daher ist für das gesamte Projekt Regenwassermanagement vorzuschreiben.

Hier kam ein Vorwurf, wie GRÜNE ein Regenwassermanagement verlangen können, da ja bei Unfällen das Wasser verunreinigt werden kann und da ist es besser, man leitet es in den Kanal. Außerdem benötigt man große Flächen zum Versickern, die im städtischen Bereich nicht vorhanden sind.

Durch die Regenüberläufe kommt es zur Verschmutzung der Vorfluter Wien und Donaukanal. Daher wird das Wasser über den 10. Bezirk nach Simmering umgeleitet.

Hier musste ich folgendes entgegnen: Entlang der Wien wurde ab Pilgramgasse ein großer Sammelkanal gebaut, der auch als Retentionsbecken fungiert. Daher gelangen keine mit Fäkalien verschmutzte Regenwässer in die Wien. Es gibt in der Argentinierstraße einen Punkt im Kanalnetz, der die zusätzlichen Abwässer nicht problemlos aufnehmen kann.

(Anmerkung: Das Regenwassermanagement etwas mehr ist, als Wasser zu versickern, hat sich bis zum Projektbetreiber noch nicht herumgesprochen. Hier bedarf es noch Überzeugungsarbeit.)

 

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