Feinstaubarmer Bahnhof

Der Abriss des alten Süd und Ostbahnhofs muss eine Musterbaustelle werden. Die ÖBB müssen Vorbild für alle Großbaustellen werden. Baustellen sind nicht nur in Wien ein Ärgernis, sie sind manchmal auch Feinstaubquellen erster Ordnung. Die Leopoldstadt kann da mit dem Abbruch des Uniquagebäudes ein Lied singen. Der U-Bahnbau verschlechtert die Situation zusätzlich. Die Feinstaubmessstelle in der Taborstrasse war Rekordhalterin in Österreich.

Und weil mensch aus Erfahrungen lernen kann, brauchen wir eine Befeuchtung der Baustelle, Reifenwaschanlagen, damit der Dreck dort bleibt, wo er hingehört und Partikelfilter bei allen Baumaschinen verpflichtend wie in der Schweiz und vor allem brauchen wir EURO IV – LKWs und keine anderen, weil die gibt es längst. Die ÖBB sollte dabei nicht sparen sondern eher beim zusätzlichen Geld für den abgehenden Herrn Huber.

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Neuer Stadtteil braucht aktive Stadtplanung

, denn das Gebiet rund um den neuen Bahnhof gehört zu den interessantesten Stadtentwicklungsgebieten Wiens. Hier soll es in einigen Jahren 5.000 Wohnungen (rd. 10.000 BewohnerInnen) und etwa 20.000 Arbeitsplätze geben. Dieser Stadtteil bietet einige Chancen, die jetzt von der Wiener Stadtplanung nicht verschlafen werden dürfen! Besonders attraktiv sind vor allem die innerstädtischen Lage, dieFunktion als „Hauptverkehrsknotenpunkt“ und die Möglichkeit der Verbindung und Aufwertung derumliegenden unterschiedlichsten, bisher isolierten und zum Teil vernachlässigten Stadtgebiete.

Klare Haltung der Wiener Stadtplanung ist gefragt

Um diese städtebauliche Chance nicht zu vergeben, braucht es jetzt klar formulierte Ziele für die Entwicklung des Stadtteils:

  1. Lebendige Erdgeschosszonen

Monostrukturen, wie etwa Büroflächen wirken sich oft negativ auf die Erdgeschosszonen aus. In der Donaucity ist dieses Phänomen eindrücklich zu erleben. Auch in neuen Wohngebieten ist es bisher selten gelungen interessante Straßenräume zu schaffen.

Internationale Beispiele zeigen, dass man diesem Phänomen nicht tatenlos gegenüberstehen darf. In Hamburg etwa wurde in der Hafen City zwischen Entwicklungsgesellschaft und Investoren vereinbart, dass in einem bestimmten Bereich ohne Erdgeschossnutzung keine Baubewilligung erteilt wird.

Forderungen:

Die Wiener Stadtplanung muss mittels geeigneter Instrumente und Aktivitäten dafür sorgen, dass die Erdgeschosszonen im Stadtentwicklungsgebiet attraktive Räume werden.

In kooperativen Verfahren sollen gemeinsam mit den zukünftigen NutzerInnen Nutzungen festgelegt und umgesetzt werden.

  • Reformen in der Bauordnung für höhere Raumhöhen im Erdgeschoss

  • Vereinbarungen um Geschäfte, Lokale, Raum für kulturelle und soziale Aktivitäten sicherzustellen.

  • Themenwohngebiete, die die attraktive Nutzung der Erdgeschosszone zum Thema haben

dieser urige Kiosk, der den bahnhof derzeit belebt, steht symbolisch für die Vielfalt an Möglichkeiten um öffentlichen Raum zu beleben. Wo kommen diese kleinen Betriebe eigentlich nachher unter?

weitere Vorschläge folgen!